Im Test: Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland


Im Test: Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland

von Mia Kirschner

Eintrag vom: 28.08.2011

Das Tagesgeld ist im Gegensatz zum Festgeld eine flexible Form der Geldanlage: Anleger können jederzeit vollumfänglich über ihr Geld verfügen. Das Tagesgeldkonto dient der Anlage kleinerer und mittlerer Geldbeträge bei täglicher Verfügbarkeit, d.h. es gibt keine festen Laufzeiten oder Kündigungsfristen. Die Bank of Scotland gehört mit der Lloyds Banking Group zu einer der größten Bankengruppen der Welt. Was Ihre Anlage relativ sicher macht: Sie ist dem britischen Einlagensicherungsfonds FSCS (Financial Services Compensation Scheme) angeschlossen. Dadurch sind Einlagen privater Anleger (bis zu 85.000 britische Pfund, entspricht ca. 96.000 €) auch in Deutschland zu 100% geschützt. Das Zahlungssystem der Bank Of Scotland wurde vom TÜV Saarland als besonders sicher eingestuft. Sowohl Eröffnung als auch Kontoführung sind bei der BoS kostenlos. Eine Mindesteinlage ist für das Tagesgeld nicht erforderlich; der Zinssatz von aktuell 2,5% p.a. gilt bereits am dem ersten Eurocent.
Per Onlinebanking ist es möglich, Umsatz und Guthaben persönlich zu überwachen. Zusätzlich kann man sich via Zinsvorschau über den tagesaktuellen Satz informieren. Die jährliche Gutschrift der (steuerpflichtigen) Zinsen erfolgt allerdings nur auf das Tagesgeldkonto, eine Auszahlung auf ein weiteres Konto ist nicht möglich. Das Festgeldkonto hat den Vorteil eines garantierten Zinssatzes, kann allerdings nur zusätzlich zu einem bereits existierenden Tagesgeldkonto eingerichtet werden. Es kann bei wahlweise monatlicher oder jährlicher Zinszahlung beispielsweise einen Zusatz zur Rente darstellen, ist aber etwa durch festgelegte Laufzeiten entschieden weniger flexibel zu handhaben als das Tagesgeld. Transaktionen können nur auf das Tagesgeldkonto vorgenommen werden.
Die komplette Kontoführung ist kostenlos, selbst bei der postalischen Zustellung von Steuerbescheiden fallen für den Kunden keine Kosten an. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass für Sonderleistungen, worunter auch Ferngespräche fallen, Gebühren berechnet werden. Sowohl das Handelsblatt als auch Stiftung Warentest/Finanztest kürten die Bank of Scotland zum besten Anbieter für Tagesgeld. Eines gilt es jedoch zu beachten: Das Unternehmen kündigt zwar an, keine Betragsstaffelung vorzunehmen, den Zinssatz also auch bei hohen Beträgen gelten zu lassen. Dies gilt jedoch nur für Beträge von bis zu 500.000 €. Bei höheren Beträgen behält es sich die Vergabe eines abweichenden Zinssatzes vor. Unser Fazit: Die gebührenfreie Einrichtung sowie die Sicherheit durch hohe technische Standards und den Anschluss an den FSCS macht das Angebot der Bank of Scotland sowohl attraktiv für Anleger, die ihr Geld vollumfänglich selbst verwalten möchten, wie auch für Sparer, die auf Sicherheit setzen. Pluspunkte gibt es für das Entfallen der Mindesteinlage und den vergleichsweise hohen Zinssatz. Sinnvoll ist eine Kombination von Tages- und Festgeld: Flexible Verwaltung geringerer Beträge auf dem Tagesgeldkonto, gleichzeitig Sicherheit und garantierte Zinsen für höhere Beträge auf dem Festgeldkonto, insbesondere bei längeren Laufzeiten. Denn auch als Anbieter für Festgeld wurde das traditionsreiche Unternehmen Testsieger.

Die Finanz.de Redatktion vergibt 4 Sterne ****

 

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