Google rüstet mit ITunes Clone zum Angriff


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von Fabian Biastoch

Eintrag vom: 17.11.2011

Google will es Apple gleich tun und stellte heute seine eigene neue Musikplattform Google Music der Öffentlichkeit vor. Damit soll der Kampf gegen Apples iTunes erfolgreich geführt werden. Als Besonderheit können die Nutzer erworbene Songs einmal kostenlos im Sozialnetzwerk Google+ abspielen lassen.

Lang wurde dieser Schritt erwartet. Nun haben sie endlich ihr Konzept in Los Angeles vorgestellt. In Amerika gestalteten sich die Verhandlungen mit den Musikkonzernen als recht schwierig. Am Ende hat Google alle großen Labels, außer Warner Music, mit Stars wie Bruno Mars oder R.E.M, mit ins Boot geholt. Außerdem sind auch viele kleinere Labels mit an Bord gegangen. Ein besonderer Service ist die Möglichkeit, dass junge Musikschaffende, sich selbst vermarkten können. Damit wird auch gleichzeitig MySpace weiter ins Abseits gedrängt. Ein Schmankerl zum Start ist eine, nur bei Google zu findende und dazu noch seltene, Live-Aufnahme der Rolling Stones von 1973. Dazu gibt es auch noch einen kostenlosen Song als Extra. Weitere Live-Pakete sollen folgen.

 „Es tut uns leid. Google Music ist derzeit nur in den Vereinigten Staaten verfügbar.“

Noch ist dieser Service nur in den USA abrufbar. Laut Gema sei Google auch noch in keinerlei Lizenzverhandlungen eingetreten. Diese würden sich auch als noch schwieriger erweisen als in den USA. Seit Monaten streitet sich der Internetkonzern mit der Musikverwertungsgesellschaft um YouTube und die Lizenzprobleme auf deren Plattform. Eine Lösung ist nicht in Sicht und somit wohl auch kein Google Music für dem deutschen Markt.

Apple ist seit 2003 weltgrößter Musikverkäufer

Im Jahr 2003 eroberte iTunes von Apple den Online-Musikmarkt. Nun erfolgt doch recht spät der Einstieg von Google. Noch haben sie aber keinen eigenständigen Store eröffnet.

Apple möchte die Pole Position nicht verlieren und hat bereits am Montag sein neues iCloud vorgestellt. Google verfügt nun über ein ähnliches Netzwerk. Der große Nachteil ist, bei Google müssen die Songs direkt hochgeladen werden. Apples Angebot gleicht einfach iTunes ab und erspart einem damit die langen Ladezeiten. Dafür waren aber erweiterte Lizenzverhandlungen seitens des Marktführers nötig. Doch auch Amazon ist ein Konkurrent auf dem Online-Musikmarkt.

Insgesamt werden Downloadshops jedoch von Live-Streaming-Dienste bedroht. Sie spielen Musik direkt aus dem Netz ab. Facebook bietet solche Streams zunehmend eine Plattform.

Quelle: FAZ

 

 

 

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