Ab diesem Gehalt gibt es 1.913 Euro Rente - Tabelle zeigt, was nach 45 Jahren bleibt
Seit der Rentenerhöhung im Juli 2026 liegt die sogenannte Standardrente bei 1.913,40 Euro brutto im Monat. Erreicht wird dieser Betrag allerdings nur, wer 45 Jahre lang genau das Durchschnittsentgelt verdient hat, das 2026 bei rund 4.329 Euro brutto im Monat liegt. Alle Details dazu findet man hier auf Finanz.de.
Die Renten sind im Juli 2026 um 4,24 Prozent gestiegen. Laut Deutscher Rentenversicherung erhöhte sich der aktuelle Rentenwert damit von 40,79 auf 42,52 Euro. Das ist der Betrag, den ein Entgeltpunkt monatlich an Rente bringt.
Die Standardrente, auch Eckrente genannt, ist eine Rechengröße mit 45 Entgeltpunkten. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert ergibt das 1.913,40 Euro, vor dem 1. Juli waren es 1.835,55 Euro. Mit der tatsächlichen Durchschnittsrente hat dieser Wert allerdings wenig zu tun, weil nur wenige Versicherte die Voraussetzungen vollständig erfüllen.
Gehalt und Rente mit den geplanten Werten für 2027 (Prognose) oder für 2026 berechnen.
So entsteht ein Entgeltpunkt
Einen vollen Entgeltpunkt erhält, wer in einem Jahr genau so viel verdient wie das Durchschnittsentgelt aller Versicherten. Für 2026 ist dieses vorläufig auf 51.944 Euro brutto im Jahr festgelegt, das entspricht rund 4.329 Euro im Monat. Wer weniger verdient, erhält entsprechend weniger als einen Punkt, wer mehr verdient, bekommt mehr.
Nach oben ist die Zahl der Punkte durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Sie liegt 2026 bei 101.400 Euro im Jahr beziehungsweise 8.450 Euro im Monat. Damit sind in einem Jahr höchstens rund 1,95 Entgeltpunkte möglich.
Warum 45 Jahre allein nicht reichen
Die 45 Jahre sind nur die halbe Rechnung, entscheidend ist das Verhältnis des eigenen Gehalts zum Durchschnitt in jedem einzelnen Jahr. Wer beispielsweise 3.000 Euro brutto im Monat verdient, kommt 2026 auf rund 0,69 Entgeltpunkte. Für 45 Punkte wären bei diesem Verhältnis rechnerisch rund 65 Beitragsjahre nötig.
Hinzu kommen Lücken im Erwerbsleben, etwa durch Teilzeit, Arbeitslosigkeit, Studium oder längere Krankheit. Bestimmte Zeiten wie Kindererziehung oder Pflege bringen zwar ebenfalls Entgeltpunkte, gleichen Einkommensverluste aber oft nicht vollständig aus. Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente geht, muss zudem einen Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat hinnehmen.
Tabelle zeigt: So hoch fällt die Rente nach 45 Jahren aus
Die folgende Tabelle zeigt, welche Rente sich nach 45 Jahren ergibt, wenn das Gehalt in jedem Jahr im gleichen Verhältnis zum Durchschnittsentgelt stand wie die genannten Beträge im Jahr 2026. Gerechnet wird mit dem aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro, ohne Abschläge und ohne Zusatzzeiten.
| Bruttogehalt pro Monat (Stand 2026) | Entgeltpunkte pro Jahr | Bruttorente nach 45 Jahren | Rente nach Kranken- und Pflegebeitrag |
|---|---|---|---|
| 2.000 Euro | 0,46 | 884 Euro | 775 Euro |
| 2.500 Euro | 0,58 | 1.105 Euro | 969 Euro |
| 3.000 Euro | 0,69 | 1.326 Euro | 1.162 Euro |
| 3.500 Euro | 0,81 | 1.547 Euro | 1.356 Euro |
| 4.329 Euro (Durchschnitt) | 1,00 | 1.913 Euro | 1.677 Euro |
| 5.000 Euro | 1,16 | 2.210 Euro | 1.937 Euro |
| 6.000 Euro | 1,39 | 2.652 Euro | 2.325 Euro |
| 8.450 Euro (Höchstgrenze) | 1,95 | 3.735 Euro | 3.274 Euro |
Selbst ein dauerhaftes Gehalt an der Beitragsbemessungsgrenze führt damit nach 45 Jahren zu einer Bruttorente von rund 3.735 Euro. Die Werte sind eine vereinfachte Rechnung, die tatsächliche Rente hängt vom gesamten Versicherungsverlauf ab.


So viel bleibt nach Abzug der Beiträge
Von der Bruttorente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab. Rentner zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung die Hälfte des allgemeinen Beitrags von 14,6 Prozent sowie die Hälfte des Zusatzbeitrags, bei einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent sind das zusammen 8,75 Prozent. Den Pflegebeitrag von 3,6 Prozent tragen Rentner dagegen allein, Kinderlose zahlen 4,2 Prozent.
Bei der Standardrente von 1.913,40 Euro bleiben damit rund 1.677 Euro im Monat, bei Kinderlosen rund 1.666 Euro. Davon kann noch Einkommensteuer abgehen, wer 2026 in Rente geht, muss 84 Prozent der Rente versteuern. Ob tatsächlich Steuern anfallen, hängt von weiteren Einkünften und dem Grundfreibetrag ab.

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