Vorsorge & Altersvorsorge
Altersvorsorge im Überblick: gesetzliche Rente, Riester, Rürup, Betriebsrente und private Vorsorge – mit Rechnern und Ratgebern zur Rentenlücke.
Übersicht
- Die Altersvorsorge ruht auf gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge.
- Die gesetzliche Rente allein reicht meist nicht zum Erhalt des Lebensstandards.
- Staatlich gefördert werden Riester-, Rürup- und Betriebsrente.
- Je früher man startet, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
Alles rund um die Altersvorsorge – von der gesetzlichen Rente über die Riester- und Rürup-Rente bis zur betrieblichen Altersvorsorge. Die folgenden Ratgeber und Rechner helfen dir, deine Vorsorge zu planen und Förderungen optimal zu nutzen.
Die gesetzliche Rente als Basis
Die gesetzliche Rente ist für die meisten der wichtigste Baustein. Der Großteil der Angestellten in Deutschland ist verpflichtet, einen Teil seines Einkommens in die Deutsche Rentenversicherung einzuzahlen, die später auch die Renten auszahlt. Daneben gibt es andere Systeme:
- Berufsständische Versorgungswerke: Kammerberufe wie Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Architekten oder Steuerberater können sich über ihr Versorgungswerk absichern.
- Beamtenversorgung: Beamte, etwa Lehrer, Polizisten oder Berufssoldaten, zahlen nicht in die Rentenversicherung ein und erhalten im Ruhestand eine Pension.
- Selbstständige: Sie können ihre Vorsorge grundsätzlich frei wählen. Ausnahmen gelten unter anderem für Handwerker, Hebammen, selbstständige Lehrer und Erzieher, Pflegekräfte, Künstler und Publizisten sowie Selbstständige mit nur einem Auftraggeber – sie sind rentenversicherungspflichtig. Alle anderen können freiwillig einzahlen.
Warum zusätzliche Vorsorge wichtig ist
Die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Zwischen dem letzten Nettogehalt und der späteren Rente klafft die sogenannte Rentenlücke. Sie entsteht vor allem aus zwei Gründen:
- Die Rente fällt in der Regel deutlich niedriger aus als das frühere Arbeitseinkommen.
- Die Bevölkerung altert: Im Umlageverfahren finanzieren immer weniger Beitragszahler die Renten einer wachsenden Zahl von Rentnern.
Weil die Ausgaben im Ruhestand meist nicht im gleichen Maß sinken wie das Einkommen, solltest du deine persönliche Lücke früh berechnen. Wer früh zusätzlich vorsorgt, profitiert vom Zinseszins und von staatlicher Förderung.
Die drei Schichten der Altersvorsorge
Man unterscheidet drei Schichten: die Basisvorsorge (gesetzliche Rente und Rürup-Rente), die geförderte Zusatzvorsorge (Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge) sowie die private Vorsorge mit Sparplänen, Fonds und Versicherungen.
Die wichtigsten Vorsorge-Bausteine
- Riester-Rente: Wegen der Zulagen vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener interessant. Ab 2027 wird sie durch ein neues Fördersystem mit Altersvorsorgedepot abgelöst; bestehende Verträge laufen weiter.
- Rürup-Rente (Basisrente): Speziell für Selbstständige und Gutverdiener – die Beiträge sind steuerlich voll absetzbar.
- Betriebliche Altersvorsorge: Über die Entgeltumwandlung zahlst du Beiträge aus dem Bruttolohn, sparst Steuern und Sozialabgaben und bekommst einen Arbeitgeberzuschuss. Was später von der Betriebsrente netto übrig bleibt, zeigt unser Rechner.
- Private Rentenversicherung: Ohne staatliche Förderung in der Ansparphase; die Rente wird im Alter nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Sie lohnt sich nur bei niedrigen Kosten.
- Kapital-Lebensversicherung: Kombiniert eine Risikoabsicherung mit einem Sparvertrag. Für Verträge ab 2005 sind die Beiträge nicht mehr absetzbar und die Erträge bei Auszahlung steuerpflichtig; durch die oft intransparente Kostenaufteilung und die nicht garantierte Überschussbeteiligung ist sie heute selten attraktiv.
- ETF-Sparplan: Flexibel und kostengünstig, aber ohne Garantie – ideal für den langfristigen Vermögensaufbau neben der geförderten Vorsorge.
Rechner rund um die Vorsorge
Mit unseren Rechnern findest du heraus, wie groß deine Versorgungslücke ist, wie viel eine Entgeltumwandlung oder Rürup-Rente an Steuern spart und welcher Baustein am besten zu dir passt. Die Vorsorgeaufwendungen kannst du innerhalb der Höchstgrenzen in der Steuererklärung absetzen und so deine Steuerlast senken.
