Von Athen nach London – Reiche Griechen investieren in englische Immobilien
Eintrag vom: 05.11.2011
In den letzten Jahren nahm der Immobilienkauf von wohlhabenden Griechen in London stark zu. Die Reedereibesitzer und –erben wollen sich somit ihr Vermögen sichern. Gerade in den letzten Monaten der Finanzkrise ziehen sie ihr Geld, und somit die Spareinlagen griechischer Banken, immer mehr aus den heimischen Geldinstituten ab und investieren es in die noblen Adressen Londons.
„Sie sind daran interessiert, ihren Wohlstand zu sichern“, sagte Nick Candy, einer der treibenden Kräfte hinter dem Nobel-Bauprojekt, dem „Daily Telegraph“. Gut verständlich, ist es doch nicht sicher, was mit der griechischen Wirtschaft passieren wird. Eine Geldanlage in Dollars oder Pfund Sterling scheint in dieser Krisenzeit eine sichere Option. Sie schaffen ihr Vermögen somit in ein nicht Euroland und investieren es in sichere Immobilien: In Großbritannien sind die Preise für Wohneigentum, trotz einer Inflation von über fünf Prozent, stabil geblieben.
Die Griechen sind durch diese Investitionen den Arabern und Russen auf der Fährte, wenn es um die teueren Wohnungen ab drei Millionen Pfund geht. Die Deutschen sind im Vergleich sehr sparsam bei den Immobilienkäufen in der britischen Hauptstadt. Sie erwarben nur Wohnungen im Wert von 94 Millionen Pfund, die Griechen hingegen im Wert von 250 Millionen Pfund. Trotz dieser hohen Geldsumme kommen sie, laut Schätzungen des Maklerbüros Knight Frank, noch nicht an die mit Petrodollars ausgestatteten Russen (429 Millionen Pfund) und Käufern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (320 Millionen Pfund) heran, schrieb kürzlich die englische „Sunday Times“.
Die beliebteste Adresse Londons ist Hyde Park Number One. In dieser noblen Herberge kostet ein Appartement durchschnittlich schon mal 5,9 Millionen Pfund. Im letzten Jahr wurde eine Wohnung für sage und schreibe 140 Millionen Pfund veräußert. Aber es sind nicht nur einfache Wohnungen, auch ein Zimmerservice von dem benachbarten Mandarin-Hotel und schusssichere Fenster versprechen den Besitzern einiges. Das was nicht fehlen darf: Eine konstant gehobene Preislage und ein schier unbezahlbarer Blick über die britische Metropole.
Hoffentlich lohnt sich der Umzug für die Griechen. Sie schauen nun nicht mehr auf die Akropolis, sondern über die pulsierende Weltstadt London.



