Abfindungsrechner

Mit dem Abfindungsrechner berechnest du die Steuer auf deine Abfindung nach der Fünftelregelung und siehst, wie viel netto übrig bleibt.

Berechne…
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Abfindungsrechner (Fünftelregelung)
Wie viel Steuer kostet deine Abfindung?
Die Fünftelregelung mildert die Steuerprogression bei einmaligen Zahlungen. Der Rechner vergleicht mit und ohne.
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Übersicht

  • Eine Abfindung wird über die Fünftelregelung ermäßigt besteuert.
  • Die Steuer wird berechnet, als flösse die Abfindung über fünf Jahre.
  • Seit 2025 wird die Fünftelregelung erst in der Steuererklärung angewandt.
  • Der Rechner zeigt die Steuer auf die Abfindung nach dem Grundtarif.

Eine Abfindung bei Verlust des Arbeitsplatzes ist voll steuerpflichtig, wird aber wegen der Steuerprogression durch die Fünftelregelung begünstigt. Mit dem Abfindungsrechner siehst du, wie viel Steuer anfällt und wie viel netto bleibt.

Wie funktioniert die Fünftelregelung?

Die Abfindung gilt steuerlich als außerordentliche Einkünfte (§ 34 EStG). Bei der Fünftelregelung wird rechnerisch nur ein Fünftel der Abfindung zum übrigen Einkommen addiert und die darauf entfallende zusätzliche Steuer anschließend mit fünf multipliziert. So wird der Progressionssprung abgemildert – besonders wirksam bei niedrigem laufendem Einkommen im Jahr der Auszahlung.

Beispiel

Bei 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und 50.000 Euro Abfindung wird nicht die volle Abfindung on top versteuert, sondern zunächst 10.000 Euro (ein Fünftel). Die zusätzliche Steuer darauf wird verfünffacht. Der Rechner stellt beide Varianten – mit und ohne Fünftelregelung – gegenüber.

Seit 2025: nur noch in der Steuererklärung

Seit 2025 wird die Fünftelregelung nicht mehr automatisch über die Lohnabrechnung angewendet. Der Arbeitgeber behält zunächst die volle Lohnsteuer ein; den Steuervorteil holst du dir über die Einkommensteuererklärung zurück.

Abfindung ist sozialabgabenfrei

Auf eine echte Abfindung fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an – kein Kranken-, Renten-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherungsbeitrag. Dadurch bleibt netto deutlich mehr übrig als bei regulärem Arbeitslohn. Ausnahme: Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte können Beiträge auf die Abfindung zahlen müssen.

Auszahlungszeitpunkt clever wählen

Weil die Fünftelregelung besonders stark wirkt, wenn das übrige Jahreseinkommen niedrig ist, kann es sich lohnen, die Auszahlung in ein Jahr mit geringem Einkommen zu legen (z. B. bei längerer Arbeitslosigkeit oder zum Jahresbeginn ohne weiteres Gehalt). Seit 2025 wird die Fünftelregelung nur noch über die Steuererklärung angewandt.

Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld

Eine Abfindung kürzt das Arbeitslosengeld in der Regel nicht – solange die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten wurde. Wird sie unterschritten, kann das Arbeitslosengeld ruhen. Vor jeder „steuerlichen Optimierung“ sollten deshalb auch die arbeitslosenrechtlichen Folgen geprüft werden.

Tipp
Wichtig ist das Zuflussjahr: Wird die Abfindung in ein Jahr mit geringem sonstigen Einkommen gelegt (etwa bei längerer Arbeitslosigkeit), fällt der Steuervorteil oft größer aus. Soli und Kirchensteuer kommen zur berechneten Einkommensteuer noch hinzu.
Stand: 30.09.2026, um 10:26 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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