Vorsorgen für den Ernstfall - Wie viel Geld braucht man nach einem terroristischen Anschlag?


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von Jan Gärtner

Eintrag vom: 13.09.2011

Vorsorgen für den Ernstfall

Wie viel Geld braucht man nach einem terroristischen Anschlag?

Nach dem sich der Anschlag von 9/11 letzten Sonntag zum zehnten Mal gejährt hat und vor dem Hintergrund der auch in Deutschland wiederholten Warnungen vor terroristischen Anschlägen machen viele Menschen sich Gedanken: Wie kann man sich bestmöglich auf einen solchen Fall vorbereiten?

Ein Teil der Vorsorge besteht sicherlich darin, eine gewisse Menge Geld flüssig zu haben: Nicht auf der Bank, nicht in Aktien angelegt, und auch nicht in Form des uneingelösten großmütterlichen Schecks.

In einem ernsthaften Notfall braucht man Bargeld, um für alles Notwendige bezahlen zu können – Nahrung, Wasser, Erste-Hilfe-Utensilien und alles, was man sonst noch braucht, um einigermaßen versorgt zu sein, bis das Chaos sich gelegt hat. Die Summe sollte (in Form von Scheinen) mindestens ausreichen, um dreißig Tage bestreiten zu können – und wir reden hier nicht davon, Rechnungen zu bezahlen. Da bei einer größeren Katastrophe gern mal der Strom ausfällt, funktionieren natürlich weder Geldautomaten noch die Türen der Bank, die ohnehin geschlossen hat. EC- und Kreditkarten werden nutzlos, während die Preise in Geschäften und Tankstellen in die Höhe schießen: Man benötigt also extra Reserven, um damit umzugehen.

Für den kaum denkbaren Fall einer schmutzigen Bombe oder gar einer nuklearen Tragödie vergrößert sich der Zeitraum, in dem man nicht auf sein anderswo gelagertes Geld zugreifen kann, immens. In einer solchen Situation gibt es keinen Ersatz für das material vorhandene Geld. Aber es braucht nicht einmal unbedingt eine solche Apokalypse, um eine Notstandssituation zu erzeugen: Naturkatastrophen wie Hurrikans, Überschwemmungen und Erdbeben bringen ebenfalls Stromausfälle und Zerstörung mit sich.

Folgende Tipps helfen beim Aufbau einer Reserve für den Ernstfall.

  • Nutzen Sie einen Safe. Er sollte feuersicher und wasserfest sein.
    Bedenken Sie, dass verzweifelte Menschen verzweifelte Dinge tun. Überlegen Sie sich einen Notfallplan: Was ist mitzunehmen? Wohin gehen wir, wenn es in unserem Haus nicht sicher ist? Zumindest einen rudimentären Plan für den Ernstfall zu haben hilft, einen kühlen Kopf zu behalten.

  • Tauschen Sie wenn möglich Gold ein, um Reserven aufzubauen, und zwar vor der Katastrophe. Zum Beispiel wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, etwa alten Goldschmuck zu Geld zu machen (das im neuen Safe untergebracht wird).

  • Damit Sie ruhig schlafen können, fragen Sie Ihre Bank, wie dort mit Ihren Anlagen umgegangen wird. Einige haben extra Broschüren mit diesen Informationen, bei anderen müssen Sie nachfragen. Man wird Ihnen sicher nicht alles erzählen, doch Sie haben ein Recht darauf, zu wissen, wie sicher Ihr Besitz verwahrt wird.

  • Bewahren Sie die Papierunterlagen. Wenn die Gefahr des vollständigen Datenverlusts während einer Cyber-Attacke auch ziemlich gering ist, können extremere Vorkommnisse wie die hier Behandelten doch besondere Vorsicht erfordern. Es ist also keine schlechte Idee, Sicherheitskopien Ihrer Buchhaltungsunterlagen anzulegen (und im Safe zu verwahren). Im Extremfall könnte das alles sein, was bleibt.

 

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