Erhöhtes Krankengeld in 2026: Was sich ändert und wer davon profitiert
Das Krankengeld steigt im heurigen Jahr 2026 deutlich an. Wer von den neuen Höchstsätzen profitiert, wie hoch diese ausfallen und weitere Details zu den Einkommensgrenzen findet man hier auf Finanz.de.
Im Jahr 2026 treten bei Krankengeld und Kinderkrankengeld wichtige Neuerungen in Kraft. Insbesondere durch die gestiegenen Bemessungsgrenzen verbessert sich die finanzielle Absicherung für viele gesetzlich Versicherte – vor allem für Besserverdienende und Familien. Das berichtet unter anderem die Plattform buerger-geld.org.
Krankengeld ist eine Lohnersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die greift, wenn Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank und damit arbeitsunfähig sind. Nach dem Ende der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber zahlt die Kasse weiter:
- 70 % des Bruttoverdienstes,
- maximal aber 90 % des Nettoverdienstes.
Beispiel: Brutto: 4.000 € → Netto: 3.000 € → 90 % davon = 2.700 € Krankengeld.
Die Auszahlung ist gedeckelt durch die jeweils gültige Beitragsbemessungsgrenze.
Was ändert sich 2026 konkret?
Neue Beitragsbemessungsgrenze:
- Alt (2025): 62.100 € jährlich / 5.175 € monatlich
- Neu (2026): 69.750 € jährlich / 5.812,50 € monatlich
Damit steigt auch das maximale Krankengeld:
- 2025: max. ca. 120,75 € pro Tag / 3.623 € pro Monat
- 2026: max. ca. 134 € pro Tag / 4.060 € pro Monat
Nur Beschäftigte mit hohem Einkommen profitieren davon unmittelbar. Für Normalverdiener bleibt alles wie bisher.
Kinderkrankengeld: Mehr Absicherung für Familien
Auch das Kinderkrankengeld wird 2026 nach den neuen Grenzen berechnet:
- 70 % vom Brutto bzw. max. 90 % vom Netto
- Gilt für 15 Tage pro Kind und Elternteil (bzw. 30 Tage für Alleinerziehende)
- Bei mehreren Kindern bis zu 30 Tage / 60 Tage pro Jahr
Durch die gestiegene Bemessungsgrenze steigt auch das Kinderkrankengeld, was gerade Alleinerziehenden mehr finanziellen Spielraum verschafft.
Wichtige Punkte zur Berechnung
- Krankengeld bleibt steuerfrei
- Aber: unterliegt dem Progressionsvorbehalt → erhöht den Steuersatz auf übriges Einkommen → Nachzahlungen möglich
- Maximaler Anspruch: 78 Wochen innerhalb von drei Jahren bei gleicher Krankheit
- Nach dem Krankengeld folgen ggf. Übergangsgeld, Erwerbsminderungsrente oder Bürgergeld
Weitere Änderungen im Umfeld
- Versicherungspflichtgrenze (für Wechsel zur PKV): steigt auf 77.400 € jährlich
- Beitragssatz zur GKV bleibt bei 14,6 % (zzgl. Zusatzbeitrag – aktuell ca. 2,5 %)
Für Arbeitgeber bedeutet das: Höhere Lohnnebenkosten bei Top-Verdienern, da Beiträge bis zur neuen Bemessungsgrenze fällig werden.
Fazit & Empfehlungen
Die Plattformbuerger-geld.org empfiehlt Betroffenen daher folgende Schritte:
- Wer überdurchschnittlich verdient, kann im Krankheitsfall mit mehr Geld rechnen.
- Familien profitieren durch mehr Kinderkrankengeld.
- Wer längere Krankheitsphasen erwartet, sollte den Progressionsvorbehalt einplanen und ggf. steuerlich beraten lassen.
- Bei chronischer Erkrankung: Reha, Übergangsgeld und Anschlussleistungen frühzeitig prüfen.
Unterm Strich bedeutet 2026 für viele eine spürbare Verbesserung – aber nur, wenn man sich mit den Regeln auskennt und rechtzeitig handelt.

Mehr Informationen: Gehalt

