Apple - lernt Google nun was Konkurrenz bedeutet?


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von Eugen Zentner

Eintrag vom: 08.11.2011

Innovation in der Suchtechnologie

Apple ist für seine technologischen Innovationen bekannt, und so manch einem Konkurrenten sind sie ein Dorn im Auge. Dessen kann man sich auch gegenwärtig versichern. Denn der absolute Spitzenreiter auf dem Suchmaschinenmarkt Google fürchtet, dass Apple zu einem ernstzunehmenden Gegner werden kann. Für Unruhe sorgt die neue Sprachfunktion „Siri“, mit welcher in der Suchtechnologie eine neue Ära beginnt. Das Prinzip ist recht einfach: Der Nutzer spricht in das Gerät eine Frage hinein und bekommt daraufhin von diesem eine gesprochene Antwort zurück. Es muss aber nicht immer eine gesprochene Antwort folgen, schließlich sind nicht alle Fragen darauf zugeschnitten. Mittels Sprache kann das Gerät nämlich auch dazu gebracht werden, im Internet eine Suche zu starten und schließlich die gewünschten Informationen zu beschaffen.

Google ist alarmiert

Beunruhigt über Apples Erfolg mit der Sprachfunktion „Siri“ zeigt sich vor allem Googles Executive Chairman Eric Schmidt, der nun auf dem Markt mit Suchmaschinen eine direkte Konkurrenz fürchtet. Was den Wettbewerb angeht, so hat Google damit viele Erfahrungen gesammelt, wie Schmidt selbst sagt. In seinem Brief an den Senat vom 21. September schreibt er, dass die Konkurrenz nicht unbedingt auf dem Suchmaschinenmarkt agiere. Diese böten durchaus andere technologische Dienstleistungen an. Es geht hier um Geschäfte mit Apps, Vergleichsdienstleistungen oder kleinen Programmen für Smartphones. Mit „Siri“ werde Apple jedoch zu einem direkten Konkurrenten, der nun einen innovativen Ansatz gewählt habe.

Noch funktioniert „Siri“ über Google

Bis jetzt hat Google eigentlich keinen Grund zur Sorge, denn die Suche im Internet muss sich auch mit „Siri“ des Google-Dienstes bedienen. Allerdings fürchtet Schmidt, dass sich das schon bald ändern wird. Und dann könnte Apple dem Suchmaschinen-Marktführer durchaus gefährlich werden. Google hat in dieser Hinsicht so gut wie ein Monopol und versucht dieses zu verteidigen. Der Verdacht darauf ist auch der eigentliche Grund, weshalb Schmidt dem Senat Rede und Antwort stehen musste. Die Darstellung der eigenen Besorgnis über Apple als einem wachsenden Konkurrenten auf dem Suchmaschinenmarkt wird dazu instrumentalisiert, sich aus dem Verdacht der Monopolbildung zu ziehen.

 

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