Wärmepumpe: Kosten, Förderung und Ersparnis
Was kostet eine Wärmepumpe nach Förderung und was sparst du gegenüber Gas oder Öl? Der Rechner ermittelt den KfW-Zuschuss nach den seit Juli 2026 geltenden Regeln, die Heizkosten im Vergleich und die Amortisationszeit.
KfW-Zuschuss 458 (Stand September 2026) für ein Einfamilienhaus, Heizkosten im Vergleich zu Gas oder Öl inklusive CO2-Preis und Amortisation.
Übersicht
- Die KfW-Grundförderung beträgt 30 %, mit Boni sind bis zu 70 % bzw. 80 % möglich.
- Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit.
- Der Klimageschwindigkeitsbonus liegt bei 16 % und sinkt ab Februar 2027.
- Der CO2-Preis 2026 von 65 € je Tonne verteuert Gas und Öl.
Eine Wärmepumpe ist in der Anschaffung teurer als ein neuer Gaskessel, im Betrieb aber oft deutlich günstiger. Wie viel du am Ende bezahlst, hängt stark von der staatlichen Förderung ab. Der Wärmepumpen-Rechner ermittelt deinen KfW-Zuschuss, vergleicht die jährlichen Heizkosten mit deiner Gas- oder Ölheizung und zeigt, wann sich der Umstieg rechnet.
Wichtig: Die Heizungsförderung wurde zum 21. Juli 2026 neu geregelt. Der Rechner nutzt die Sätze aus dem aktuellen KfW-Merkblatt zum Zuschuss 458 (Stand September 2026). Ältere Angaben mit 70 % Höchstförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus und 30.000 € förderfähigen Kosten sind überholt.
KfW-Förderung 458: die Sätze seit Juli 2026
Private Eigentümer erhalten für den Einbau einer Wärmepumpe einen Zuschuss, der sich aus einer Grundförderung und bis zu zwei Boni zusammensetzt. Die Boni gibt es nur, wenn du das Haus selbst bewohnst.
| Baustein | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | alle Antragsteller |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Austausch einer funktionierenden Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung |
| Einkommensbonus | 40 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € |
| Einkommensbonus | 30 % | bis 40.000 € |
| Einkommensbonus | 10 % | bis 50.000 € |
Lebt ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt, steigen alle Einkommensgrenzen einmalig um 10.000 € (Familienzuschlag). Maßgeblich ist das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor der Antragstellung laut Einkommensteuerbescheid.
Die Summe der Fördersätze ist auf 70 % begrenzt. Haushalte in der untersten Einkommensstufe können bis zu 80 % erhalten. Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit. Der Zuschuss beträgt also maximal 19.600 € oder – in der untersten Einkommensstufe – 22.400 €. Ab 1. Februar 2027 sinken der Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich um 4 Prozentpunkte und die förderfähigen Kosten um 750 €. Wer zügig plant, sichert sich die höheren Sätze. Den Antrag musst du stellen, bevor die Arbeiten beginnen; außerdem verlangt die KfW eine Optimierung des Heizungsverteilungssystems.
Betriebskosten: Wärmepumpe gegen Gas und Öl
Für den Kostenvergleich rechnet der Rechner deinen bisherigen Verbrauch in den tatsächlichen Wärmebedarf um. Ein alter Kessel wandelt nicht die gesamte Energie in Wärme um; als Annahme gilt ein Nutzungsgrad von 85 %. Ein Liter Heizöl entspricht rund 10 kWh. Die Wärmepumpe braucht für dieselbe Wärme nur einen Bruchteil an Strom: Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl (JAZ).
Die JAZ gibt an, wie viele kWh Wärme die Pumpe aus einer kWh Strom erzeugt. Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft/Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Mittel 3,4, erdgekoppelte Anlagen 4,3. Für den Strom setzt der Rechner einen Wärmepumpentarif an: Laut Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW kosten Tarife mit separatem Zähler im Schnitt 24 Cent je kWh plus rund 140 € Grundpreis im Jahr.
Gas kostet Haushalte im Einfamilienhaus 2026 laut BDEW durchschnittlich 11,93 Cent je kWh. Heizöl lag Anfang Oktober 2026 bei 172,60 € je 100 Liter (TECSON, 3.000 Liter). In beiden Preisen steckt der CO2-Preis: Im nationalen Emissionshandel wurden die Zertifikate 2026 zu 65 € je Tonne versteigert. Erdgas verursacht laut BAFA 0,201 kg CO2 je kWh, Heizöl 0,266 kg.
Beispiel: Gasheizung gegen Wärmepumpe
Ein Einfamilienhaus verbraucht 20.000 kWh Gas im Jahr. Die alte Gasheizung ist über 20 Jahre alt, die Eigentümer wohnen selbst im Haus und verdienen mehr als 50.000 €. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe kostet 30.000 €.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Förderfähige Kosten (Höchstbetrag) | 28.000 € |
| Zuschuss 46 % (30 % + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus) | 12.880 € |
| Eigenanteil | 17.120 € |
| Gas: 20.000 kWh × 11,93 Cent | 2.386 € / Jahr |
| darin CO2-Preis (4,0 t × 65 € zzgl. USt) | rund 311 € / Jahr |
| Wärmepumpe: 17.000 kWh Wärme ÷ JAZ 3,4 = 5.000 kWh × 24 Cent + 140 € Grundpreis | 1.340 € / Jahr |
| Ersparnis | 1.046 € / Jahr |
Gemessen am gesamten Eigenanteil dauert die Amortisation gut 16 Jahre. Steht ohnehin ein Heizungstausch an und würde ein neuer Gaskessel etwa 12.000 € kosten, zählen nur die Mehrkosten von 5.120 € – sie sind nach rund fünf Jahren wieder eingespielt. Trag diesen Vergleichswert im Rechner ein, wenn er auf dich zutrifft. Weitere Themen rund um Strom und Heizkosten findest du im Bereich Energie. Wie du einen größeren Eigenanteil finanzieren kannst, erfährst du unter Immobilienfinanzierung.
CO2-Preis und künftige Heizkosten
Der CO2-Preis macht fossiles Heizen Jahr für Jahr teurer. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds; eine Rückzahlung pro Kopf wird seit Jahren unter dem Stichwort Klimageld diskutiert. Mit dem Übergang in den europäischen Emissionshandel kann der Preis weiter steigen. Der Rechner nutzt die heutigen Preise und zeigt den CO2-Anteil deiner Heizkosten separat – so kannst du einschätzen, wie stark dich künftige Erhöhungen treffen würden.
Besonders wirtschaftlich wird eine Wärmepumpe, wenn ein Teil des Stroms vom eigenen Dach kommt. Wie viel eine Solaranlage bringt, zeigt der Photovoltaik-Rechner.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?
Seit Juli 2026 gibt es 30 % Grundförderung, für Selbstnutzer zusätzlich 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Einkommen 10 bis 40 % Einkommensbonus. Insgesamt sind bis zu 70 %, in der untersten Einkommensstufe bis zu 80 % von maximal 28.000 € förderfähigen Kosten möglich.
Was kostet der Betrieb einer Wärmepumpe im Jahr?
Bei 17.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,4 braucht die Pumpe rund 5.000 kWh Strom. Mit einem Wärmepumpentarif von 24 Cent und 140 € Grundpreis sind das etwa 1.340 € im Jahr.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Oft ja. Der Fraunhofer-Feldtest fand keinen Zusammenhang zwischen Baualter und Effizienz. Entscheidend sind eine fachgerechte Planung und möglichst niedrige Vorlauftemperaturen.
Kann ich die Förderung auch als Vermieter erhalten?
Die Grundförderung von 30 % steht auch Vermietern offen. Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus erhalten nur Eigentümer, die die Wohnung selbst bewohnen.
Quellen: KfW-Merkblatt 458, Stand 09/2026; DEHSt, nEHS-Versteigerung; BDEW-Gaspreisanalyse; TECSON Heizölpreise; Fraunhofer ISE; Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Wärmepumpenstrom.
