Steuer-Apps und Steuersoftware im Vergleich

In Deutschland kann die Steuererklärung auch über Steuer-Apps und -Programme vom Smartphone oder PC erstellt und eingereicht werden. Hier erfährst du, wie diese Lösungen funktionieren, welche Preismodelle es gibt und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Übersicht

  • In Deutschland kann man die Steuererklärung auch über diverse Steuer-Apps oder Software-Produkte erledigen. Damit spart man sich die oftmals komplexen Abläufen im Elster.
  • Diese Steuer-Apps haben unterschiedliche Preismodelle. Die meisten berechnen einen Fixpreis pro Einreichung oder einen Abo-Preis pro Jahr. Nur wenige Anbieter verrechnen ein Erfolgshonorar abhängig von der Höhe der Rückerstattung durch das Finanzamt.
  • Für manche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gibt es seit einiger Zeit auch eine "vereinfachte Version" von Elster: das einfachELSTER.

Anbieter und Produkte im Vergleich

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Die Steuererklärung wird im Browser im Frage-Antwort-Verfahren erstellt und direkt an das Finanzamt übermittelt; steuerliche Vorkenntnisse sind nicht nötig, die Nutzung ist auch vom Smartphone aus möglich.

Auswahl und Reihenfolge der Anbieter legt die Redaktion fest; dabei fließen auch Kooperationen und Werbepartnerschaften ein. Die Übersicht ist kein vollständiger Marktvergleich. Konditionen laut Anbieter, Stand: 03.10.2026, ohne Gewähr. Für Abschlüsse über „zum Angebot“ erhalten wir gegebenenfalls eine Provision – am Preis ändert sich für dich nichts.
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Hinweis
Für Selbstständige, Gewerbetreibende sowie Land- und Forstwirte gilt bereits seit Jahren die Pflicht zur elektronischen Steuererklärung über ELSTER. Für diese Gruppen sind Apps und Steuer-Software besonders hilfreich. Lediglich Arbeitnehmer oder Rentner, die außer dem Gehalt und der Rente keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte erzielt haben, können die Formulare auch weiterhin in Papierform abgeben.

Millionen von Menschen greifen bereits jetzt auf die digitalen Helfer statt das komplexe „Mein Elster“ der Finanzverwaltung zurück. Wie diese Apps funktionieren, welche Preismodelle es gibt und worauf du bei der Auswahl achten solltest, erfährst du hier. Welche Programme aktuell angeboten werden und was sie kosten, zeigt die Anbieterübersicht oben auf dieser Seite.

Welche Arten von Steuer-Apps und Steuersoftware gibt es?

Welche Lösung passt, hängt vor allem davon ab, ob du nur Arbeitslohn oder Rente hast oder auch Vermietung oder eine Selbstständigkeit angeben musst. Grob lassen sich fünf Arten unterscheiden; konkrete Programme mit Preisen findest du in der Anbieterübersicht oben auf dieser Seite.

Art der LösungSo funktioniert siepasst eher für
Frage-Antwort-AppSmartphone-App oder Web-Anwendung, die Schritt für Schritt Fragen stellt und daraus die Erklärung erstelltArbeitnehmer, Studierende und Rentner mit überschaubaren Fällen
Online-Lösung im BrowserErklärung wird im Browser ausgefüllt und direkt übermittelt; teils erst bei Abgabe zu bezahleneinfache bis mittlere Fälle, auch für Paare
Steuersoftware für PC oder MacProgramm zum Herunterladen mit großem Funktionsumfang, je nach Edition auch für Vermietung und Selbstständigkeitumfangreichere Fälle, Vermieter, Selbstständige
Dienst mit SteuerberaterDu lädst Unterlagen hoch, ein Steuerberater erstellt die Erklärung; Preis meist abhängig von der Erstattungalle, die die Arbeit ganz abgeben möchten
ELSTERamtliches Portal der Finanzverwaltung im Browser und als App, kostenlosalle Steuerpflichtigen

Für einfache Fälle reichen Frage-Antwort-Apps oder Web-Lösungen. Bei Vermietung, Kapitalerträgen oder Selbstständigkeit sind umfangreichere Programme sinnvoll. Wer die Arbeit ganz abgeben möchte, kann einen Dienst mit Steuerberater nutzen – dann richtet sich der Preis meist nach der Erstattung.

Viele Steuer-Apps ermöglichen es, die Einkommensteuererklärung ohne große Vorkenntnisse direkt vom Smartphone oder PC aus zu erstellen – auch von unterwegs. Dabei wird meist ein klassisches Frage-Antwort-Verfahren angewendet: Die erforderlichen Angaben werden durch das Programm anhand einfachster Fragen und vordefinierter Auswahlmöglichkeiten vom Nutzer eingeholt. Es sind keine besonderen steuerlichen Vorkenntnisse notwendig.

Eine Smartphone-App ist eine bequeme, digitale Alternative zu den zuvor umständlichen und komplexen Papierformularen.

Worauf man bei der Auswahl der App achten sollte

Für jede Steuererklärung wird die aktuelle Version des Steuerprogramms benötigt, die in der Regel die Jahreszahl des Erscheinens im Namen trägt, z. B. „Steuer-App 2026“. Damit wird die Steuererklärung für das Vorjahr, also im konkreten Beispiel für 2025, erstellt. Einige Anbieter kennzeichnen ihre Programme dagegen direkt mit dem entsprechenden Steuerjahr. Achte beim Kauf deshalb genau darauf, für welches Steuerjahr die Version gedacht ist.

Steuerprogramme bieten umfassende Unterstützung bei der Erstellung der Steuererklärung und können über die Abgabe hinaus hilfreich sein. Sie prüfen oft den Steuerbescheid auf Fehler und bieten Funktionen für die Einlegung eines Einspruchs. Für Selbstständige beinhalten einige Programme zusätzliche Werkzeuge wie:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung für die Einkommensteuer,
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung und -Erklärung,
  • Gewerbesteuererklärung und weitere Funktionen.

Bei der Auswahl helfen dir diese Fragen:

  • Abgedeckte Fälle: Unterstützt das Programm alle Anlagen, die du brauchst – etwa Vermietung, Kapitalerträge, Kinder oder eine Selbstständigkeit?
  • Plattform: App, Browser oder Download für Windows bzw. Mac?
  • Preismodell: Festpreis, Abo oder Erfolgshonorar? Zahlst du erst bei Abgabe, und wie viele Erklärungen sind enthalten?
  • Belegabruf: Können die beim Finanzamt gespeicherten Daten wie Lohnsteuerbescheinigung oder Rentenbezugsmitteilung automatisch abgerufen werden?
  • Datenschutz: Wo werden deine Daten gespeichert und wie lange?

Wurde im Vorjahr eine bestimmte Software verwendet, empfiehlt es sich, die aktualisierte Version desselben Anbieters zu erwerben. Die vertraute Benutzeroberfläche erleichtert die Bedienung und spart Zeit.

Dennoch kann es auch ratsam sein, die Augen nach neuen Anbietern am Markt offenzuhalten. Neue Lösungen können besser zur eigenen Situation passen und die Steuererklärung einfacher oder günstiger machen – etwa wenn sich die Lebensumstände geändert haben.

Wie funktionieren Steuer-Apps?

Steuer-Apps und -Programme sind darauf ausgelegt, den Prozess der Steuererklärung zu vereinfachen und zu automatisieren. Sie führen Nutzer Schritt für Schritt durch die relevanten Formulare und bieten Unterstützung bei der Eingabe von Daten sowie bei der Optimierung der steuerlichen Absetzbarkeit. Die Funktionsweise lässt sich in mehrere zentrale Schritte unterteilen:

1. Datenerfassung

Die Programme sammeln zunächst die steuerrelevanten Daten der Nutzer. Dazu gehören:

  • Automatische Übernahme von Daten: Viele Programme ermöglichen es, elektronische Lohnsteuerbescheinigungen, Rentenmitteilungen oder Daten von Banken direkt zu importieren. Dafür wird oft die Verbindung zum Finanzamt via ELSTER-Schnittstelle genutzt.
  • Manuelle Eingabe: Nicht automatisch erfasste Informationen, wie Fahrtkosten oder Ausgaben für Arbeitsmittel, können manuell hinzugefügt werden.
  • Interaktive Abfragen: Nutzer beantworten gezielte Fragen, die helfen, alle relevanten Steuerposten zu erfassen.

2. Automatische Berechnung und Optimierung

Die Apps und Programme berechnen automatisch die Steuerlast und weisen auf Optimierungspotenziale hin. Funktionen wie:

  • Plausibilitätsprüfungen: Stellen sicher, dass die Eingaben korrekt und vollständig sind.
  • Absetzbarkeitshinweise: Zeigen steuerlich relevante Posten wie Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen auf.
  • Vergleiche: Bei Ehepaaren oder Lebenspartnern werden verschiedene Veranlagungsarten (Einzel- oder Zusammenveranlagung) geprüft, um die günstigste Variante vorzuschlagen.

3. Integration mit dem Finanzamt

Moderne Steuer-Apps und -Programme sind über die ELSTER-Schnittstelle direkt mit dem Finanzamt verbunden. Dies ermöglicht:

  • Elektronische Übermittlung: Die Steuererklärung wird papierlos und sicher an das Finanzamt gesendet.
  • Feedback vom Finanzamt: Nach Abgabe der Steuererklärung können Bescheide direkt in der App oder Software geprüft werden.

4. Nachbearbeitung und Einspruch

Nach der Abgabe unterstützen viele Programme bei der Prüfung des Steuerbescheids. Sie vergleichen die Berechnungen des Finanzamts mit den eigenen Angaben und weisen auf mögliche Abweichungen hin. Falls erforderlich, bieten sie Vorlagen und Hilfestellungen für Einsprüche.

Zusätzliche Funktionen

Einige Programme bieten erweiterte Features, die sich an spezifische Zielgruppen richten:

  • Selbstständige: Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Umsatzsteuererklärung.
  • Kapitalanleger: Unterstützung bei der Angabe von Kapitalerträgen und Verlustbescheinigungen.
  • Sonderfälle: Abwicklung von Vermietungseinkünften oder Steuerfragen bei Photovoltaikanlagen.

Steuer-Apps und -Programme kombinieren Benutzerfreundlichkeit mit technischen Schnittstellen wie ELSTER, um die Steuererklärung effizient und fehlerfrei zu gestalten. Sie automatisieren viele Prozesse, bieten hilfreiche Tipps zur Steueroptimierung und erleichtern auch die Nachbearbeitung von Steuerbescheiden. Dies macht sie zu einem praktischen Werkzeug für Arbeitnehmer, Selbstständige und Personen mit komplexeren Steuerfällen.

Kosten: Wie teuer sind Steuer-Apps in Deutschland?

Steuer-Apps und -Programme in Deutschland variieren preislich je nach Funktionsumfang und Anbieter. Einfache Apps für Arbeitnehmer sind in der Regel günstiger als Editionen für Selbstständige; Angebote mit Steuerberater kosten meist deutlich mehr. ELSTER ist kostenlos. Die aktuellen Preise findest du in der Anbieterübersicht oben auf dieser Seite.

Die Abrechnungsmethoden unterscheiden sich ebenfalls:

  • Einmalzahlung: Viele Desktop-Programme werden gegen eine einmalige Gebühr erworben, die die Nutzung für ein Steuerjahr ermöglicht.
  • Abonnementmodelle: Einige Anbieter, insbesondere von Online-Lösungen, bieten Abonnements an, bei denen jährlich ein Betrag für die Nutzung gezahlt wird.
  • Erfolgsbasierte Gebühren: Bestimmte Apps erheben Gebühren nur, wenn eine Steuererstattung über einem festgelegten Betrag liegt oder wenn eine Abgabepflicht besteht.

Zusätzlich bieten einige Anbieter kostenlose Basisversionen mit eingeschränktem Funktionsumfang an, wobei für erweiterte Funktionen oder die finale Abgabe der Steuererklärung Kosten anfallen können. Es ist daher ratsam, die Preisstruktur und den Leistungsumfang der jeweiligen Software vor dem Kauf sorgfältig zu prüfen, um ein passendes Angebot für die individuellen Bedürfnisse zu finden.

Rechenbeispiel: Verlangt ein Dienst ein Erfolgshonorar von 10 Prozent der Erstattung, kostet eine Erstattung von 1.000 Euro 100 Euro. Ein Programm mit Festpreis kann dann deutlich günstiger sein – bei kleinen Erstattungen kann sich das Verhältnis aber umkehren. Die Werte sind frei gewählt.

Gibt es kostenlose Programme und Apps für die Steuererklärung?

Die kostenlose Software der deutschen Finanzverwaltung „Mein Elster“ ist das offizielle Angebot zur Übermittlung der Einkommensteuererklärung für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Damit können alle notwendigen Anträge und Daten an das Finanzamt übermittelt werden. Die Arbeit mit „Mein Elster“ empfinden viele Menschen in Deutschland jedoch als kompliziert und greifen daher gerne auf Alternativen, wie Steuer-Apps oder -Software zurück. Und das, obwohl das Elster völlig kostenlos und viele Apps oder Programme durchaus teuer sein können.

Auch andere Anbieter in Deutschland stellen kostenlose Software oder bestimmte Tools zur Verfügung, die bei der Einkommensteuererklärung helfen sollen. Oftmals sind diese Programme jedoch nur als Anleitung oder Hilfestellung gedacht, um die Steuererklärung selbst via Elster schneller und einfacher durchführen zu können. In vielen Fällen übermitteln sie also die Daten bzw. Erklärungen nicht direkt an das Finanzamt bzw. Elster in Deutschland.

„einfachElster“ soll Steuererklärung für Rentner erleichtern

Für Rentnerinnen und Rentner, die keine zusätzlichen Einkünfte haben, bietet die Finanzverwaltung seit Juni 2021 mit einfachELSTER eine benutzerfreundliche Alternative zu "Mein Elster" an. Dieses kostenlose Online-Programm ermöglicht eine vereinfachte und papierlose Erstellung der Steuererklärung. Elektronische Bescheinigungen, wie Rentenbezugsmitteilungen, liegen dem Finanzamt bereits vor und werden automatisch berücksichtigt, sodass diese nicht manuell eingetragen werden müssen.

Die Nutzung von einfachELSTER ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

  • Einkünfte: Es dürfen ausschließlich inländische Renten oder Pensionen bezogen werden. Zusätzlich können Kapitaleinkünfte, die unter dem Sparerpauschbetrag liegen, sowie Einkünfte aus einem Minijob angegeben werden.
  • Wohnsitz und Bankverbindung: Eine inländische Meldeadresse und eine inländische Kontoverbindung sind erforderlich.

Um einfachELSTER zu nutzen, ist eine Registrierung mit der persönlichen Identifikationsnummer und dem Geburtsdatum notwendig. Nach der Registrierung wird eine Zugangsnummer per Post zugesandt, mit der die Steuererklärung online erstellt werden kann.

Dieses Angebot richtet sich speziell an Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre, die eine einfache und übersichtliche Möglichkeit zur Abgabe ihrer Steuererklärung suchen. Weitere Informationen und den Zugang zu einfachELSTER findest du auf der offiziellen Website der Finanzverwaltung.

Steuersoftware für den PC: Für umfangreiche Steuerfälle

Für umfangreiche Steuerfälle greifen viele zu klassischer Software. Solche Programme laufen als Download auf Windows-PC oder Mac, teils zusätzlich im Browser und als App, und decken je nach Edition Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter und Selbstständige ab. Manche Lizenzen gelten für mehrere Erklärungen, etwa für Partner oder Familienmitglieder.

Der Funktionsumfang solcher Programme ist groß – dafür ist die Bedienung umfangreicher als bei reinen Frage-Antwort-Apps. Wer nur Arbeitslohn hat, kommt mit einer schlanken App oft schneller ans Ziel.

Steuer-App, Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater?

Eine Steuer-App ersetzt keine individuelle Beratung. Sie hilft beim Ausfüllen und weist auf typische Abzugsposten hin, haftet aber nicht für steuerliche Gestaltungen. Bei komplexen Fällen – etwa Erbschaften, Immobilienverkäufen, Auslandseinkünften oder einer Unternehmensgründung – kann ein Steuerberater sinnvoll sein. Seine Vergütung richtet sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und hängt vom Gegenstandswert ab.

Arbeitnehmer und Rentner ohne Gewerbe oder Selbstständigkeit können sich auch von einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen. Dort zahlst du einen Mitgliedsbeitrag, der sich meist nach dem Einkommen richtet. Dienste, die eine App mit einem Steuerberater kombinieren, liegen dazwischen: Du erfasst die Daten selbst, die Erklärung wird aber von einem Berater geprüft und abgegeben.

Kann man die Kosten für Steuer-Apps absetzen?

Kosten für die private Steuererklärung sind seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar. Absetzbar ist aber der Teil, der auf Werbungskosten oder Betriebsausgaben entfällt – etwa auf die Anlage N, die Anlage V oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums beanstandet das Finanzamt bei Steuersoftware, Fachliteratur und Beiträgen an Lohnsteuerhilfevereine in der Regel nicht, wenn die Hälfte der Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angesetzt wird. Bei Kosten bis 100 Euro im Jahr folgt es der Zuordnung, die du selbst wählst.

Selbstständige können Software, die sie für die Gewinnermittlung oder die Umsatzsteuer nutzen, als Betriebsausgabe ansetzen.

Was sind die Vorteile von Programmen und Apps für die Steuererklärung?

Steuer-Apps und -Programme erleichtern die Steuererklärung erheblich und bieten sowohl Privatpersonen als auch Selbstständigen viele Vorteile. Sie sind eine zeitsparende Alternative zur manuellen Erstellung und bieten umfassende Unterstützung bei der Erfassung von Daten und der Einhaltung steuerlicher Vorgaben. Dabei werden steuerliche Potenziale oft besser ausgeschöpft, als dies ohne Software der Fall wäre.

1. Effizienz und Zeitersparnis

Moderne Steuer-Apps und -Programme führen Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess der Steuererklärung. Automatisierte Funktionen wie die Übernahme von Daten aus elektronischen Bescheinigungen (z. B. Lohnsteuerbescheinigung oder Rentenmitteilungen) reduzieren den manuellen Aufwand erheblich. Funktionen wie Plausibilitätsprüfungen oder automatische Fehlersuche vermeiden häufige Eingabefehler und beschleunigen die Erstellung der Erklärung.

Vorteile Beispiele
Automatische Datenübernahme Lohnsteuerbescheinigung einfügen
Plausibilitätsprüfung Fehlererkennung und -vermeidung
Schnelle Bearbeitung Schritt-für-Schritt-Anleitung

2. Steuerliche Optimierung

Die Programme bieten hilfreiche Hinweise, um steuerliche Vorteile optimal zu nutzen. Durch eingebaute Steuerrechner und automatische Hinweise auf absetzbare Posten, wie Werbungskosten oder Sonderausgaben, lassen sich potenzielle Ersparnisse leicht identifizieren. Steuerprogramme vergleichen oft verschiedene Szenarien (z. B. Einzel- oder Zusammenveranlagung) und empfehlen die günstigste Option.

3. Zusatzfunktionen für Selbstständige und Sonderfälle

Viele Steuerprogramme bieten spezielle Funktionen für Selbstständige, Freiberufler oder Personen mit komplexen steuerlichen Anforderungen. Dazu zählen Werkzeuge zur Erstellung von Einnahmen-Überschuss-Rechnungen, Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder Gewerbesteuererklärungen. Selbst für Photovoltaikanlagen oder Vermietungseinkünfte gibt es spezialisierte Funktionen. Diese Erweiterungen machen Steuer-Apps zu einer praktischen Lösung auch für komplexere Steuerfälle.

4. Kosten-Nutzen-Verhältnis

Der Einsatz von Steuer-Apps und -Programmen bietet für viele ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Steuer-Apps und -Programme sind in der Regel deutlich günstiger als ein Steuerberater, und mit ELSTER gibt es sogar eine kostenlose Möglichkeit. Die Möglichkeit, Steuerbescheide auf Fehler zu überprüfen und direkt Einspruch einzulegen, erhöht den Mehrwert zusätzlich.

Steuer-Apps und -Programme sind damit eine flexible, zeitsparende und kostengünstige Möglichkeit, die jährliche Steuererklärung effizient zu erledigen und steuerliche Vorteile bestmöglich zu nutzen.

Häufige Fragen zu Steuer-Apps

Sind Steuer-Apps sicher?

Seriöse Apps übermitteln die Erklärung verschlüsselt über die offizielle ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt. Prüfe vor der Nutzung, wo der Anbieter deine Daten speichert, ob er sie an Dritte weitergibt und wie du sie löschen kannst.

Muss ich ELSTER nutzen, wenn ich eine Steuer-App verwende?

Nein, die meisten Apps übermitteln die Daten selbst über die ELSTER-Schnittstelle. Für den automatischen Belegabruf brauchst du je nach Anbieter aber ein ELSTER-Zertifikat oder eine Freischaltung.

Lohnt sich eine Steuer-App auch ohne Pflicht zur Abgabe?

Häufig ja. Wer freiwillig eine Erklärung abgibt, bekommt häufig Geld zurück – etwa durch Werbungskosten, Handwerkerleistungen oder Spenden. Die freiwillige Erklärung kannst du bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben.

Häufige Fragen und Antworten

Hier findet man die häufigseten Fragen und Antworten zu diesem Thema:

Welche ist die beste App für die Steuererklärung?

Welche App am besten passt, hängt von deiner Situation ab. Für einfache Fälle reicht oft das kostenlose ELSTER-Portal der Finanzverwaltung. Kommerzielle Steuer-Apps führen dich mit Fragen durch die Erklärung und kosten meist eine Gebühr. Achte auf Preis, Bedienung und darauf, ob die App deinen Fall abdeckt, etwa Vermietung oder Selbstständigkeit.

Welche Steuer-App holt am meisten raus?

Alle Steuer-Apps und -Programme werben mit der Höhe der durchschnittlichen Rückerstattung ihrer Nutzer. Diese ist bei fast allen Anbietern ähnlich hoch. Die Höhe hängt dabei in der Regel mehr von der Eingabe der Nutzer als dem Angebot und den Funktionen der Apps ab.

Sind Steuer-Apps sinnvoll?

Ja, diese Apps können durchaus sinnvoll für die Einreichung der Steuererklärung sein. Einerseits sind dabei keine großen Vorkenntnisse zu den Formularen oder steuerlichen Regelungen notwendig und andererseits werden die Daten bei vielen Anbietern durch einfache Gespräche oder Fragestellungen eingeholt.

Stand: 06.10.2026, um 20:37 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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