Alles was Sie wissen müssen zum Facebook Börsengang


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von Patrice Robert Lipeb

Eintrag vom: 01.12.2011

Medienberichten zufolge steht uns im Jahr 2012 der größte Börsengang aller Zeiten, im Bereich Technologie, bevor. Das Wall Street Journal berichtete kürzlich, dass der Social-Network-Gigant Facebook bei seiner geplanten öffentlichen Erstemission, voraussichtlich im zweiten Quartal 2012, beabsichtigt rund zehn Milliarden US-Dollar einzunehmen. Nach Angaben der New-Yorker Tageszeitung könnte der Wert des Unternehmens auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.        

Zum Vergleich: Google nahm bei seinem erfolgreichen Börsengang im Jahr 2004 nur 1.67 Milliarden US-Dollar ein. Allerdings bleibt zu erwähnen, dass diese Zahlen nicht ohne weiteres vergleichbar sind, da Google keine Kapitalaufnahme in diesem Umfang forcierte. Nichtsdestotrotz bleibt die Summe von zehn Milliarden US-Dollar äußerst bemerkenswert. 

Analysten zufolge besteht die Strategie des Facebook-Konzerns darin, möglichst wenige Aktien auf den Markt zu werfen. Das erreicht das Unternehmen am besten durch eine möglichst hohe Ausgangsbewertung. Ein Trend der sich in diesem Jahr bei zahlreichen Börsengängen abzeichnete, wie zum Beispiel bei LinkedIn, Groupon, Pandora, Zillow und vielen anderen.

Es sieht ganz danach aus, als würde Facebook nur rund zehn Prozent seiner Aktien freigeben wollen. Das klingt zunächst nach einem recht minimalistischen Free Float, gleichwohl stellen diese zehn Prozent die doppelte Menge der handelbaren Aktien der Groupon Inc. dar.   

Unabhängig davon wie groß die Menge der freigegebenen Aktien letztendlich seien wird, lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass es das erklärte Ziel des Facebook-Konzerns ist, zehn Milliarden US-Dollar einzunehmen. Berichten des Wall Street Journals zufolge will Facebook das frische Kapital des Börsengangs dafür verwenden neue Ingenieurstalente anzulocken – eine überlebenswichtige Strategie im Kampf um die begehrten Köpfe in Silicon Valley. Darüber hinaus sollen neue Ressourcen für die Produktentwicklung erschlossen werden, wie etwa für das geplante Facebook-Phone oder für die Neuentwicklung seriöser und nützlicher Apps. 

Natürlich könnte Facebook auch auf große Einkaufstour gehen, aber die Zeichen sprechen eher dagegen. Facebook hat bisher verhältnismäßig wenige Deals dieser Art abgeschlossen und wenn, dann nur im  vergleichsweise geringen Umfang. Es würde einfach nicht zur bisherigen Unternehmensstrategie passen. Im Zusammenhang mit den jüngsten Bestrebungen des Unternehmens sein eigenes Smartphone auf den Markt zu bringen, spricht alles dafür, dass Facebook vielmehr in sich selbst investieren wird.

 
 

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