Bewegte Zeiten liegen hinter und mit aller Wahrscheinlichkeit auch vor Celesio (ISIN DE000CLS1001). Der Pharmahändler aus Stuttgart steht mitten in einem Umbruch, angetrieben von Konzernchef Markus Pinger.
Dessen Vorgänger Fritz Oesterle hatte versucht, durch Zukäufe neue Geschäftsfelder zu erschließen. Ziel war es, sich dadurch weniger abhängig vom Handel mit Arzneimitteln zu machen, da dieses Geschäft nur geringe Margen abwarf. Dieses Vorhaben kostete Celesio jede Menge Geld und brachte nur wenig ein.
Jetzt wird der gesamte Konzern umgegraben. Der Nächste, der gehen wird, ist der Großhandelsvorstand Wolfgang Mähr. Das letzte Mitglied aus der Ära Oesterle. Celesio teilte mit, dass Mähr das Unternehmen zum 30. September verlassen wird. Bisher war dieser für den Großhandel und die Logistik verantwortlich.
Dieser Bereich beinhaltet das Geschäft mit Apotheken und steht immerhin für 80% des Umsatzes von Celesio. Besondere Zukunftschancen sah man in Brasilien. Dort übernahm man den Marktführer Panpharma sowie den Spezialanbieter Oncoprod. Da der brasilianische Pharmamarkt kaum Regulierungen unterworfen ist, blieb der Phantasie hinsichtlich der Erträge sozusagen freier Raum.
Das neue Konzept von Pinger sah vor, dass sich Wolfgang Mähr zukünftig nicht mehr um diesen Bereich kümmert und stattdessen für 1.600 Apotheken in Großbritannien verantwortlich zeichnet. Dies wollte Mähr nicht akzeptieren. Aber die Neuausrichtung geht weiter.
Welche Maßnahmen innerhalb des Unternehmens ergriffen werden, von welcher Sparte Celesio sich trennen will und welche Tendenzen sich hieraus für die Zukunft ergeben, lesen Sie in der neuen Ausgabe des alpha nebenwerte 30/12.
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