ROUNDUP: Sanierung von Thalia drückt Douglas in die roten Zahlen
Blick Log am 09.05.2012 – 42 mal gelesen.
HAGEN (dpa-AFX) - Der Sanierungsfall Thalia hat den Handelskonzern Douglas
Thalia ist einer der größten Buchhändler Deutschlands. Allerdings verliert
das Unternehmen wie die gesamte Branche bereits seit geraumer Zeit Kunden an
Internethändler wie Amazon
Die Kosten für die Sanierung bekam Douglas vor allem im zweiten Quartal zu spüren. Insgesamt verbuchte der Konzern einen Sonderaufwand von 165 Millionen Euro zwischen Januar und März. Der Großteil entfiel dabei auf Wertberichtigungen. Das zweite Quartal, das normalerweise ohnehin eher schwach ausfällt, verzeichnete deshalb einen Verlust von 155 Millionen Euro.
Beim Umsatz konnte Douglas hingegen zulegen. Dazu trug auch das in diesem Jahr frühe Ostergeschäft bei, das in das zweite Quartal fiel. In den ersten sechs Monaten verbesserte sich der Umsatz um 2,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren die Douglas-Parfümerien in Deutschland sowie die Juwelierkette Christ.
Seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr passte Douglas an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte nun eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 200 bis 250 Millionen Euro ausfallen. Wegen der hohen Restrukturierungskosten gehe der Vorstand zudem aus heutiger Sicht von keiner Dividende für das Geschäftsjahr 2011/12 (Ende September) aus, hieß es. Der Umsatz soll weiterhin leicht auf über 3,4 Milliarden Euro steigen.
Unklar ist immer noch, wie es mit dem Konzern weiter geht. Die Gründerfamilie Kreke liebäugelt damit, den Konzern von der Börse zu nehmen. Zuvor müsste sie aber über die notwendige Anzahl von Aktien verfügen. Deswegen wird derzeit geprüft, mit Hilfe von Finanzinvestoren weitere Anteile hinzuzukaufen. Ob es zu einer Übernahme kommt, steht aber noch nicht fest. Auch Großaktionär Erwin Müller hat die Möglichkeit, seinen Anteil an Douglas aufzustocken. Über Optionsgeschäfte könnte er in den nächsten Monaten eine Beteiligung von über 25 Prozent aufbauen. Ob er dies vor hat, ist nicht bekannt.
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