Allen Konjunktursorgen zum Trotz entwickelt sich das Geschäft von Jungheinrich (ISIN DE0006219934). Der Gabelstapler-Produzent konnte bereits per Ende April seinen Umsatz in die Höhe treiben.
Auch für das 2. Quartal des Jahres bleiben Analysten optimistisch. Erwartet werden hier ein Umsatz von 566 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 5,8%. Beim Auftragseingang rechnet man mit 575 Mio. Euro. Dies wäre zwar ein leichter Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr. Den Grund hierfür sieht man jedoch in einer hohen Vergleichsbasis.
Zurückhaltend sieht der Konzern jedoch die weitere Entwicklung in Frankreich und Südeuropa. Hier werden rund 30% des Gruppenumsatzes generiert und die anhaltende Schuldenkrise in Europa bringt demzufolge einige Unsicherheiten für diese Märkte mit sich.
Generell jedoch kann Jungheinrich auf eine starke Bilanz zurückblicken und steht fundamental auf sehr festen Füßen. Die Aktie gab zuletzt wieder nach, was jedoch nicht von Dauer sein dürfte. Neue Impulse für den Kurs könnte ein Börsengang des Konkurrenten KION mit sich bringen.
Die KION Group vereint die Marken Linde, STILL, Fenwick, OM Still, Baoli und Voltas unter ihrem Dach. In Europa ist KION der Marktführer für Flurförderzeuge und weltweit die Nummer zwei der Branche. Sollte KION an die Börse gehen, so könnte sich dies auch positiv auf den Kurs von Jungheinrich auswirken, da damit auch eine Ausweitung der Bewertungskriterien verbunden sein würde.
Die Aktie konnte nach einem Rücksetzer zuletzt wieder leicht zulegen. Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben und wir gehen davon aus, dass die Zahlen zum 2. Quartal, welche am 09. August bekannt gegeben werden, ebenfalls positiv ausfallen werden. Für uns bleibt Jungheinrich eine Halten-Empfehlung.
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