American Airlines insolvent
Eintrag vom: 29.11.2011
Die drittgrößte Fluggesellschaft der USA ist abgestürzt. Am Dienstag beantragte der Mutterkonzern AMR Corp. vor einem New Yorker Gericht Gläubigerschutz nach Kapital 11 des US-Insolvenzrechts.
In den USA bedeutet ein Antrag auf Gläubigerschutz, dass das Unternehmen vor den Forderungen und Aktivitäten der Gläubiger geschützt ist. Der eigentliche Sinn des Kapitels 11 ist, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dazu können auch Schulden erlassen werden oder ein Übergang des Unternehmens in die Hände der Gläubiger ist möglich.
Der Geschäftsbetrieb bei American Airlines soll ungestört fortgesetzt werden. Der Flugbetrieb ist also weiterhin in Takt. Ziel des Schritts ist es, sich von Schulden zu befreien, um wieder durchstarten zu können.
American Airlines plagt sich seit langem mit hohen Verlusten. Alleine in den ersten neun Monaten diesen Jahres war ein Minus von unterm Strich 884 Millionen Dollar angefallen. Der Fluglinie machen die hohen Spritkosten und die scharfe Konkurrenz zu schaffen. Außerdem gibt es Probleme, mit der Bezahlung der Mitarbeiter.
Ein neuer Mann an der Spitze soll nun das Ruder herumreißen und die Gesellschaft in bessere Zeiten führen: Thomas Horton folgt Gerard Arpey nach, wie American Airlines am Firmensitz in Fort Worth erklärte. «Das ist ein schwieriges Geschäft», räumte der frisch gekürte Firmenchef ein.
Noch ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen die Insolvenz haben wird. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin 2012 beitreten will. Zudem hatte American Airlines erst vor einigen Monaten einen gigantischen Auftrag für neue Flugzeuge an Airbus und Boeing vergeben.
(Mit Materialen von dpa)



