Top 5 Tipps wie Sie bei Ihrer Smartphone-Rechnung sparen können
Eintrag vom: 27.09.2011
Die Anhäufung von Daten in drahtlosen Netzwerken hat ein solches Ausmaß angenommen, dass die Betreiber nun Schritte unternehmen, um der Vereinnahmung der Bandbreite durch Einzelne entgegen zu wirken. So auch der größte Mobilfunkbetreiber der USA, das Telekommunikationsunternehmen Verizon, das letzte Woche bekannt gab, mit der Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit für die aktivsten fünf Prozent der 3GB-Nutzer begonnen zu haben. Nach Berichten von verschiedenen PC-Magazinen wird von AT&T ein ähnliches Vorgehen mit Beginn im Oktober erwartet. Die Maßnahme soll die Nutzer wohl nach und nach dazu bringen, von den unlimitierten zu limitierten und preisgestaffelten, also stufenweise teurer werdenden Verträgen zu wechseln.
Seitdem die Popularität von Smartphones so enorm zunimmt, versuchen die Betreiber verstärkt, ihren Kunden solche gestaffelten Datenverträge zu verkaufen, die oftmals mit Minuten-Abrechnung einhergehen. Ein StartUp-Unternehmen namens Onavo bringt jetzt ein wirkliches nützliches Hilfsmittel für größere Transparenz heraus, das den Kunden einen besseren Überblick über die von ihnen genutzten Datenmengen erlaubt – was ihnen hilft, besser informierte Entscheidungen über den notwendigen „Verbrauch“ und die damit verbundenen Kosten zu treffen.
Die Notwendigkeit eines solchen Tools liegt für den Onavo-Gründer und CEO Guy Rosen auf der Hand: „Sie bekommen dieses komplette System mit einem Smartphone oder Tablet-PC, und Sie benutzen darin eine Menge Apps, ohne wirklich zu wissen, was und wie viel Sie benutzen.“ Die Preise variieren dabei sehr stark, je nach Anbieter und Limitierung. Das Onavo-App funktioniert sowohl mit dem Betriebssystem des iPhone von Apple als auch mit dem von Googles Android. Es findet raus, welche Datenmengen auf dem Smartphone wofür verwendet werden und ist auch in der Lage, Daten zu komprimieren, um die Übertragungsmenge zu minimieren. Wollen Sie wissen, was die größten Datenmengen erfordert? Sie haben doch bestimmt auch schon mal diese Süße-Kätzchen-Videos bei YouTube angesehen. Wenn es um Streaming-Medien geht, nimmt YouTube allein schon 40% der Datenmengen für sich in Anspruch. Auch App-Downloads sind Datenfresser: Laut Onavo werden in den Vereinigten Staaten 13% der von iPhones genutzten Datenmengen von Apps wie Angry Birds verbraucht.
Nach der Meinung des Onavo-Gründers Rosen bedeutet es einen notwendigen Teil der Bildung moderner „digital citizens“, seinen eigenen Datenverbrauch zu verstehen, also zu wissen, wie viele Megabytes ein gestreamtes Video verbraucht. Wie viele Stadtbewohner bereits wissen, ist die Akkumulation von Datenpaketen ein zunehmendes Problem: Signale fallen aus, eine Email zu öffnen dauert mehrere Minuten, und selbst ein Leichtgewicht wie eine SMS kann im Datenstau aufgehalten werden. Um die durch Smartphones steigende Nachfrage nach größerer Bandbreite zu befriedigen, investieren die großen Betreiber in teure drahtlose Breitband-Netzwerke – und die Kosten dafür werden natürlich über teurere Verträge an die Kunden weiter gegeben. Erschwerend wirken sich auf das Problem des Datenstaus auch ineffiziente Apps aus: Viele dieser Anwendungen sind nicht unbedingt für Mobilgeräte optimiert (aber immerhin das ändert sich langsam).
„Überlastungen sind teuer“, so Rosen: „Wir brauchen also etwas, das es den Massen der Benutzer einfach macht, Datengebrauch zu verstehen.“
Hier sind fünf Tipps, die Ihnen helfen, Ihren Datenverbrauch zu minimieren und für Wichtigeres zu sparen:
Sagen Sie Nein zum einfach-von-unterwegs-ein-App-downloaden. Nutzen Sie stattdessen Ihren Heimcomputer zum Runterladen von Anwendungen und Liedern. Damit können Sie schon mal 10 Prozent der Datenmengen sparen.
Nutzen Sie die manuelle Einstellung Ihres Email-Programms. Sonst sucht Ihr Smartphone nämlich permanent nach neuen Mails, und das bedeutet einen Datenstrom. Ändern Sie die Einstellung so, dass Sie Emails zu einem von Ihnen gewählten Zeitpunkt bekommen.
Wenn Sie unterwegs surfen, nutzen Sie die mobilen Versionen der Websites, die speziell für Smartphones konzipiert sind. Dazu tippen Sie statt www einfach m.
Messen und komprimieren Sie Ihre Datenübertragungen. Dazu können Sie z.B. das Onavo-App benutzen.
Schauen Sie Streaming-Videos über Wifi-Netzwerke statt über drahtloses Breitband-Netzwerk. Wenn Sie nicht aufpassen, bringen die Sie nämlich ganz schnell über das 2GB-Limit.



