Geplante Kindergeld-Reform: Was ab 2025 vorgesehen war
Ab 2025 sollten Kindergeld und Kinderzuschlag in einer neuen Leistung gebündelt werden. Update: Die Reform wurde nicht umgesetzt – das Kindergeld bleibt bestehen und beträgt seit 2026 259 Euro pro Kind und Monat.
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Update: Die hier beschriebene Reform wurde nicht umgesetzt. Kindergeld und Kinderzuschlag bleiben als eigene Leistungen bestehen; das Kindergeld beträgt seit 2026 259 Euro pro Kind und Monat.
Ab 2025 sollte eine neue, gebündelte Leistung für Kinder ausgezahlt werden. Sie sollte das Kindergeld und den Kinderzuschlag ersetzen. Die Höhe sollte sich aus einem Garantie- und einem Zusatzbetrag zusammensetzen. Hier die damaligen Pläne im Überblick.
Derzeit erhalten Familien pro Kind monatlich 250 Euro - unabhängig vom Alter des Kinders. Zudem gibt es mit dem Kinderzuschlag weitere 292 Euro pro Monat unter bestimmten Voraussetzungen. Dieses Modell sollte durch die neue Leistung abgelöst werden.
In Deutschland galten im Vorjahr laut Studie des Statistischen Bundesamts fast 15 Prozent der unter 18-Jährigen als armutsgefährdet. Dieser wachsenden Kinderarmut sollte die Reform entgegenwirken.
Geplante Höhe ab 2025
Der Betrag, den Familien ausgezahlt bekommen sollten, sollte sich aus einem Garantiebetrag und einem Zusatzbetrag zusammensetzen. Die Summe soll verschiedene Sozialleistungen für Kinder wie Kindergeld, Kinderfreibetrag oder Kinderzuschlag bündeln und Familien ohne separate Anträge zur Verfügung stehen.
- Der Garantiebetrag sollte mindestens dem aktuellen Kindergeld von 250 Euro pro Kind monatlich entsprechen. Eine Erhöhung soll automatisch alle zwei Jahre erfolgen. Zuletzt wurde eine Höhe von bis zu 300 Euro kolportiert.
- Der Zusatzbetrag setzt sich aus mehreren Leistungen zusammen, darunter der Kinderwohnkostenpauschale von aktuell 150 Euro, der Pauschale für Bildung und Teilhabe von derzeit 15 Euro sowie dem Kinderregelsatz des Bürgergeldes und dem Kinderzuschlag. Dieser Betrag richtet sich nach dem Alter und dem Einkommen des Kindes und der Eltern und soll zusammen mit dem Garantiebetrag das Existenzminimum eines Kindes abdecken. Der Höchstbetrag soll bei 573 Euro liegen.


Familien mit geringem Einkommen entlasten
Durch die neue Berechnung sollen vor allem Kinder in Familien mit geringem Einkommen gefördert werden. Die neue Leistung sollte als Einkommen der Kinder gelten.
Wer Kindergeld bezog, sollte den Anspruch auf die neue Leistung automatisch erhalten. Ein Antrag sollte per Online-Service möglich sein. Die Auszahlung sollte bis zum 18. Lebensjahr der Kinder gelten. In manchen Fällen - etwa einer Ausbildung - soll er auch bis zum 27. Lebensjahr verlängert werden können.

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