Rente in Deutschland: Diese Jahrgänge bekommen 2025 am meisten Geld

Welcher Jahrgang bekommt in Deutschland eigentlich die höchste Rente? Diese Details und Zahlen zeigen, wie hoch die Einkommen ausfallen und wie hoch der Gender Pay Gap wirklich ist.

31.08.2025, 07:00 Uhr, von (Finanzen)
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Wie hoch die gesetzliche Rente in Deutschland ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab: Geburtsjahr, Zahl der Beitragsjahre, Einkommen im Arbeitsleben – und ob zusätzliche Rentenarten wie Hinterbliebenen- oder Erwerbsminderungsrente hinzukommen. Doch welche Generationen profitieren besonders?

Babyboomer an der Spitze

Laut Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben die Babyboomer-Jahrgänge (1955 bis 1969) die besten Chancen auf hohe Renten. Grund dafür: Sie konnten oft ein langes Berufsleben mit stabilen Einkommen aufbauen – bei gleichzeitig höherem Rentenniveau als heute.

Auch die nachfolgenden Jahrgänge (1970 bis 1984) sollen laut DRV-Statistik vergleichsweise hohe Rentenansprüche erreichen. Sie profitieren ebenfalls von langen Erwerbsbiografien und vielen Beitragsjahren.

Die ältere Generation, also vor 1955 Geborene, hat dagegen meist deutlich niedrigere Renten. Die Einkommen lagen damals auch inflationsbereinigt niedriger, entsprechend kleiner sind die Rentenansprüche.

Durchschnitt und Entwicklung

Die DRV nutzt den sogenannten Eckrentner als Vergleichsgröße: Wer 45 Jahre lang Beiträge in Höhe des Durchschnittslohns gezahlt hat, bekommt die Standardrente. Auf dieser Basis wird das Rentenniveau – also das Verhältnis von Rente zum früheren Einkommen – berechnet.

Seit dem Jahr 2000 ist die durchschnittliche Monatsrente von knapp 700 Euro auf 1.054 Euro gestiegen. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Rentenbezieher von rund 20 Millionen auf über 23 Millionen. Die jährlichen Ausgaben der Rentenkasse schnellten dadurch von 136 auf 254 Milliarden Euro.

Trotz der höheren Zahlungen reicht die Rente für viele nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern. Immer mehr Seniorinnen und Senioren müssen auf Grundsicherung oder Zusatzleistungen zurückgreifen.

Gender Pension Gap: Frauen klar im Nachteil

Ein großes Ungleichgewicht zeigt sich zwischen den Geschlechtern. Laut Statistischem Bundesamt bekamen Frauen ab 65 Jahren im Jahr 2023 durchschnittlich 18.663 Euro brutto pro Jahr, Männer dagegen 25.599 Euro. Das entspricht einem Gender Pension Gap von 27,1 Prozent.

Die Gründe:

  • Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Branchen,
  • sie sind überdurchschnittlich oft in Teilzeit ,
  • sie nehmen längere Auszeiten für Kindererziehung und Pflege,
  • Führungspositionen sind seltener von Frauen besetzt.

Damit fällt die Rente für Frauen deutlich geringer aus – ein Risiko für Altersarmut. Fachleute empfehlen deshalb, dass Frauen frühzeitig und konsequent auf eigene Altersvorsorge achten.

Fazit

Die höchsten Rentenansprüche in Deutschland sichern sich die Babyboomer-Generation und teilweise die Jahrgänge nach 1970. Dennoch bleibt die Rentenhöhe individuell und stark vom Erwerbsleben abhängig. Besonders Frauen sind weiter im Nachteil – ein strukturelles Problem, das auch die kommenden Rentnergenerationen noch begleiten dürfte.

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aktualisiert: 31.08.2025, 07:00 Uhr
Autor: Daniel Herndler
Chef-Redakteur | Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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