Stromkosten berechnen
Wie hoch sind deine Stromkosten? Der Rechner ermittelt Jahres- und Monatskosten aus Verbrauch, Arbeits- und Grundpreis, schlägt einen passenden Abschlag vor und vergleicht mit dem Durchschnittspreis 2026.
Aus Verbrauch, Arbeitspreis und Grundpreis – mit passendem Abschlag und Vergleich zum Durchschnittspreis 2026. Oder die Kosten eines einzelnen Geräts.
Übersicht
- Stromkosten = Verbrauch × Arbeitspreis + 12 × monatlicher Grundpreis.
- Haushalte zahlen 2026 im Schnitt 37,0 Cent je kWh inklusive Grundpreis (BDEW).
- Ein Zwei-Personen-Haushalt in der Wohnung verbraucht im Schnitt rund 1.900 kWh.
- Im Gerätemodus rechnest du Watt und Nutzungsdauer in Euro um.
Die Stromrechnung kommt meist einmal im Jahr – und mit ihr oft die Überraschung einer Nachzahlung. Mit dem Stromkostenrechner weißt du vorher, was dein Strom kostet: pro Jahr, pro Monat und im Vergleich zum Durchschnittspreis 2026. Außerdem schlägt er einen passenden monatlichen Abschlag vor.
Im zweiten Modus berechnest du die Stromkosten eines einzelnen Geräts aus Leistung und Nutzungsdauer. So findest du heraus, welche Geräte in deinem Haushalt richtig Geld kosten.
So berechnest du deine Stromkosten
Ein Stromtarif besteht aus zwei Teilen. Der Arbeitspreis in Cent je Kilowattstunde fällt für jede verbrauchte kWh an. Der Grundpreis ist ein fester Betrag pro Monat oder Jahr, unabhängig vom Verbrauch. Daraus ergibt sich die einfache Formel:
- Jahreskosten = Jahresverbrauch in kWh × Arbeitspreis + 12 × Grundpreis pro Monat
- Monatskosten = Jahreskosten ÷ 12
- Effektiver Preis = Jahreskosten ÷ Jahresverbrauch
Beide Preise findest du auf deiner letzten Jahresabrechnung oder in der Vertragsbestätigung. Achte darauf, die Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer einzutragen. Den Jahresverbrauch liest du auf der Abrechnung ab oder ermittelst ihn aus zwei Zählerständen im Abstand von einem Jahr.
Durchschnittlicher Stromverbrauch nach Haushaltsgröße
Kennst du deinen Verbrauch nicht, setzt der Rechner Durchschnittswerte aus dem Stromspiegel 2025 an. Sie gelten für Haushalte ohne elektrische Warmwasserbereitung; ein Durchlauferhitzer, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto erhöhen den Verbrauch deutlich. Die Kosten in der Tabelle sind mit dem BDEW-Durchschnittspreis von 37,0 Cent je kWh gerechnet.
| Personen | Wohnung | Kosten Wohnung | Haus | Kosten Haus |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1.200 kWh | 444 € | 1.800 kWh | 666 € |
| 2 | 1.900 kWh | 703 € | 2.700 kWh | 999 € |
| 3 | 2.400 kWh | 888 € | 3.500 kWh | 1.295 € |
| 4 | 2.600 kWh | 962 € | 3.800 kWh | 1.406 € |
| 5 und mehr | 3.100 kWh | 1.147 € | 4.500 kWh | 1.665 € |
Auffällig ist, dass kleine Haushalte pro Kopf mehr Strom verbrauchen als große: Kühlschrank, Router und Waschmaschine laufen unabhängig davon, wie viele Menschen sie nutzen. Wer viel im Homeoffice arbeitet, liegt ebenfalls über dem Schnitt – einen Teil der Kosten kannst du über die Homeoffice-Pauschale steuerlich geltend machen.
Durchschnittspreis 2026 als Vergleich
Laut BDEW-Strompreisanalyse vom Herbst 2026 zahlen Haushalte in diesem Jahr im Schnitt 37,0 Cent je kWh. Der Wert gilt für einen Jahresverbrauch von 3.500 kWh, der Grundpreis ist anteilig eingerechnet. Davon entfallen 15,2 Cent auf Beschaffung und Vertrieb, 9,2 Cent auf Netzentgelte und 12,6 Cent auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Gegenüber 2025 ist der Strompreis damit leicht gesunken.
Der Rechner stellt deine Kosten diesem Durchschnitt gegenüber. Zahlst du deutlich mehr, lohnt sich ein Blick auf andere Tarife. Wie du dabei vorgehst und welche Fristen gelten, erfährst du unter Stromanbieter kündigen und wechseln. Weitere Themen rund um Strom, Gas und Heizkosten findest du im Bereich Energie.
Den richtigen Abschlag festlegen
Dein Versorger verlangt monatliche Abschläge auf die erwartete Jahresrechnung. Sind sie zu niedrig, droht eine Nachzahlung; sind sie zu hoch, leihst du dem Versorger Geld. Der Rechner teilt die Jahreskosten durch zwölf und rundet auf volle Euro auf. Trägst du deinen aktuellen Abschlag ein, siehst du, ob am Jahresende ein Guthaben oder eine Nachzahlung zu erwarten ist.
Manche Versorger verteilen die Kosten nur auf elf Abschläge, weil im Abrechnungsmonat keiner fällig wird. Den Abschlag kannst du in der Regel selbst im Kundenportal anpassen, etwa wenn sich dein Verbrauch durch neue Geräte oder einen zusätzlichen Bewohner ändert.
Stromkosten einzelner Geräte
Im Gerätemodus rechnet der Rechner so: Leistung in Watt × Stunden pro Tag × Tage im Jahr ÷ 1.000 ergibt den Jahresverbrauch in kWh, multipliziert mit dem Arbeitspreis die Kosten. Der Grundpreis bleibt hier außen vor, weil er ohnehin anfällt. Die Tabelle zeigt einige Beispiele mit 37,0 Cent je kWh:
| Leistung | Nutzung | Verbrauch pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 10 Watt (Standby) | 24 Std. täglich | 87,6 kWh | 32,41 € |
| 100 Watt | 4 Std. täglich | 146 kWh | 54,02 € |
| 500 Watt | 1 Std. täglich | 182,5 kWh | 67,53 € |
| 2.000 Watt | 1 Std. täglich | 730 kWh | 270,10 € |
Die Rechnung setzt voraus, dass das Gerät während der Nutzung dauerhaft mit voller Leistung läuft. Bei Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler ist das nicht der Fall – nimm dann den Jahresverbrauch vom Energielabel oder miss mit einem Strommessgerät nach.
Wer ein eigenes Dach hat, kann einen Teil des Stroms selbst erzeugen. Ob sich das lohnt und wann sich die Anlage amortisiert, berechnest du mit dem Photovoltaik-Rechner.
Häufige Fragen zu Stromkosten
Was kostet eine Kilowattstunde Strom 2026?
Im Durchschnitt 37,0 Cent inklusive Grundpreis-Anteil, so der BDEW. Dein persönlicher Preis kann je nach Tarif, Region und Vertragsbeginn deutlich darüber oder darunter liegen.
Wie hoch sollte mein Stromabschlag sein?
Etwa ein Zwölftel deiner erwarteten Jahreskosten. Bei 1.900 kWh, 35 Cent Arbeitspreis und 12 € Grundpreis im Monat sind das 809 € im Jahr, also ein Abschlag von rund 68 €.
Wie viel kostet Standby im Jahr?
Jedes Watt Dauerverbrauch summiert sich auf 8,76 kWh im Jahr. Bei 37,0 Cent je kWh sind das gut 3,20 € pro Watt – ein Gerät mit 10 Watt Standby kostet also rund 32 € im Jahr.
Warum ist mein Strom teurer als der Durchschnitt?
Häufige Gründe sind ein alter Tarif in der Grundversorgung, hohe Netzentgelte in deiner Region oder ein niedriger Verbrauch, bei dem der Grundpreis stärker ins Gewicht fällt. Ein Tarifvergleich zeigt, ob ein Wechsel lohnt.
Quellen: BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026; Stromspiegel 2025.
