Geschäftskonto im Vergleich 2026

Welches Geschäftskonto passt zu dir? Hier erfährst du, worauf es bei Kosten, Einlagensicherung, Bargeld und Rechtsform ankommt – und wann ein Online-Konto oder eine Filialbank die bessere Wahl ist.

Übersicht

  • Für GmbH und UG ist ein Geschäftskonto praktisch unverzichtbar, für Selbstständige meist sinnvoll.
  • Nicht jeder Anbieter ist eine Bank – bei Zahlungs- und E-Geld-Instituten gibt es keine gesetzliche Einlagensicherung.
  • Neben dem Grundpreis zählen die Kosten für Buchungen, Karten und Bargeld.
  • Kontogebühren sind als Betriebsausgaben absetzbar.

Anbieter und Produkte im Vergleich

Postbank Business Gründerkonto

Postbank Business Gründerkonto - Firmenkonto
Grundpreis mtl. *
0 €
* im 1. Jahr 0 €, danach 16,90 € mtl. (Business Giro aktiv); Gründung höchstens 365 Tage zurück
Das Gründerkonto der Postbank ist das Business Giro aktiv ohne Grundpreis im ersten Jahr für Gründungen, die höchstens 365 Tage zurückliegen.

0,22 € je beleglose SEPA-Buchung. Kontoeröffnung online per Videoident möglich. Gesetzliche Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken) bis 100.000 € und zusätzlich Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Bargeld: kostenlos an Cash-Group-Automaten und weltweit in über 60 Ländern; Einzahlung per Bargeld-Code 1,5 %
Debitkarte: Business Card plus: im 1. Jahr 0 €, danach 24 € pro Jahr
Kreditkarte: Mastercard Business Classic: im 1. Jahr 0 €, danach 30 € pro Jahr (Bonität vorausgesetzt)

Deutsche Bank

Deutsche Bank - Firmenkonto
Grundpreis mtl. ab
14,90 €
Business Basic 14,90 / Classic 24,90 / Premium 39,90 € mtl.
Die Deutsche Bank bietet Geschäftskonten ab 14,90 € pro Monat für Geschäftskunden, die Beratung wünschen.
  • Grundpreis pro Monat: Business BasicKonto 14,90 €, ClassicKonto 24,90 €, PremiumKonto 39,90 €
  • Buchungen: 0,30 / 0,20 / 0,10 € je beleglose Buchung
  • Institut / Einlagensicherung: Deutsche Bank AG, gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €
  • Bargeld einzahlen: Kasse 4 € je Posten
  • Gründerkonto: im 1. Jahr 0 € Grundpreis
  • geeignet für: Selbstständige bis Unternehmen, mit Beratung
Bargeld: Deutsche Bank/Postbank-Automaten frei; fremde Automaten 3,95 €; Kasse 4 €
Debitkarte: Deutsche Bank Card Business (Debit Mastercard) inkl.
Kreditkarte: BusinessCard: 29 € p. a. (Basic), in Classic und Premium inkl.
Girocard: Deutsche Bank Card Service: 36 / 24 / 12 € p. a. (Basic/Classic/Premium)

Deutsche Bank Business Gründerkonto

Deutsche Bank Business Gründerkonto - Firmenkonto
Grundpreis mtl. *
0 €
* im 1. Jahr 0 €, danach 24,90 € mtl.; Gründung höchstens 365 Tage zurück
Das Gründerkonto der Deutschen Bank kostet im ersten Jahr keinen Grundpreis und enthält Debitkarten sowie eine BusinessCard für Gründungen, die höchstens 365 Tage zurückliegen.

0,20 € je beleglose SEPA-Buchung. Kontoeröffnung online per Videoident oder Postident möglich. Gesetzliche Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken) bis 100.000 € und zusätzlich Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Bargeld: kostenlos an Automaten der Deutsche Bank Gruppe im In- und Ausland und weltweit in über 30 Ländern
Debitkarte: bis zu 2 Deutsche Bank Card Business inklusive
Kreditkarte: Deutsche Bank BusinessCard inklusive (Bonität vorausgesetzt)

Postbank Business

Postbank Business - Firmenkonto
Grundpreis mtl. ab
12,90 €
Neukundenbonus
0 € Grundpreis bis 30.06.2027, danach regulärer Grundpreis
Business Giro 12,90 / aktiv 16,90 / aktiv plus 24,90 € mtl.
Postbank Business kostet regulär 12,90 bis 24,90 € pro Monat, aktuell bis 30.06.2027 ohne Grundpreis, und richtet sich an Geschäftskunden, die eine Filiale nutzen wollen.
  • Grundpreis pro Monat: Business Giro 12,90 €, aktiv 16,90 €, aktiv plus 24,90 € (bis 30.06.2027 0 €)
  • Buchungen: 0,28 / 0,22 / 0,12 € je beleglose Buchung
  • Institut / Einlagensicherung: Postbank, Niederlassung der Deutsche Bank AG, gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €
  • Bargeld einzahlen: in Filialen und an Automaten mit Einzahlfunktion; Bargeld-Code an Partnerkassen 1,5 %
  • Kreditlinie: 2,00 % p. a. Bereitstellungsprovision auf den nicht genutzten Teil
  • geeignet für: Geschäftskunden mit Filiale
Dispo: Business Kreditlinie 9,95 % p. a. (geduldet 14,95 %)
Bargeld: Postbank/Deutsche Bank-Automaten frei; fremde Automaten 3,95 €; Bargeld-Code frei
Debitkarte: Postbank Card Business (Debitkarte) inkl.
Kreditkarte: Mastercard Business Card Classic: 1. Jahr 0 €, danach 30 € p. a.
Girocard: Postbank Service Card 12 bis 36 € p. a. je Kontomodell
Auswahl und Reihenfolge der Anbieter legt die Redaktion fest; dabei fließen auch Kooperationen und Werbepartnerschaften ein. Die Übersicht ist kein vollständiger Marktvergleich. Konditionen laut Anbieter, Stand: 03.10.2026, ohne Gewähr. Für Abschlüsse über „zum Angebot“ erhalten wir gegebenenfalls eine Provision – am Preis ändert sich für dich nichts.

Ein Geschäftskonto trennt betriebliche und private Zahlungen sauber voneinander – das spart Zeit bei der Buchhaltung und schafft Klarheit gegenüber dem Finanzamt. Für eine GmbH oder UG ist ein eigenes Konto praktisch unverzichtbar, für Selbstständige und Freiberufler ist es freiwillig, aber meist sinnvoll. Viele Banken untersagen zudem in ihren Bedingungen, ein privates Girokonto geschäftlich zu nutzen.

Welche Geschäftskonten es aktuell gibt und was sie kosten, zeigt die Anbieterübersicht oben auf dieser Seite. Hier erfährst du, worauf es bei der Auswahl ankommt – von der Art des Instituts über die Kostenbestandteile und Bargeld bis zur passenden Rechtsform.

Welche Arten von Geschäftskonten gibt es?

Geschäftskonten werden von ganz unterschiedlichen Instituten angeboten. Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden, die sich vor allem bei Service, Bargeld und Einlagensicherung unterscheiden:

Art des Anbieterstypische Merkmalepasst eher für
Filialbanken (z. B. Sparkassen, Volksbanken und andere Genossenschaftsbanken)persönliche Beratung, Bargeldeinzahlung am Automaten oder Schalter, Kreditlinien und Kreditkarten aus einer Hand; Grundpreise und Buchungsposten oft höher als bei reinen Online-AngebotenBetriebe mit viel Bargeld, Beratungsbedarf oder Finanzierungswunsch
Direktbanken und NeobankenKontoführung per App oder online, oft Tarife mit geringem oder ohne Grundpreis, gesetzliche Einlagensicherung; Bargeld nur eingeschränkt oder gegen GebührFreiberufler, Selbstständige und digitale Unternehmen
Zahlungs- und E-Geld-InstituteKonto mit IBAN, Karten und digitalen Funktionen wie Unterkonten oder Belegerfassung; keine gesetzliche Einlagensicherung, Kundengelder werden getrennt verwahrtSelbstständige und Unternehmen mit geringen Guthaben auf dem Konto

Bank oder Zahlungsdienst: Der wichtige Unterschied

Nicht jeder Anbieter mit deutscher IBAN ist eine Bank. Manche Geschäftskonten werden von Zahlungs- oder E-Geld-Instituten angeboten. Sie müssen Kundengelder getrennt verwahren, eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gibt es dort aber nicht. Bei Banken – ob Direktbanken, Neobanken, Filialbanken, Sparkassen oder Genossenschaftsbanken – sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt, auch die von Unternehmen. Sparkassen und Genossenschaftsbanken gehören zusätzlich einer Institutssicherung an. Wer höhere Guthaben auf dem Geschäftskonto hält, sollte darauf achten.

Zwei Sonderfälle solltest du kennen: Manche Anbieter sind selbst keine Bank, sondern führen das Konto über eine Partnerbank – dann ist das Guthaben über die Einlagensicherung dieser Bank geschützt. Andere Anbieter sind Banken mit Sitz in einem anderen EU-Land; dann gilt die Einlagensicherung dieses Landes, ebenfalls bis 100.000 Euro. Welches Institut hinter einem Konto steht, findest du im Impressum, in den Vertragsbedingungen oder in der Unternehmensdatenbank der BaFin.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Neben dem Grundpreis zählen die Kosten je Buchung, für Karten und Bargeld. Bei Filialbanken sind in den kleinen Tarifen oft nur wenige Buchungen frei, bei Online-Anbietern ist die Zahl der kostenlosen Überweisungen je Tarif begrenzt. Vergleiche deshalb nicht nur den Grundpreis, sondern rechne mit deinem tatsächlichen Nutzungsprofil.

Kostenartworauf du achten solltest
Grundpreismonatlich oder jährlich; teils günstiger bei Jahreszahlung, teils zuzüglich Umsatzsteuer angegeben
BuchungspostenZahl der Freiposten je Monat, Preis je Überweisung, Lastschrift und Echtzeitüberweisung
Kartenob eine Debitkarte im Tarif enthalten ist, Kosten für Zusatzkarten und für eine echte Kreditkarte
BargeldEinzahlung am Automaten, am Schalter oder über Partner-Geschäfte – oft als Festbetrag oder Prozentsatz der Summe
AuslandGebühren für Zahlungen in Fremdwährung und Kartenzahlungen außerhalb des Euroraums
ZusatzfunktionenUnterkonten, weitere Nutzerzugänge, Buchhaltungsanbindung oder Rechnungsfunktionen in höheren Tarifen

Rechenbeispiel: Kostet ein Konto 10 Euro Grundpreis im Monat und 0,20 Euro je Buchung, zahlst du bei 100 Buchungen im Monat 30 Euro. Ein Konto ohne Grundpreis, aber mit 0,50 Euro je Buchung, käme bei gleicher Nutzung auf 50 Euro. Die Werte sind frei gewählt und sollen nur zeigen, wie stark die Buchungsposten ins Gewicht fallen können. Ein privates Konto mit Vergleich findest du im Kontovergleich.

Worauf du beim Geschäftskonto achten solltest

  • Rechtsform: Manche Konten gibt es nur für Selbstständige im eigenen Namen, andere schließen einzelne Rechtsformen wie die GbR aus. Für GmbH und UG brauchst du einen Tarif für Kapitalgesellschaften.
  • Bargeld: Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, etwa im Handel oder in der Gastronomie, ist bei einer Filialbank meist besser aufgehoben. Viele Online-Konten bieten keine oder nur teure Einzahlungen.
  • Buchhaltung: Eine Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware oder ein Export im DATEV-Format spart Arbeit. Passende Programme findest du im Vergleich der Buchhaltungssoftware.
  • Karten: Bei den meisten Online-Konten gibt es Debitkarten, echte Kreditkarten mit Zahlungsziel eher bei Filialbanken – mehr dazu bei der Geschäftskreditkarte.
  • Unterkonten: Praktisch, um Rücklagen für Umsatzsteuer und Einkommensteuer getrennt zu halten.
  • Einlagensicherung: Prüfe, ob der Anbieter eine Bank ist – vor allem, wenn auf dem Konto regelmäßig höhere Beträge liegen.
  • Zahlungsverkehr: Echtzeitüberweisungen, Lastschrifteinzug und Zahlungen in Fremdwährung sind nicht in jedem Tarif gleich geregelt.

Welches Geschäftskonto passt zu dir?

Situationsinnvolle Wahl
Freelancer, wenig Buchungen, kein BargeldOnline-Konto bei einer Direkt- oder Neobank mit kostenlosem oder günstigem Einstiegstarif
GmbH oder UGKonto mit Tarif für Kapitalgesellschaften, über das auch das Stammkapital vor der Eintragung eingezahlt werden kann – online oder bei einer Filialbank
Viel BargeldFilialbank wie Sparkassen oder Volksbanken mit Einzahlung am Automaten oder Schalter
Viele FremdwährungenKonto mit Fremdwährungsunterkonten und günstigen Umrechnungskursen
Hohe GuthabenBank mit gesetzlicher Einlagensicherung; Rücklagen gegebenenfalls auf mehrere Banken verteilen

Geschäftskonto eröffnen und wechseln

Die Eröffnung läuft bei Online-Anbietern meist komplett digital, die Identifizierung per Video- oder Online-Ident. Du brauchst in der Regel einen gültigen Ausweis, bei Gesellschaften zusätzlich den Gesellschaftsvertrag, gegebenenfalls einen Handelsregisterauszug und Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten, die Banken nach dem Geldwäschegesetz erfassen müssen. Bei einer GmbH oder UG in Gründung wird das Konto häufig schon vor der Eintragung eröffnet, damit das Stammkapital eingezahlt werden kann.

Die gesetzliche Kontowechselhilfe nach dem Zahlungskontengesetz gilt nur für Privatkonten von Verbrauchern. Beim Geschäftskonto musst du Kunden, Lieferanten, Finanzamt und Lastschriftgläubiger daher meist selbst über die neue IBAN informieren und die Bankverbindung auf Rechnungen, in Onlineshops und im Impressum anpassen. Manche Anbieter bieten dafür einen eigenen Wechselservice an. Lass das alte Konto am besten noch einige Wochen parallel laufen, bis alle Zahlungen umgestellt sind.

Häufige Fragen zum Geschäftskonto

Brauche ich als Selbstständiger ein Geschäftskonto?

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Ein eigenes Konto erleichtert aber die Buchhaltung, und viele Banken verbieten die geschäftliche Nutzung privater Konten. Für GmbH und UG ist ein Geschäftskonto praktisch nötig, schon weil das Stammkapital vor der Eintragung eingezahlt werden muss.

Gibt es ein kostenloses Geschäftskonto?

Ja, mehrere Online-Anbieter und Direktbanken bieten Tarife ohne Grundgebühr an – teils nur für bestimmte Rechtsformen wie Freiberufler und Gewerbetreibende. Kosten können trotzdem für Buchungen, Karten oder Bargeld anfallen. Welche Konten aktuell ohne Grundpreis zu haben sind, zeigt die Anbieterübersicht oben auf dieser Seite.

Ist mein Geld bei einem Zahlungs- oder E-Geld-Institut sicher?

Diese Anbieter sind keine Banken. Sie müssen Kundengelder getrennt verwahren, eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gibt es aber nicht. Für höhere Rücklagen eignet sich deshalb eher ein Konto bei einer Bank.

Darf ich mein privates Girokonto geschäftlich nutzen?

Für Selbstständige und Freiberufler ist das gesetzlich nicht verboten, viele Banken schließen die geschäftliche Nutzung in ihren Bedingungen aber aus und können das Konto im Zweifel kündigen. Zudem vermischen sich private und betriebliche Zahlungen, was Buchhaltung und Betriebsprüfung erschwert.

Sind die Kontogebühren absetzbar?

Ja, Gebühren für ein betriebliches Konto sind Betriebsausgaben. Bankentgelte im Zahlungsverkehr sind umsatzsteuerfrei; bei Anbietern, die Umsatzsteuer berechnen, ist der Vorsteuerabzug möglich – außer für Kleinunternehmer.

Quellen: § 8 EinSiG, § 17 ZAG.

Stand: 06.10.2026, um 20:37 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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