Sozialversicherungsbeiträge 2026 & 2027

Die Sozialversicherungsbeiträge sind in Deutschland grundsätzlich von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bzw. Erwerbstätige zu entrichten. Sie werden anhand des Bruttoeinkommens berechnet. Dazu zählen die gesetzliche Krankenversicherung, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

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Sozialversicherungsbeitrag-Rechner
Wie viel Sozialabgaben fallen an?
Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung – aufgeteilt nach Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil (2026).
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Kassenabhängig, Ø ca. 2,9%.

Übersicht

  • Zu den Sozialversicherungsbeiträgen zählen die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Die Beiträge werden prozentuell vom Bruttoeinkommen abgezogen. Das ergibt die steuerliche Bemessungsgrundlage.
  • Es gelten monatliche Obergrenzen für die Beitragshöhe. Diese werden jährlich aufgewertet und somit angehoben.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden vom Bruttoeinkommen abgezogen. Dadurch errechnet sich die Bemessungsgrundlage der Lohnsteuer bzw. Einkommensteuer. Die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge liegt bei durchschnittlich 42,30 Prozent ab 2026, wobei je die Hälfte der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt. Das bedeutet für Beschäftigte eine durchschnittliche Höhe von gut 21,00 Prozent ab Januar 2026.

Tabelle 2026

Sozialversicherungsbeiträge 2026 und 2027

Beitrag 2026 2027 **
Krankenversicherung 14,60% (je 7,30%*) 14,60% (je 7,30%*)
Zuschlag
zur Krankenversicherung
2,90% 2,90%
Pflegeversicherung 3,60% (je 1,80%*) 3,60% (je 1,80%*)
Beitragszuschlag
zur Pflegeversicherung
0,60% 0,60%
Rentenversicherung 18,60% (je 9,30%*) 18,60% (je 9,30%*)
Arbeitslosenversicherung 2,60% (je 1,30%*) 2,60% (je 1,30%*)
* Die Beträge werden je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingezahlt.

Beitragsbemessungsgrenze 2026 und 2027

Beitragsbemessungsgrenze 2026 2027 **
Renten- und Arbeitslosenversicherung
bundeseinheitlich
8.450,00 Euro 8.850,00 Euro
Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 Euro 6.375,00 Euro
** Die Werte für 2027 beruhen auf dem Referentenentwurf zur Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 und sind noch nicht endgültig beschlossen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung wird für 2027 erst im Herbst 2026 festgelegt.

Hinweis
Mit dem Brutto-Netto-Rechner können die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge, sowie die Einkommensteuer und das Nettoeinkommen berechnet werden.

Beitragsbemessungsgrenzen

Sie unterliegen zudem einer monatlichen Beitragsbemessungsgrenze. Das bedeutet, dass sie ab einer bestimmten Einkommensgrenze nicht weiter steigen. Diese Beitragsbemessungsgrenze liegt für die Kranken- und Pflegeversicherung ab 2026 bei 5.812,50 Euro pro Monat. Sie gilt bundesweit einheitlich. 2025 lag sie bei 5.512,50 Euro, 2024 bei 5.175 Euro.

Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung gilt ab 2026 eine Grenze 8.450 Euro für alle Bundesländer. 2025 lag sie bei 8.050 Euro. Bis Ende 2024 wurde in der Renten- und Arbeitslosenversicherung zwischen neuen (Osten) und alten Bundesländern (Westen) unterschieden; 2024 lag die Grenze im Westen bei 7.550 Euro und im Osten bei 7.450 Euro.

Seit 2025 wird die Beitragsbemessungsgrenze also für alle Bundesländer in Deutschland einheitlich festgelegt. Die Sozialversicherungsbeiträge können mit dem Brutto-Netto-Rechner auf Finanz.de berechnet werden.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung beträgt für Erwerbstätige 14,60 Prozent des Bruttoeinkommens und wird ab 2026 bis zu einem maximalen Betrag von monatlich 5.812,50 vom Brutto-Einkommen abgezogen. Der Beitrag wird je zur Hälfte (7,30 Prozent) vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt. Dabei sind Zusatzbeiträge sind je nach Krankenkasse möglich. Dieser liegt ab 2026 bei durchschnittlich 2,9 Prozent. 2025 lag er bei 2,5 Prozent, 2024 bei 1,7 Prozent. Der Gesamtbeitrag liegt ab 2026 also bei 17,5 Prozent des Brutto-Einkommens.

Zusatzbeitragssatz

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung ist zuletzt deutlich gestiegen: von 1,7 Prozent (2024) auf 2,5 Prozent (2025) und 2,9 Prozent (2026). Dieser Wert gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze.

Der ermäßigte Beitragssatz der Krankenversicherung liegt bei 14,00 Prozent. Er teilt sich zu je 7,00 Prozent auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung beträgt 3,60 Prozent ab 2026 und wird je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer (1,80 Prozent) bezahlt. Zum 1. Januar 2025 stieg er von 3,40 auf 3,60 Prozent. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen zusätzlich einen Beitragszuschlag von 0,60 Prozent, den sie allein tragen; Eltern mit mehreren Kindern unter 25 Jahren erhalten Abschläge. Der Beitrag wird 2026 höchstens aus einem Monatseinkommen von 5.812,50 Euro berechnet.

Insgesamt liegt die Höhe der Pflegeversicherung ab 2026 also bei 3,60 Prozent des Brutto-Einkommens. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichten je die Hälfte des Betrages. Ab dem zweiten Kind wird der Wert um je 0,25 Prozent gesenkt. Das gilt bis zu einem Wert von 1,00 Prozent - also bis zum fünften Kind.

Sonderfall Sachsen: Hier zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht je die Hälfte. Für Arbeitnehmer fallen 2,30 Prozent und für Arbeitgeber 1,30 Prozent an (Werte ab Januar 2026).

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung beträgt 9,30 Prozent bis zu einem maximalen Monatsbetrag von 8.450 Euro ab 2026. 2025 lag die Grenze bei 8.050 Euro. Insgesamt beträgt sie 18,60 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen auch bei der Rentenversicherung jeweils die Hälfte.

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung beträgt 2,60 Prozent vom Bruttoeinkommen bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 8.450 Euro ab 2026. 2025 lag die Grenze bei 8.050 Euro; seit 2025 gilt sie für alle Bundesländer einheitlich. In Summe beträgt sie 2,60 Prozent, wird jedoch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte (1,30 Prozent) entrichtet.

Lohn- und Einkommensteuer

Neben den Sozialversicherungsbeiträgen werden bei der Berechnung des Nettoeinkommens auch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer berücksichtigt. Der Soli fällt aufgrund einer erhöhten Freigrenze jedoch nur noch bei hohen Einkommen an, die Kirchensteuer nur bei einer Kirchenmitgliedschaft.

Die Bemessungsgrundlage - also das Bruttoeinkommen abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge - dient der Berechnung der Lohn- und Einkommensteuer. Dabei werden ebenfalls Freibeträge und die Werbungskostenpauschale bzw. Sonderausgabenpauschale berücksichtigt.

Die Einkommensteuertabelle ist dabei progressiv gestaltet - der Steuersatz steigt also mit höherem Einkommen an. Es gilt zudem ein Grundfreibetrag, für den keine Steuern anfallen.

Einkommen (2026) * Steuersatz (2026) Einkommen (2027) ** Steuersatz (2027) **
bis 12.348 Euro 0% bis 12.564 Euro 0%
bis 17.799 Euro 14 - 24% bis 17.799 Euro 14 - 24%
bis 69.878 Euro 24 - 42% bis 70.600 Euro 24 - 42%
bis 277.825 Euro 42% bis 249.999 Euro 42%
ab 277.826 Euro 45% bis 279.999 Euro 45%
– – ab 280.000 Euro 47%
* Das Einkommen betrifft das zu versteuernde Jahreseinkommen (Brutto abzgl. Sozialversicherung).
** Die Werte für 2027 beruhen auf dem Regierungsentwurf vom 2. September 2026 und sind noch nicht beschlossen. Grund- und Kinderfreibetrag gelten dabei als vorläufig (abhängig vom Existenzminimumbericht im Herbst 2026). Neu ab 2027 ist eine zweite Reichensteuerstufe von 47%.
Stand: 02.10.2026, um 23:18 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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