Kürzungen drohen: Vertrauensschutz endet ab 2026 für Rentner
Schwerbehinderte verlieren in Deutschland ab 2026 bestimmte Rentenvorteile. Besonders der Jahrgang 1964 ist betroffen. Kürzungen drohen. Alle Details findet man hier auf Finanz.de.

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Für viele Menschen mit Schwerbehinderung bringt das Jahr 2026 eine bittere Zäsur: Der Vertrauensschutz läuft für den Jahrgang 1964 aus. Damit verlieren erstmals Versicherte dieser Altersgruppe die Möglichkeit, vorzeitig und teilweise ohne Abschläge in Rente zu gehen. Betroffene müssen sich auf deutliche Einbußen einstellen.
Das berichtet u.a. der Münchner Merkur. Wer davon betroffen ist, findet man hier auf Finanz.de.
Ende der Sonderregeln für Jahrgang 1964
Bislang konnten schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 und mindestens 35 Versicherungsjahren von günstigeren Bedingungen profitieren. Der sogenannte Vertrauensschutz erlaubte ihnen, früher in Rente zu gehen – in manchen Fällen sogar abschlagsfrei.
Mit dem 1. Januar 2026 endet diese Sonderregelung nun endgültig für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Grundlage ist das Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz aus dem Jahr 2007, das die Altersgrenzen bis 2029 schrittweise anhebt.
Massive finanzielle Einbußen drohen
Wer künftig mit 62 statt regulär mit 65 Jahren in den Ruhestand wechselt, muss dauerhaft mit Rentenabschlägen leben. Pro Monat beträgt der Abzug 0,3 Prozent. Bei einer Regelrente von 1750 Euro brutto sinkt die Auszahlung damit auf rund 1370 Euro. Rechtsanwalt und Rentenberater Peter Knöppel (rentenbescheid24.de) spricht von einem „massiven Einschnitt“ mit lebenslangen Folgen.
Knöppel rät Betroffenen, die eigene Rentenplanung frühzeitig zu überprüfen und sich professionell beraten zu lassen. Nur so lasse sich das Risiko finanzieller Lücken abmildern.
Kritik von Sozialverbänden
Sozialverbände wie der Sozialverband Deutschland (SoVD) sehen in der Neuregelung eine unfaire Belastung für gesundheitlich eingeschränkte Menschen. „Gerade diejenigen, die ohnehin stark belastet sind, müssen nun faktisch länger arbeiten oder hohe Abschläge akzeptieren“, warnt der Verband. Die Folge könnten höhere Krankheits- und Arbeitslosenquoten sowie wachsende Altersarmut sein.
Die Bundesregierung hält dagegen. Angesichts des demografischen Wandels sei es notwendig, die Altersgrenzen schrittweise anzugleichen. Nur so könne die langfristige Finanzierung der gesetzlichen Rente gesichert werden.
Was der Vertrauensschutz bedeutet
Der Vertrauensschutz war ursprünglich eingeführt worden, um bestimmte Jahrgänge vor überraschenden Gesetzesänderungen zu schützen. Für viele bedeutete dies die Möglichkeit, trotz neuer Regelungen früher in den Ruhestand zu gehen oder geringere Abschläge hinnehmen zu müssen. Ab 2026 gilt das jedoch nicht mehr – für alle Geburtsjahrgänge ab 1964 greifen dann die strengeren Altersgrenzen.
Fazit: Schwerbehinderte Versicherte des Jahrgangs 1964 verlieren zum Jahreswechsel 2025/26 ihre bisherigen Rentenvorteile. Wer betroffen ist, sollte die eigene Situation genau prüfen und frühzeitig Gegenmaßnahmen planen, um lebenslange finanzielle Verluste zu vermeiden.
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