Leasingrate berechnen
Wie hoch ist die monatliche Leasingrate? Der Rechner ermittelt sie aus Anschaffungswert, Sonderzahlung, Restwert, Laufzeit und Zins – mit Zinsanteil und Gesamtkosten.
Aus Anschaffungswert, Sonderzahlung, Restwert, Laufzeit und Zins – mit monatlicher Rate und Gesamtkosten.
Übersicht
- Die Leasingrate deckt den Wertverlust plus Zinsen auf das gebundene Kapital.
- Eine Sonderzahlung und ein hoher Restwert senken die monatliche Rate.
- Kilometerleasing ist für Privatkunden meist transparenter als Restwertleasing.
- Versicherung, Wartung und Mehrkilometer sind nicht in der Rate enthalten.
Beim Leasing nutzt du ein Auto, eine Maschine oder IT-Ausstattung gegen eine monatliche Rate, ohne Eigentümer zu werden. Die Höhe der Leasingrate hängt vor allem davon ab, wie viel Wert das Objekt während der Laufzeit verliert und welcher Zins auf das gebundene Kapital anfällt.
Der Rechner oben ermittelt die monatliche Leasingrate aus Anschaffungswert, Sonderzahlung, Restwert, Laufzeit und Zinssatz. Hier erfährst du, wie sich die Rate zusammensetzt, wie du Angebote mit dem Leasingfaktor vergleichst und welche Kosten in der Rate nicht enthalten sind.
Wie setzt sich die Leasingrate zusammen?
Die Rate deckt zwei Bestandteile: den Wertverlust über die Laufzeit, also Anschaffungswert minus Sonderzahlung minus Restwert, und den Zinsanteil auf das Kapital, das der Leasinggeber während der Laufzeit bindet. Weil der Restwert erst am Ende zurückfließt, zahlst du auch auf ihn Zinsen.
Mathematisch ist die Leasingrate eine Annuität mit Restwert. Der Rechner verwendet die Formel Rate = (K − RW × (1 + i)−n) × i ÷ (1 − (1 + i)−n). Dabei ist K der Anschaffungswert abzüglich Sonderzahlung, RW der Restwert, n die Laufzeit in Monaten und i der Jahreszins geteilt durch 1.200.
Ein Beispiel: Ein Neuwagen hat einen Listenpreis von 40.000 €, nach Rabatt einen Anschaffungswert von 36.000 €. Nach 36 Monaten wird ein Restwert von 22.000 € angesetzt, der Zins beträgt 3,9 %. Der reine Wertverlust beträgt 14.000 €, also 388,89 € im Monat. Mit Zinsen ergibt sich eine Leasingrate von 484,21 €. Über die Laufzeit zahlst du 17.431,68 €, davon 3.431,68 € Zinsanteil.
Sonderzahlung, Restwert und Zins im Vergleich
Viele Angebote werben mit niedrigen Raten, die nur durch eine hohe Sonderzahlung entstehen. Die folgende Tabelle zeigt das Beispielfahrzeug (Anschaffungswert 36.000 €, Restwert 22.000 €, 36 Monate, 3,9 %) mit unterschiedlichen Sonderzahlungen:
| Sonderzahlung | Monatsrate | Gesamtaufwand (Raten + Sonderzahlung) | Leasingfaktor | Gesamtkostenfaktor |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 484,21 € | 17.431,68 € | 1,21 | 1,21 |
| 3.000 € | 395,77 € | 17.247,89 € | 0,99 | 1,20 |
| 6.000 € | 307,34 € | 17.064,10 € | 0,77 | 1,19 |
Die Rate sinkt mit 6.000 € Sonderzahlung um fast 177 €, der Gesamtaufwand aber nur um rund 368 €, weil du lediglich die Zinsen auf die vorab gezahlten Beträge sparst. Der Leasingfaktor wirkt dadurch deutlich besser, als das Angebot tatsächlich ist.
Auch der Zinssatz wirkt spürbar. Bei sonst gleichen Annahmen ohne Sonderzahlung beträgt die Rate bei 0 % Zins 388,89 €, bei 3,9 % 484,21 € und bei 5,9 % 533,44 €. Ein höherer Restwert senkt die Rate ebenfalls: Mit 24.000 € statt 22.000 € Restwert sind es bei 3,9 % nur noch 431,75 €.
Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor
Der Leasingfaktor macht Angebote für unterschiedlich teure Fahrzeuge vergleichbar. Er wird so berechnet: monatliche Rate ÷ Bruttolistenpreis × 100. Je niedriger der Wert, desto günstiger das Angebot. Werte unter 1 gelten im Privatleasing häufig als gut, Werte deutlich unter 0,7 als sehr gut. Solche Angebote entstehen meist durch Herstellerförderung, hohe Restwerte oder Rabatte.
Weil der Leasingfaktor Sonderzahlung und Nebenkosten ausblendet, ist der Gesamtkostenfaktor aussagekräftiger: (Rate + Sonderzahlung und einmalige Kosten ÷ Laufzeit) ÷ Bruttolistenpreis × 100. Rechne Überführung und Zulassung mit ein, wenn sie der Händler separat berechnet.
Restwert- und Kilometerleasing
Beim Restwertleasing wird ein fester Restwert vereinbart. Ist das Fahrzeug bei Rückgabe weniger wert, zahlst du die Differenz. Damit trägst du das Risiko von Marktpreisschwankungen, Schäden und einer schwächeren Nachfrage nach dem Modell.
Beim Kilometerleasing vereinbarst du eine Fahrleistung. Am Ende rechnet der Leasinggeber nur Mehr- oder Minderkilometer sowie Schäden über die übliche Abnutzung hinaus ab. Für Privatkunden ist das meist transparenter. Schätze deine jährliche Fahrleistung realistisch, denn Mehrkilometer sind in der Regel teurer, als Minderkilometer vergütet werden.
Was der Rechner nicht enthält
Die berechnete Rate ist der finanzmathematische Kern des Vertrags. Für die echten Kosten musst du weitere Posten addieren:
- Vollkaskoversicherung: Beim Leasing in aller Regel Pflicht, oft ergänzt um eine GAP-Deckung für die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Ablösewert bei Totalschaden oder Diebstahl.
- Überführung und Zulassung: Je nach Händler mehrere hundert bis über tausend Euro.
- Wartung, Verschleiß und Reifen: Nur bei Service-Paketen in der Rate enthalten.
- Kosten bei Rückgabe: Mehrkilometer, Schäden und gegebenenfalls Restwertdifferenz.
- Kfz-Steuer: Trägst du als Halter in der Regel selbst.
Ein Leasingvertrag ist während der Laufzeit kaum kündbar. Eine vorzeitige Auflösung ist meist nur gegen eine Ablösezahlung oder über eine Vertragsübernahme durch einen Nachfolger möglich.
Leasing oder Kauf?
Leasing kann sich lohnen, wenn du regelmäßig ein neues Fahrzeug fahren möchtest, planbare Monatskosten bevorzugst oder als Selbstständiger die Raten als Betriebsausgabe ansetzt. Bei Firmenwagen spielt zusätzlich die Besteuerung der privaten Nutzung eine Rolle, mehr dazu unter Firmenwagen.
Wer ein Fahrzeug viele Jahre fährt, kommt mit einem Kauf oder Autokredit häufig günstiger weg, weil der Wertverlust nach den ersten Jahren deutlich abflacht. Den direkten Vermögensvergleich beider Varianten rechnest du mit Leasing oder Kauf.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Leasingsonderzahlung?
Finanziell bringt sie nur die Zinsersparnis auf den vorab gezahlten Betrag. Gleichzeitig ist das Geld bei einem Totalschaden oft verloren, wenn keine passende Versicherung greift. Eine Sonderzahlung ist daher vor allem sinnvoll, wenn du die Monatsrate gezielt senken möchtest und die Risiken kennst.
Wie realistisch sind die Leasingraten aus dem Rechner?
Der Rechner zeigt die rechnerisch korrekte Rate für deine Eingaben. Hersteller und Händler subventionieren Angebote aber oft über Rabatte, niedrige Zinsen oder hohe Restwerte. Ein konkretes Angebot kann deshalb günstiger, durch Zusatzkosten aber auch teurer ausfallen.
Welcher Zinssatz steckt in einem Leasingangebot?
Viele Angebote nennen einen effektiven Jahreszins. Er ist eine wichtige Vergleichsgröße, wie du auf der Seite effektiver Jahreszins nachlesen kannst. Fehlt die Angabe, kannst du im Rechner verschiedene Zinssätze ausprobieren, bis die Rate zum Angebot passt.
Kann ich das Leasingfahrzeug am Ende kaufen?
Beim Kilometerleasing ist das nicht vertraglich vorgesehen, viele Leasinggeber bieten es aber an. Beim Restwertleasing ist eine Übernahme zum vereinbarten Restwert oft möglich. Prüfe vorher, ob dieser Preis über dem Marktwert liegt.
