Millionen Rentner betroffen - Rente wird im März für viele geringer ausfallen

Viele RentnerInnen in Deutschland werden ab März 2026 überrascht sein, dass die Rente deutlich geringer ausfällt als bisher - trotz Rentenerhöhung. Was die Ursache für diese Kürzung ist und weitere Details dazu findet man hier auf Finanz.de.

30.01.2026, 07:30 Uhr, von (Finanzen)
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Bildquelle: Finanz.de (Montage / Canva) / Euro
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Ab März 2026 werden viele Rentnerinnen und Rentner feststellen, dass ihnen trotz gleichbleibender Brutto Rente weniger Geld zur Verfügung steht. Der Grund ist kein gesetzlicher Einschnitt bei der Rente selbst, sondern eine Veränderung bei den Krankenversicherungsbeiträgen. Genauer gesagt: höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen, die direkt von der Rente abgezogen werden und somit den Nettobetrag spürbar verringern. Das berichtet u.a. die Plattform gegen-hartz.de.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2026 auf 2,9 Prozent. Für Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner bedeutet das konkret: Der individuelle Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse entscheidet darüber, wie viel ihnen im Monat weniger bleibt. Denn die Beiträge werden direkt von der Rentenzahlung abgezogen – jede Erhöhung wirkt sich unmittelbar auf den Auszahlungsbetrag aus. Der allgemeine Beitragssatz und der Zusatzbeitrag werden dabei zur Hälfte von der Rentenversicherung und zur Hälfte von der Rentnerin oder dem Rentner getragen.

Wie hoch hingegen die Rentenerhöhung ab Juli 2026 ausfallen wird, findet man hier in dieser Tabelle auf Finanz.de.

Wer davon besonders betroffen sein kann

Besonders deutlich können die Einbußen bei Personen ausfallen, die neben der gesetzlichen Rente zusätzliche Versorgungsbezüge erhalten – etwa aus einer Betriebsrente. Hier greift kein Arbeitgeberanteil, was bedeutet: Der volle Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung muss selbst getragen werden. Auch freiwillig gesetzlich Versicherte sind betroffen, da für sie andere Berechnungsgrundlagen gelten und sie nicht von der geteilten Beitragslast profitieren.

Die Änderung wird nicht sofort spürbar. Zwar setzen viele Kassen ihre neuen Beitragssätze zum 1. Januar 2026 in Kraft. Bei pflichtversicherten Rentnerinnen und Rentnern macht sich die Erhöhung jedoch in der Regel erst ab März bemerkbar. Die Rentenversicherung berücksichtigt die geänderten Beiträge mit zwei Monaten Verzögerung – eine gesetzlich vorgesehene Frist. Wer seine Rente am Monatsende erhält, wird den niedrigeren Auszahlungsbetrag also ab Ende März feststellen. Bei älteren Rentenzugängen, bei denen im Voraus gezahlt wird, kann die Kürzung bereits Ende Februar auftauchen.

Anpassung der Zusatzbeiträge wirkt wie „Rentenkürzung“

Für viele wirkt diese Entwicklung wie eine Rentenkürzung, obwohl der Rentenanspruch formal unverändert bleibt. Es handelt sich nicht um eine politische Entscheidung zur Senkung der Rente, sondern um eine Folge gestiegener Gesundheitskosten und der daraus resultierenden Anpassung der Zusatzbeiträge durch die Krankenkassen. Dennoch schrumpft der Betrag, der monatlich für den Alltag zur Verfügung steht – mit allen damit verbundenen Einschränkungen.

Wer von der Kürzung betroffen ist, sollte die Rentenabrechnung und den Kontoauszug genau prüfen. Eine gesonderte Mitteilung über die Beitragserhöhung erhalten die Versicherten in der Regel nicht. Der genaue Betrag und die prozentuale Veränderung lassen sich durch Vergleich mit den Vormonaten feststellen.

Kassenwechsel als Alternative

Ein möglicher Ausweg: der Kassenwechsel. Da der Zusatzbeitrag von Kasse zu Kasse unterschiedlich ausfällt, kann sich ein Wechsel finanziell lohnen – vor allem bei dauerhaft erhöhter Belastung. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen unterscheiden sich nur geringfügig, da sie gesetzlich geregelt sind. Unterschiede gibt es meist im Service, bei Zusatzleistungen oder Bonusprogrammen. Wer mit einer Beitragserhöhung konfrontiert ist, hat ein Sonderkündigungsrecht – und kann sich aktiv für eine günstigere Kasse entscheiden.

Am Ende bleibt für viele die ernüchternde Erkenntnis: Mehr Kosten für die Krankenversicherung bedeuten weniger Rente auf dem Konto. Und obwohl die Rentenhöhe formal nicht gekürzt wurde, ist der Effekt im Alltag real. Gerade für Menschen mit geringer Rente oder wenig finanziellen Reserven kann dieser Abzug zur echten Belastung werden. Ein informierter Blick auf die eigene Versicherungssituation und mögliche Alternativen wird damit wichtiger denn je.

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aktualisiert: 30.01.2026, 07:30 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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