Die Wahrheit wird ersichtlich


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von Patrice Robert Lipeb

Eintrag vom: 05.12.2011

Es ist heute kein Geheimnis mehr, dass Photoshop nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Bildbearbeitung bietet. Mit dem allseits beliebten Programm lassen sich wie von Zauberhand  kleinere und größere Makel im Bild beseitigen. Man kann etwa kinderleicht den Taillenumfang verringern oder nach Belieben Models in Aliens verwandeln und umgekehrt.

Natürlich ist das dadurch entstandene Ideal, von makelloser Schönheit, mit Vorsicht zu genießen. Vor allem für leicht beeinflussbare Konsumenten, die tatsächlich versuchen so auszusehen wie die Models auf den Titelseiten. 

Doch für das Gros der Werbebranche, die mit Photoshop bearbeitete Bildern gezielt einsetzt, um ihre Produkte an entsprechende Zielgruppen zu verkaufen, geht eine Ära zu Ende. Medienberichten zufolge hat eine Gruppe von Wissenschaftlern der Darthmouth Universität ein Programm entwickelt, das genau erkennt inwieweit ein Photo retuschiert wurde. Die Neuentwicklung stößt auf ein breites öffentliches Interesse und wurde sogar in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. 

Das Programm nutzt ein innovatives mathematisches Modell um geometrische und photometrische Veränderungen im Bild sichtbar zu machen. Was die Wissenschaftler, etwas kryptisch, als geometrische Alternierung bezeichnen, meint im Volksmund lediglich das Optimieren des Körperumfangs oder die Vergrößerung der Gesichtszüge. Photometrische Bearbeitung bezieht sich auf Veränderungen des Teints, beziehungsweise die Retuschierung kleinerer Mängel, wie etwa Zellulitis oder Falten. Durch die Einführung dieses praktischen Tools wird der schöne Schein der Titel-Cover zukünftig wohl etwas an Glanz verlieren.  

 

 

 

 

 

 

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