Film über Chodorkowski wird nicht in Moskau gezeigt


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von Fabian Biastoch

Eintrag vom: 23.11.2011

Der neue Film über den inhaftierten Michail Borissowitsch Chodorkowski sollte im Dezember in Moskau und anderen Städten Russland Premiere feiern. Genauer gesagt, es war der 2.12 vorgesehen. Die Produzenten und Vermarkter des Films gehen davon aus, dass wegen den Wahlen zum russischen Parlament am 4.12, der Film nun aus den Kinos verbannt wurde. Sogar Kinos, die zugestimmt hatten ihn zu zeigen, widerriefen ihre Bereitschaft. So schrieben sie es zumindest auf ihrer Facebook-Seite. Weiter heißt es, dass nur ein kleines Kino am Rande der Stadt den Film zeigen wird. Aus den anderen Metropolen Russlands ist ähnliches zu vernehmen. In Sankt Petersburg fand sich gar kein Kino, welches den Film zeigen würde.

Die russische Führung hat Befürchtungen auf Grund der Brisanz des Materials. Es zeigt die Biografie eines der größten Kritikers Putins. Chodorkowski wurde 2005 wegen angeblichen Betrugs verurteilt. Der gesamte Prozess hatte den Anschein, ihn los werden zu wollen. Beweise wurden beschafft bzw. es gab keine für die ihm vorgeworfenen Taten.

Im letzten Jahr sagte er, er sei „beschämt, was aus Russland geworden ist“. In einem Interview dieses Jahr, geht er von einer „baldigen Revolution“ in seinem Land aus. Diese Worte ließen natürlich die Oberen in Russland aufhorchen. Nicht nur jetzt, auch schon bei der Weltpremiere des Films gab es Probleme. Kurz bevor er auf der Berlinale gezeigt werden sollte, wurde er als gestohlen gemeldet. Eine bereits vorhandene Kopie in Berlin sicherte den Film für das Publikum.

 

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