Über ein gutes Geschäft in den ersten 6 Monaten des Jahres konnte sich Sartorius Vz. (ISIN DE0007165631) freuen. Der Labor- und Pharmazulieferer verzeichnete einen Umsatz- und Gewinnanstieg und blickt auch weiter positiv nach vorn.
Der Umsatz wurde im 1. Halbjahr um 19,3% auf 422,1 Mio. Euro gesteigert. Das Plus auf wechselkursbereinigter Basis lag bei 15,6%. Hiervon entfielen ca. 6% auf das Biohit-Pipettengeschäft, welches zum Jahresende 2011 erworben wurde. Der Auftragseingang stieg um 15,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 434,2 Mio. Euro.
Zu diesem positiven Ergebnis trugen alle drei Sparten des Unternehmens ihren Teil bei. Die Sparte Bioprocess Solutions, welche für etwas mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes steht, verzeichnete dabei ein Umsatzwachstum von 21,2% auf 237,4 Mio. Euro. Diese Sparte ist vor allem auf Einwegprodukte für die Medikamentenherstellung spezialisiert. Die Sparte Lab Products & Services bietet Premium-Laborinstrumente und Laborverbrauchsmaterialien an. Hier wurde der Umsatz um 20,2% auf 133 Mio. Euro gesteigert. Auch die kleinste Sparte Industrial Weighing konnte ein Umsatzplus von 9,5% auf 51,8 Mio. Euro verzeichnen.Insgesamt war das Wachstum in Nordamerika mit einem Plus von 30,2% am stärksten. Dahinter stand Asien mit einem Plus von 14,9%, gefolgt von Europa mit 10,8%. Das um Einmaleffekte bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich von zuvor 51,1 Mio. Euro auf 63,6 Mio. Euro. Die Marge stieg von 14,4 auf 15,1%. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 29,5 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser 23,7 Mio. Euro betragen. Diese hervorragenden Ergebnisse veranlassten den Vorstand deshalb, die Wachstums- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2012 zu erhöhen.
Sartorius erwartet nunmehr einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von ca. 11%. Bisher war von 10% die Rede. Das operative EBITA wird bei ca. 15% anstelle der bisherigen 10% erwartet. Voraussetzung hierfür sind unverändert positive Wechselkursverhältnisse.
Der Markt honorierte diesen guten Geschäftsbericht prompt mit einem Kursanstieg, so dass ein neues 52-Wochen-Hoch markiert werden konnte. Danach gab es zwar wieder einen kleinen Rücksetzer, der jedoch nicht anhalten sollte. Sartorius verfügt über ein intaktes Geschäftsmodell und baut dieses kategorisch weiter aus. Auch eine eventuelle Konjunkturabkühlung sollte sich hier nicht sehr stark bemerkbar machen, da die Produkte von Sartorius auch bei schlechter Wirtschaftslage nachgefragt werden. Krankheiten richten sich nicht nach wirtschaftlichen Aussichten. Wir halten die Aktie weiter und passen den Stopp-Loss auf 49,60 Euro an.
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