Private Krankenversicherung
Eintrag vom: 07.09.2011
Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Allerdings haben nur ganz wenige die privilegierte Stellung, diese Alternative nutzen zu können. Das deutsche Gesundheitssystem ist so aufgebaut, dass Arbeitnehmer zum Abschluss der gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtet sind. Sie haben daher den Status von Pflichtversicherten.
Ihnen gegenüber stehen Personen, die von dieser Pflicht befreit sind. Das sind in erster Linie Beamte, Selbständige und Freiberufler. Sie haben schließlich die Möglichkeit, die PKV der GKV vorzuziehen. Das können aber auch Pflichtversicherte mit hohem Einkommen sein. Liegt dieses über der Versicherungspflichtgrenze, dann steht es dem gesetzlich Versicherten frei, in die PKV zu wechseln.
Die Grenze für Pflichtversicherte ändert sich teilweise jährlich und liegt derzeit bei einer Jahressumme von 49.950 €. Das entspricht einem Monatseinkommen von 4.162,50 €. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Grenzbeträge jeweils in Brutto angegeben werden. Eine weitere Voraussetzung für den Wechsel in die PKV ist die Mehrverdienstdauer. Diese liegt bei drei Jahren, in denen das Einkommen stets die Versicherungspflichtgrenze übersteigen muss. Erst dann sind alle Bedingungen für die Möglichkeit des Wechsels erfüllt. Für diejenigen, die in diese Situation kommen, kann der Wechsel in der Tat mit einigen Vorteilen verbunden sein.
Gegenüber der GKV kann die private Krankenversicherung nämlich in fast allen Fällen mit ihren Leistungen glänzen. Diese sind oftmals umfassender und mit mehr Privilegien verbunden. Das wirkt sich jedoch auch in der Beitragshöhe aus. Allerdings ist diese gerade im Fall junger und gesunder Versicherungsnehmer häufig deutlich niedriger als im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die tatsächlichen Preisunterschiede sollten daher besonders von diesen Personengruppen genau studiert werden.



