Ausbildungsversicherung
Eintrag vom: 28.09.2011
Eine Vorsorge für die Kinder können Eltern dann treffen, wenn sie die feste Absicht haben, ihnen eine gute Ausbildung zukommen zu lassen. Ein Studium ist oft sehr kostspielig, zumal die Kinder selbst in dieser Zeit nur sehr wenig Geld verdienen können. Um den Kindern diese harte Zeit etwas zu erleichtern, haben Eltern die Möglichkeit, eine Ausbildungsversicherung abzuschließen. Diese Versicherungsart hat den Status einer kapitalbildenden Lebensversicherung, deren Laufzeit schon in sehr frühen Jahren endet. Meistens fällt dieser Zeitpunkt auf den Anfang der Ausbildung oder die Vollendung des 18. Lebensjahres. Das Prinzip ist einfach: Die Eltern zahlen Versicherungsbeiträge und das Kind erhält die angesparte Geldsumme, sobald der Vertrag abgelaufen ist. Mit diesem Geld kann es schließlich die Ausbildung bestreiten und alle Kosten decken, die dafür anfallen. Kommt der versicherte Elternteil während der Laufzeit ums Leben, dann werden die Beitragszahlungen gestoppt. Für das Kind ist jedoch gesorgt, denn die angesparte Versicherungssumme wird ihnen nach Ablauf des Vertrags in voller Höhe ausgezahlt. Zusätzlich profitieren sie von der Überschussbeteiligung. Das bedeutet, dass die Versicherung bei Unternehmenserfolg einen Bonus garantiert.
Wie bei anderen Versicherungsarten spielt auch hier das Eintrittsalter eine große Rolle. Je jünger der Versicherungsnehmer ist, desto größer fällt die Versicherungssumme aus. Auch die Beiträge können niedrig gehalten werden, wenn man sich früh genug zum Abschluss der Ausbildungsversicherung entscheidet. Aus diesem Grund ist es vorteilhafter, wenn Eltern für ihre Kinder privat vorsorgen. Ergreifen hingegen die Großeltern die Initiative, dann ist aufgrund des höheren Eintrittsalters mit einer niedrigeren Rendite zu rechnen.
Vergleicht man eine Ausbildungsversicherung dieser Art mit anderen Anlageprodukten, dann fällt die Bewertung eher negativ aus. Zum einen sind die Renditen meist eher dürftig, zum anderen ist es für den Versicherungsnehmer nicht immer leicht erkennbar, wie hoch die Versicherungssumme am Ende tatsächlich ausfällt. Das hängt damit zusammen, dass die meisten Versicherungen an variable Zinsen gebunden sind. Im Laufe der Jahre kann es daher zu Schwankungen kommen. Selbst Experten sind oft nicht imstande, diese vorherzusehen. Das hat schließlich den Effekt, dass Vergleiche mit Angeboten anderer Versicherungsunternehmen erschwert werden. Auf dem Kapitalmarkt gibt es hingegen bessere Produkte, die eine größere Rendite versprechen. Sollte das Sparvorhaben nicht gerade zum Zeitpunkt einer Finanzkrise verwirklicht worden sein, kann oftmals aus höheren Zinsen Profit gezogen werden. Langfristige Banksparpläne oder Bundeswertpapiere eignen sich daher besser für eine Ausbildungsvorsorge.



