Groupon geht mit abgesenkter Bewertung an die Börse


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von Andre Westkamp

Eintrag vom: 24.10.2011

Seit längerer Zeit wird er mit Spannung erwartet: der Börsengang des Schnäppchenjägers Groupon. Das nach Schätzungen der New Yorker Times im September noch 25 bis 30 Milliarden schwere Start-up-Unternehmen plant die Ausgabe von 30 Millionen Aktien zu einem Stückwert von 16 – 18 Dollar. 540 Millionen Dollar sollen damit in die Kassen des US-Unternehmens gespült und der Wert des Unternehmens auf circa 11 Milliarden Dollar gesteigert werden. Das ist deutlich weniger als die zuletzt genannte Zahl von 750 Millionen Dollar, die sich Groupon selbst vor Kurzem als Ziel gesetzt hatte.

Leicht wird der Börsengang des Schnäppchenjägers nicht. Der geschätzte Unternehmenswert ist durch die Verzögerungen bereits gesunken. Unsaubere Abrechnungspraktiken und zahlreiche Nachahmer am Markt lassen viele Investoren an einem langfristigen Erfolg zweifeln. Gewinne hat Groupon bisher nur im Heimatland USA erzielen können, 19 Millionen Dollar erwirtschaftete in erster Linie der zu Groupon gewechselte ehemalige Amazon-Manager Richard Williams, der bei den Marketingausgaben starke Streichungen vornahm.

Ob das Start-up-Unternehmen seine Verluste in anderen Ländern in absehbarer Zeit auffangen und Gewinne einfahren kann, wird von Experten bezweifelt. So wird der vor erst drei Jahren vom ehemaligen Musikstudenten Andrew Mason gegründete Rabattanbieter Groupon seinen Investoren selbst Rabatte einräumen müssen, um genügend Käufer für seine Aktien zu gewinnen.

 

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