Technologie-Prophezeiungen für 2012
Eintrag vom: 02.12.2011
2011 sah das rasante Wachstum von Smartphones und Tablets sowie die zunehmende Verbreitung von sozialen Netzwerken und Rabatt-Gutscheinen wie Groupon. Hier folgen nun einige Prophezeiungen für das, worauf man 2012 passieren könnte und worauf es sich folglich zu achten lohnt.
Facebook geht an die Börse
Sehr wahrscheinlich ist, daß Facebook die bereits lange diskutierte IPO durchziehen wird. Wie das Wall Street Journal berichtete, sollen im Frühjahr 2012 $10 Mrd. dadurch eingenommen werden - bei einer Bewertung des Unternehmens von $100 Mrd. Das soziale Netzwerk wird im kommenden Jahr ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schwelle von 500 Investoren überschreiten, was zur Folge hätte, daß die Zahlen offengelegt werden müssen. Damit ginge zwar nicht die Pflicht zum Börsengang einher, dieser böte sich aber an.
Twitter wird übernommen
Twitter ist ähnlich erfolgreich wie Facebook - weshalb sich eine Reihe an Kandidaten für die Micro-Blogging-Seite interessieren dürften, Facebook eingeschlossen. Google wäre ebenfalls zu nennen. Obwohl die Kalifornier mit Google+ jüngst ihr eigenes soziales Netzwerk gestartet haben, wäre die Übernahme von Twitter (aktuell mit $8 Mrd. bewertet) im Angesichte von Googles Barreserven von $39 Mrd. leicht zu bewältigen.
Apple bringt einen Fernseher auf den Markt
Steve Jobs hatte in seiner Biographie bereits erwähnt, endlich "geknackt" zu haben, wie Apple einen Fernseher auf den Markt bringen könnte - und tatsächlich, die Spekulationen, daß der Apple-Fernseher schon nächstes Jahr kommen könnte, mehren sich. Ein solches Gerät wäre damit auch der erste Vorstoß in ein neues Geschäftsfeld, bei dem der neue CEO Tim Cook am Steuer säße.
Rabatt-Gutschein-Anbieter gehen pleite
Groupon ist mit Sicherheit der bekannteste, aber nicht der einzige Anbieter von Rabatt-Gutscheinen. In Deutschland z.B. leistet DailyDeals.de hartnäckig Widerstand gegen Groupons Marktführerschaft. Groupon ging als erstes Unternehmen dieser Branche an die Börse und konnte dadurch $700 Mio. an Eigenkapital aufbringen, Analysten waren dennoch skeptisch: der Umsatz wächst nur langsam und der Konzern besitzt eine gewaltige Marktmacht. Da auch jetzt noch ständig neue Konkurrenten den Markt betreten, könnte einer der etablierten Anbieter unter die Räder kommen.
Tablets mit Windows werden sich nicht durchsetzen
Die einzigen wirklichen Gewinner des Tablet-Booms waren bisher Apple und Amazon. Microsoft bemühte sich sehr, hier mitzuhalten - und bereits dieses Jahr wurde bekannt, daß Windows 8 sowohl mit ARM-basierten Chips laufen als auch eine Touchscreen-freundliche Benutzeroberfläche bekommen werde. Beste Voraussetzungen also für den Erfolg bei Tablets. Das Problem liegt eher auf jedoch der Hardware-Seite: sollten Hersteller wie Hewlett Packard, Acer oder Lenovo sich aus dem Tablet-Markt zurückziehen, werden Windows-Tablets zum wirtschaftlichen Flop verkommen, trotz positiver Reviews für das Betriebssystem.
Apps werden immer unwichtiger
Smartphones sind nicht zuletzt dank der auf ihnen lauffähigen "Apps" so beliebt geworden, diese könnten aber bald der Vergangenheit angehören. Der gewichtigste Grund dafür ist HTML5, der neue Standard für Inhalte im Netz. Apple und Microsoft haben bereits begonnen, HTML in ihre Software zu intergrieren, was Apps im klassischen Sinne überflüssig machen könnte. Hinzu kommt noch, daß nicht nur die Smartphones, sondern auch die Datenverbindungen immer leistungsfähiger werden, so daß viele Dinge direkt mit dem Browser erledigt werden können.
Das Internet wird Ziel von Terroranschlägen
Daß dies geschehen werde, wird schon seit Jahren befürchtet, bisher ist ein solcher Fall aber noch nicht eingetreten. Potentielle Ziele könnten zum Beispiel die Börsen werden, die den überwiegenden Teil aller Orders elektronisch abwickeln.
Zahlen mit dem Handy wird sich durchsetzen
In 2011 konnte man erstmals mit seinem Mobiltelephon direkt an der Kasse bezahlen, in 2012 könnte es sich endgültig durchsetzen. Sowohl MasterCard als auch Visa haben kräftig in diese Technologie investiert, ebenso wie Google und eBay mit PayPal. Firmen wie Starbucks haben auch schon damit begonnen, die neue Zahlungsmethode zu akzeptieren.



