Der heutige Croupon Deal: 40 Prozent von Groupon selbst


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von Jan Gärtner

Eintrag vom: 24.10.2011

Es passt zu Groupon mit einem Abschlag an die Öffentlichkeit zu gehen. Wie das Wall Street Journal berichtet, beabsichtigt Groupon, mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 12 Mrd. US-$ an die Börse gehen.

Vor drei Jahren schwappte das Chicagoer Internet-Phänomen auch auf den deutschen Markt. Hervorragende Rabatte machten beeindruckenden Erfolg möglich. Nun warten alle gespannt auf den Börsengang. Doch lassen sich Käufer für die Aktie finden? Groupon hat noch nie Gewinne gemacht!

Trotz Reduktion des IPO-Volumens um 40% warnen Branchenexperten davor, dass das nicht ausreichen könnte. Nicht jeder glaubt an das Geschäftsmodell: Groupon vermittelt Nachlässe in Form von Gutscheinen. Zum Beispiel 50% Preisnachlass im angesagten Restaurant der Stadt. Für die Vermittlung eines Gutscheins für Waren oder Dienstleistung erhält das Unternehmen eine Kommission. Die Geschäftsidee hat viele Nachahmer gefunden. Verschiedene Portale bieten inzwischen Gutscheine an. Die Konkurrenz ist nicht finanzschwach: Google und Amazon gehören zum Beispiel auch dazu.

Groupon plant, für etwa 30 Millionen Aktien zu veräußern. Bei einem angestrebten Aktienpreis von 16 bis 18 US-$ bleiben viele Anleger der Groupon-Werbeveranstaltung für die Investoren von Morgen fern. Gelingt der Deal, erwartet das Unternehmen 540 Millionen US-$ mehr in seinen Kassen, vorausgesetzt, es werden 30 Millionen Aktien verkauft werden.

Besonders die Erfahrungen der Vergangenheit, in der viele Dotcom-Unternehmen nach dem Börsengang eine rasante Talfahrt hinlegten, lassen Kenner skeptisch bleiben.

 

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