Rentenpunkte in 2026: So viel muss man verdienen, um genug Rente zu bekommen
Die gesetzliche Rente wird in Deutschland anhand diverser Faktoren berechnet. Dabei spielen vor allem die Rentenpunkte eine wesentliche Rolle. Wie viel man 2026 verdienen muss, um später genügend Rente zu bekommen, findet man hier auf Finanz.de.
2026 wird es für Beschäftigte deutlich schwieriger, volle Rentenansprüche zu erarbeiten. Grund ist die neue Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung, mit der das durchschnittliche Bruttoeinkommen aller Versicherten – das sogenannte Durchschnittsentgelt – auf 51.944 Euro pro Jahr steigt. Das hat direkte Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung: Wer weniger verdient, bekommt anteilig weniger Rentenpunkte – und damit später auch eine niedrigere Rente.
Ein Rentenpunkt kostet so viel wie nie
Für einen vollen Rentenpunkt müssen Arbeitnehmer im Jahr 2026 ein Jahresbrutto Gehalt von 51.944 Euro erzielen, also 4.328 Euro brutto im Monat. Das bedeutet: Bei gleichbleibendem Gehalt erreichen viele Beschäftigte künftig weniger Entgeltpunkte als bisher – und verlieren damit langfristig Rentenansprüche.
Hier einige Beispiele, wie viele Rentenpunkte man 2026 je nach Einkommen erwirbt:
| Jahresbruttogehalt | Rentenpunkte 2026 |
| 25.000 Euro | 0,4813 |
| 30.000 Euro | 0,5775 |
| 35.000 Euro | 0,6738 |
| 40.000 Euro | 0,7701 |
| 45.000 Euro | 0,8662 |
| 51.944 Euro | 1,0000 |
| 60.000 Euro | 1,1551 |
| 70.000 Euro | 1,3476 |
| 80.000 Euro | 1,5401 |
| 90.000 Euro | 1,7326 |
| 101.400 Euro (Beitragsgrenze) | 1,9521 |
Wichtig: Mehr als 1,9521 Rentenpunkte können pro Jahr nicht gesammelt werden – selbst bei einem höheren Einkommen, da dies die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung ist.
Was bringt ein Rentenpunkt?
Der Rentenwert liegt seit Juli 2025 bei 40,79 Euro pro Monat. Wer 2026 beispielsweise 0,8662 Rentenpunkte erwirtschaftet (bei 45.000 Euro Jahreseinkommen), erhält daraus später eine monatliche Bruttorente von rund 35,30 Euro.
Je niedriger das Einkommen, desto geringer fällt die spätere Rente aus. Bei einem Bruttogehalt von 30.000 Euro ergibt das lediglich 0,5775 Rentenpunkte – also rund 23,54 Euro Monatsrente für ein Jahr Arbeit.
Mit dem Rentenrechner für 2026 auf Finanz.de kann man die Höhe der Rente vor und nach der Erhöhung online berechnen.
Fazit
Wer weniger als das Durchschnittsentgelt verdient, verliert künftig schneller an Rentenansprüchen. Zwar ist das Rentensystem grundsätzlich lohnabhängig, doch durch die neue Rechengröße 2026 wird die Schwelle für einen vollen Rentenpunkt deutlich angehoben. Gerade Beschäftigte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen müssen sich darauf einstellen, dass ihre gesetzliche Rente im Alter geringer ausfällt, wenn keine zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Private Altersvorsorge oder betriebliche Rentenmodelle werden damit noch wichtiger.

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