Sollte Strauss-Kahn doch etwas angehängt werden?


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von Andre Westkamp

Eintrag vom: 29.11.2011

Gut sechs Monate nach dem Skandal um Dominque Strauss-Kahn hat der amerikanische Investigationsreporter Edward Jay Epstein ein Buch veröffentlichtlicht, das die Geschehnisse des Tages von DSKs Verhaftung im Detail wiedergibt. Epstein führt dort drei wichtige Punkte an, die Hinweise darauf sein könnten, daß tatsächlich versucht wurde, Strauss-Kahn etwas anzuhängen.

Punkt eins: Strauss-Kahns BlackBerry ist immer noch nicht wieder aufgetaucht. Bereits vor dem Aufeinandertreffen mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo soll DSK davor gewarnt worden sein, daß sein IWF-BlackBerry womöglich abgehört werde. So habe ihm eine Freundin erzählt, die UMP (Sarkozys Regierungspartei) sei im Besitz einer eMail, die er an seine Frau Anne Sinclair geschickt hätte. Auch hatte DSK vor, das Gerät in Paris auf mögliche Verwanzungen checken zu lassen. Verschwunden ist der BlackBerry nach dem Aufeinandertreffen mit Diallo - diese betrat DSKs Suite um 12.06 Uhr und hielt sich dort bis ca. 12.13 Uhr auf. DSK traf sich danach zum Mittagessen mit seiner Tochter, bevor er sich zum Flughafen begab. Erst auf dem Weg dorthin bemerkte er das Fehlen des Gerätes.

Punkt zwei: Diallo betrat am gleichen Tag - und auch direkt, nachdem sie DSKs Zimmer verlassen hatte - mehrmals eine andere Suite des Hotels, Zimmer 2820. Wer dort residierte, ist bis heute nicht bekannt. Den Strafverfolgungsbehörden teilte sie davon aber nichts mit.

Punkt 3: Die Sicherheitsfirma des Sofitel-Hotels, in dem der mutmaßliche Übergriff stattfand, hat enge Verbindungen zu Sarkozy. Das Hotel gehört zur französischen Gruppe Accor, deren Sicherheitsleiter, René-Georges Querry, sich genau zu dem Zeitpunkt, als Diallo den Vorfall der Polizei mitteilte, gemeinsam mit Sarkozy bei einem Fußballspiel war. Währenddessen tätigte John Sheehan, Sicherheitschef bei Accor in New York, einen mysteriösen Anruf an eine bisher nicht identifizierte Nummer. Mehr noch: Xavier Graff, an dem Wochenende zuständig für Notfälle in Accor-Hotels, schrieb später in einer eMail, DSK "zu Fall gebracht" zu haben. Schlußendlich wurden ein Sicherheitsbeamter des Sofitel-Hotels und ein unbekannter Mann um 13.28 jubelnd gesehen - der gleiche unbekannte Mann, der Diallo später zum Sicherheitsdienst begleitete.

Der ganze Report: Hier

 

 

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