Frist für Steuererklärung endet - Vielen droht jetzt bis zu 1.240 Euro Verlust

Für Millionen Steuerpflichtige endet am 31. Juli 2026 eine wichtige Frist. Bis zu diesem Termin muss die Einkommensteuererklärung für das Steuerjahr 2025 beim Finanzamt eingegangen sein – allerdings nur für Personen, die gesetzlich zur Abgabe verpflichtet sind. Wer den Termin versäumt, muss unter Umständen mit finanziellen Folgen rechnen. Alle Details findet man hier auf Finanz.de.

23.07.2026, 07:00 Uhr, von (Steuern)
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Bildquelle: Canva / Finanz.de (Montage) / Euro
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Die Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich in den meisten Fällen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhalten rund 87 Prozent aller Steuerpflichtigen nach der Veranlagung Geld vom Finanzamt zurück. Die durchschnittliche Steuererstattung beträgt rund 1.240 Euro. Das berichtet u.a. der Münchner Merkur.

Wer die Steuererklärung bis 31. Juli abgeben muss

Die Frist zum 31. Juli 2026 gilt für alle Steuerpflichtigen, die eine sogenannte Pflichtveranlagung abgeben müssen. Dazu gehören beispielsweise Arbeitnehmer, die bestimmte Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro im Jahr erhalten haben.

Wer einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragt, erhält automatisch mehr Zeit. In diesen Fällen verlängert sich die Abgabefrist bis zum 1. März 2027.

Freiwillige Abgabe bleibt mehrere Jahre möglich

Nicht jeder ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Wer freiwillig eine Einkommensteuererklärung einreichen möchte, kann dies deutlich länger tun. Für das Steuerjahr 2025 endet die Frist für eine freiwillige Steuererklärung erst am 31. Dezember 2029. Verspätungszuschläge fallen bei einer freiwilligen Abgabe grundsätzlich nicht an.

Nach Einschätzung von Steuerexperten verzichten jedes Jahr Millionen Arbeitnehmer auf eine mögliche Steuererstattung, obwohl sie dazu berechtigt wären. Häufig wird die Steuererklärung als zu kompliziert oder zeitaufwendig empfunden.

Diese Ausgaben können die Steuerlast senken

Wer eine Steuererklärung abgibt, sollte insbesondere abzugsfähige Kosten berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem Kinderbetreuungskosten, außergewöhnliche Belastungen sowie haushaltsnahe Dienstleistungen.

Auch Arbeitskosten für Handwerker können steuerlich geltend gemacht werden und die Einkommensteuer unmittelbar reduzieren. Welche Ausgaben im Einzelfall berücksichtigt werden können, hängt von der persönlichen Situation ab.

Gerade bei höheren Werbungskosten oder außergewöhnlichen Belastungen ergeben sich häufig spürbare Steuererstattungen.

Diese Folgen drohen bei einer verspäteten Abgabe

Wer gesetzlich zur Abgabe verpflichtet ist und die Frist versäumt, muss mit Sanktionen rechnen. Bereits ab dem ersten angefangenen Monat der Verspätung kann ein Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro erhoben werden.

Darüber hinaus kann das Finanzamt Zwangsgelder festsetzen oder die Besteuerungsgrundlagen schätzen. In besonders schweren Fällen können auch steuerstrafrechtliche Konsequenzen drohen.

Kann die Frist aus nachvollziehbaren Gründen nicht eingehalten werden, besteht die Möglichkeit, rechtzeitig eine Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt zu beantragen.

Digitale Programme erleichtern die Steuererklärung

Die Erstellung der Einkommensteuererklärung ist inzwischen deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Mit dem kostenlosen Online-Portal ELSTER können viele Steuerpflichtige ihre Erklärung vollständig digital übermitteln.

Daneben stehen zahlreiche Steuersoftware-Angebote zur Verfügung, die Schritt für Schritt durch die einzelnen Angaben führen. Für Arbeitnehmer, Rentner und viele Selbstständige reichen diese Programme häufig aus.

Nur bei komplexeren steuerlichen Sachverhalten – etwa bei umfangreichen Kapitalerträgen, Vermietung oder unternehmerischen Einkünften – kann die Unterstützung durch einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein sinnvoll sein. Wer frühzeitig alle relevanten Belege sammelt, reduziert den Aufwand bei der späteren Steuererklärung erheblich und verbessert die Chancen auf eine möglichst hohe Steuererstattung.

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aktualisiert: 23.07.2026, 07:00 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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