Neue Renten-Zahlen: Hier gibt es aktuell die höchste Rente
Die Höhe der gesetzlichen Rente unterscheidet sich in Deutschland zum Teil deutlich von Bundesland zu Bundesland. Welche Altersbezüge Rentner erhalten, hängt maßgeblich davon ab, wo sie während ihres Berufslebens gearbeitet und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben. Wo man die höchste Rente bekommt, findet man hier auf Finanz.de.
Der aktuelle Rentenatlas 2025 der Deutschen Rentenversicherung zeigt, dass einige Regionen den bundesweiten Durchschnitt deutlich übertreffen. Andere Bundesländer liegen hingegen spürbar darunter.
Saarland führt das bundesweite Ranking an
Nach den aktuellen Auswertungen erhalten Rentner im Saarland die höchste durchschnittliche gesetzliche Altersrente. Grundlage der Berechnungen sind Personen mit mindestens 35 Versicherungsjahren.
Die durchschnittliche Bruttorente beträgt dort 1.805 Euro pro Monat. Auf dem zweiten Platz folgt Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 1.773 Euro monatlich.
Deutschlandweit liegt die durchschnittliche Bruttorente nach mindestens 35 Versicherungsjahren bei 1.692 Euro im Monat. Mehrere Bundesländer überschreiten diesen Wert, während andere deutlich darunter bleiben.
Frühere Einkommen prägen die Rentenhöhe
Die regionalen Unterschiede haben vor allem historische und wirtschaftliche Ursachen. Entscheidend für die spätere Rentenhöhe sind die während des Erwerbslebens erzielten Einkommen, da diese die Zahl der erworbenen Entgeltpunkte bestimmen.
Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen profitierten viele Beschäftigte über Jahrzehnte von vergleichsweise hohen Löhnen im Bergbau und in der Industrie. Diese überdurchschnittlichen Einkommen wirken sich bis heute auf die Rentenzahlungen aus.
Auch Baden-Württemberg zählt traditionell zu den Bundesländern mit hohen Durchschnittsrenten. Ausschlaggebend sind dort die starke Industrie sowie das über viele Jahre hohe Lohnniveau.
Wirtschaftsstarke Regionen sichern höhere Renten
Neben der Branche spielt auch die wirtschaftliche Entwicklung einer Region eine wichtige Rolle. Bundesländer mit hoher Beschäftigung, gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer starken Industrie weisen häufig höhere durchschnittliche Rentenzahlungen auf.
In Regionen mit niedrigeren Durchschnittslöhnen oder längeren Phasen struktureller Arbeitslosigkeit fallen die späteren Altersbezüge dagegen oft geringer aus.
Die Unterschiede zeigen, wie eng die gesetzliche Rente mit dem individuellen Erwerbsleben verknüpft ist. Wer über viele Jahre ein höheres Einkommen erzielt und entsprechend höhere Beiträge zahlt, erhält in der Regel auch eine höhere Altersrente.
Persönliche Rentenhöhe bleibt individuell
Trotz regionaler Durchschnittswerte lässt sich aus dem Wohnort allein keine Aussage über die spätere Rente einer einzelnen Person ableiten. Maßgeblich sind stets die persönlichen Versicherungszeiten, das erzielte Einkommen und die erworbenen Rentenansprüche.
Die Deutsche Rentenversicherung informiert Versicherte regelmäßig über ihren bisherigen Rentenanspruch. Anhand der jährlichen Renteninformation lässt sich nachvollziehen, wie hoch die voraussichtliche gesetzliche Altersrente nach heutigem Stand ausfallen könnte.
Wer seine finanzielle Situation im Ruhestand realistisch einschätzen möchte, sollte diese Informationen regelmäßig prüfen und gegebenenfalls durch eine zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge ergänzen.

Mehr Informationen: Rente

