EZB soll Europa retten
Eintrag vom: 27.11.2011
Bereits gestern wurde es bekannt: Ein neuer EU-Vertrag bzw. eine Änderung soll die Krise eindämmen. Ein neuer Stabilitätspakt steht im Raum, der aber auch zugleich eine stärkere Überwachung der Krisenländer in Bezug auf ihre Finanzpolitik beinhalten soll. Die Bundeskanzlerin sprach von einem Weg in Richtung Fiskalunion.
Heute berichtet die Welt am Sonntag von dieser Entwicklung, jedoch sind hierbei zwei Zeilen beachtenswert. Zum einen schreibt sie, dass die Europäische Zentralbank sich mehr beteiligen soll. Die EZB sei zwar unabhängig und man kann ihr nicht sagen was sie zu tun hat, doch die Erwartungen sind eindeutig. Weiter ist zu lesen, dass ein Zentralbanker mit folgenden Worten zitiert wird, „Ringen sich die Politiker zu einem Entschluss durch, ist die EZB bereit einzuspringen und zu helfen.“
Die Bank allein reicht nicht um die Krise zu stemmen, doch Vertragsänderungen und ein Einschreiten der Zentralbank könnten den Weg aus dem Tal bedeuten. Es könnte eine Art Vertrag entstehen, der härtere Beobachtung der Krisenländer beschließt, aber so angelegt ist, wie das Schengen-Abkommen vor einigen Jahren. Nicht ein komplett neuer EU-Vertrag, sondern nur ein bindendes Abkommen zwischen einzelnen Ländern zur Rettung des Euro.



