Photovoltaik-Rechner: Ersparnis, Amortisation und Rendite

Lohnt sich eine Solaranlage auf deinem Dach? Der Rechner ermittelt Ersparnis und Einspeisevergütung, Amortisationszeit und Rendite über 20 Jahre – mit den Vergütungssätzen für Anlagen ab 1. August 2026.

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Photovoltaik-Rechner
Lohnt sich deine Solaranlage?
Ersparnis durch Eigenverbrauch, Einspeisevergütung für Anlagen ab 1. August 2026, Amortisation und Rendite über 20 Jahre.
kWp
Bis 100 kWp (Teileinspeisung).
kWh / kWp
In Deutschland etwa 750–1.200 je nach Standort, Ausrichtung und Neigung; im Norden eher weniger, im Süden mehr.
€ / kWp
Vorgabe: Verbraucherzentrale-Durchschnitt für 9–10 kWp (2026), ohne Speicher, 0 % USt.
kWh
0 oder leer = ohne Speicher.
€ / kWh
Vorgabe: Verbraucherzentrale-Durchschnitt für 8–10 kWh (2026).
%
Anteil des Solarstroms, den du selbst nutzt: rund 30 % ohne, rund 60 % mit Speicher.
kWh / Jahr
Begrenzt den Eigenverbrauch auf deinen Bedarf.
Cent / kWh
Vorgabe: BDEW-Durchschnitt Haushalte 2026.
% pro Jahr
€ / Jahr
Versicherung, Wartung, Zähler, Rücklage.
Weitere Rechner

Übersicht

  • Für Anlagen bis 10 kWp gibt es ab 1.8.2026 bei Teileinspeisung 7,70 Cent je kWh.
  • Selbst genutzter Solarstrom spart den vollen Strompreis von rund 37 Cent.
  • Bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz, die Einnahmen sind einkommensteuerfrei.
  • Ohne Speicher nutzt ein Haushalt rund 30 %, mit Speicher rund 60 % selbst.

Eine eigene Solaranlage senkt die Stromrechnung und bringt zusätzlich Geld über die Einspeisevergütung. Ob sich die Investition lohnt, hängt von Anlagengröße, Standort, Kosten und davon ab, wie viel Solarstrom du selbst nutzt. Der Photovoltaik-Rechner zeigt dir die jährliche Ersparnis, die Amortisationszeit und die Rendite über 20 Jahre.

Hinterlegt sind die aktuellen Vergütungssätze für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, sowie Durchschnittspreise der Verbraucherzentrale für Anlagen und Speicher. Alle Vorgaben kannst du mit den Werten aus deinem Angebot überschreiben.

So rechnet der Photovoltaik-Rechner

Zuerst ermittelt der Rechner die Stromerzeugung: Anlagenleistung in kWp × spezifischer Ertrag. In Deutschland liefert ein Kilowatt Peak laut Verbraucherzentrale etwa 750 bis 1.200 kWh im Jahr, je nach Standort, Ausrichtung und Verschattung. Der Rechner setzt 950 kWh als Vorgabe an.

Diesen Strom teilt er in Eigenverbrauch und Einspeisung. Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt rund 30 % des Solarstroms selbst, mit Batteriespeicher rund 60 %. Gibst du deinen Jahresverbrauch an, begrenzt der Rechner den Eigenverbrauch darauf. Daraus ergibt sich der jährliche Vorteil:

  • Ersparnis = selbst genutzte kWh × dein Strompreis
  • Erlös = eingespeiste kWh × Einspeisevergütung
  • Vorteil = Ersparnis + Erlös − Betriebskosten

Die Betriebskosten für Versicherung, Wartung, Zähler und Rücklagen schätzt der Rechner pauschal mit 1,5 % der Anschaffungskosten pro Jahr, wenn du keinen eigenen Wert angibst. Die Amortisationszeit ist das Jahr, in dem die aufsummierten Vorteile die Investition übersteigen. Die Rendite ist der interne Zinsfuß über 20 Jahre – damit kannst du die Anlage mit anderen Geldanlagen wie Festgeld vergleichen.

Einspeisevergütung ab 1. August 2026

Die Vergütung sinkt alle sechs Monate um 1 %. Maßgeblich ist der Tag der Inbetriebnahme; der Satz gilt dann 20 Jahre lang fest. Für Anlagen auf Gebäuden gelten laut Bundesnetzagentur folgende Werte:

AnlagenleistungTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kWp7,70 Cent/kWh12,22 Cent/kWh
über 10 bis 40 kWp6,66 Cent/kWh10,24 Cent/kWh
über 40 bis 100 kWp5,44 Cent/kWh10,24 Cent/kWh

Bei Anlagen über 10 kWp wird anteilig vergütet: Eine 15-kWp-Anlage erhält für zwei Drittel des Stroms 7,70 Cent und für ein Drittel 6,66 Cent, im Mittel also rund 7,35 Cent. Der Rechner geht von Teileinspeisung aus, weil sich der Eigenverbrauch bei Strompreisen um 37 Cent fast immer mehr lohnt als die höhere Volleinspeisung. Neue Anlagen erhalten in Stunden mit negativen Börsenpreisen keine Vergütung. Für Anlagen ab 2027 berät der Bundestag derzeit über eine Neuregelung.

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?

Die Verbraucherzentrale hat Angebote aus den Jahren 2025 und 2026 ausgewertet. Je größer die Anlage, desto günstiger wird das einzelne Kilowatt Peak, weil Planung, Gerüst und Anschluss nur einmal anfallen. Seit 2023 fällt beim Kauf von Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden keine Umsatzsteuer an (Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG); mehr dazu auf der Seite zur Umsatzsteuer.

AnlagengrößeDurchschnittspreis je kWp
4 bis 6 kWp2.090 €
über 6 bis 8 kWp1.820 €
über 8 bis 9 kWp1.520 €
über 9 bis 10 kWp1.410 €
über 10 bis 12 kWp1.290 €
über 12 bis 16 kWp1.220 bis 1.240 €
über 16 kWp1.010 €

Ein Batteriespeicher kostet laut derselben Auswertung je nach Größe rund 360 bis 510 € je kWh Kapazität. Er erhöht den Eigenverbrauch, verlängert aber oft die Amortisationszeit, weil er die Investition deutlich erhöht.

Beispiel: 10 kWp mit und ohne Speicher

Eine 10-kWp-Anlage für 14.100 € erzeugt bei 950 kWh je kWp im Jahr 9.500 kWh. Ohne Speicher nutzt der Haushalt 30 %, also 2.850 kWh, und spart bei 37 Cent 1.054,50 €. Die restlichen 6.650 kWh bringen 512,05 € Vergütung. Nach 211,50 € Betriebskosten bleiben 1.355,05 € im Jahr – die Anlage hat sich nach rund 10,4 Jahren bezahlt gemacht, die Rendite liegt bei etwa 7,2 % pro Jahr.

Mit einem 10-kWh-Speicher für 4.100 € und einem Verbrauch von 4.500 kWh steigt der Eigenverbrauch auf 4.500 kWh. Der jährliche Vorteil wächst auf 1.777 €, die Amortisation liegt bei rund 10,2 Jahren. Dass der Speicher im Beispiel knapp vorne liegt, hängt am hohen Verbrauch; ein möglicher Speichertausch nach 10 bis 15 Jahren ist nicht eingerechnet.

Steuern: meist keine mehr

Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind nach § 3 Nr. 72 EStG von der Einkommensteuer befreit, unabhängig davon, ob du den Strom selbst nutzt oder einspeist. Eine Gewinnermittlung für das Finanzamt ist dafür nicht nötig. Mehr zu Strom, Heizung und Energiekosten findest du im Bereich Energie.

Häufige Fragen zur Photovoltaik

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme ab 1. August 2026 gibt es bei Teileinspeisung 7,70 Cent je kWh, für den Leistungsanteil von 10 bis 40 kWp 6,66 Cent. Zwischen Februar und Juli 2026 waren es noch 7,78 und 6,73 Cent.

Nach wie vielen Jahren amortisiert sich eine PV-Anlage?

Mit den Vorgabewerten des Rechners sind es bei einer 10-kWp-Anlage gut zehn Jahre. Je höher dein Strompreis und dein Eigenverbrauch und je niedriger die Anschaffungskosten, desto schneller rechnet sich die Anlage.

Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Das hängt vor allem vom Verbrauch ab. Bei hohem Abendverbrauch, etwa mit E-Auto oder Wärmepumpe, kann er sich rechnen. Bei kleinem Verbrauch bleibt der Speicher oft ungenutzt. Rechne beide Varianten mit dem Rechner durch.

Muss ich für meine Solaranlage Steuern zahlen?

Bei Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden in der Regel nicht: Beim Kauf gilt der Nullsteuersatz, und Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch sind einkommensteuerfrei.

Quellen: Bundesnetzagentur, EEG-Förderung; Verbraucherzentrale, Kosten einer PV-Anlage (Stand 28.8.2026); Verbraucherzentrale Energieberatung; BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026.

Stand: 02.10.2026, um 15:17 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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