ROUNDUP: HeidelbergCement mit höherem Quartalsverlust - Ausblick bleibt
am 03.05.2012 – 65 mal gelesen.
HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement
Dabei gehen die Heidelberger vor allem von Zuwächsen in Asien, Osteuropa und Afrika sowie einer weiteren Erholung in Nordamerika und Europa aus. Zudem soll der Sparkurs beibehalten werden. Höhere Kosten will der Konzern über Preiserhöhungen weitergeben. Im vorbörslichen Handel gaben die Aktien um rund 1,5 Prozent nach. Der Quartalsverlust sei höher ausgefallen als erwartet, hieß es in erste Reaktion.
SCHWELLENLÄNDER BOOMEN
Von einem anhaltend starken Wachstum geht HeidelbergCement vor allem in Indonesien und Indien, aber auch in Osteuropa, insbesondere in Russland und der Ukraine, aus. Auch in Afrika rechnet der Konzern mit weiteren deutlichen Zuwächsen. Der Baustoffkonzern betreibt unter anderem in Tansania, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo Produktionsanlagen.
In Nordamerika rechnen die Heidelberger mit einer steigenden Nachfrage aus dem Wirtschaftsbau, aber auch mit einer Erholung im privaten Wohnungsbau. Zudem will HeidelbergCement von dem Baustoffbedarf der Rohstoffindustrie in Kanada und den USA profitierten. Zwar geht das Unternehmen in West- und Nordeuropa von einem weiteren Wirtschaftswachstum aus, erwartet aber aufgrund des milden Winters im Vorjahr einen leichten Nachfragerückgang.
SPARKURS BLEIBT
Trotz aller Zuversicht will Scheifele den Sparkurs beibehalten, um höhere
Energie- und Rohstoffpreise auszugleichen. Deshalb erhöhte der unter anderem mit
Holcim
Auch die Nettoverschuldung soll weiter sinken, um vor allem eine bessere Bewertung bei den Ratingagenturen zu erhalten. Unter anderem soll der Verkauf von Randgeschäften noch stärker vorangetrieben werden. Ende März betrug die Nettoverschuldung 8,4 Milliarden Euro. Trotz der Sparbemühungen will HeidelbergCement die Kapazitäten in den Schwellenländern weiter ausbauen.
ENERGIEKOSTEN BELASTEN
HeidelbergCement ist im ersten Quartal aufgrund kräftig gestiegener Energiekosten tiefer in die Verlustzone gerutscht als noch im Vorjahr. Zudem belastete ein kalter Jahresstart in Europa das Ergebnis. Der Verlust nach Minderheiten betrug 204 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus 161 Millionen Euro betragen. Damit verfehlte HeidelbergCement die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt von einem Verlust in Höhe von 167 Millionen Euro ausgegangen waren.
Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 16 Prozent auf 214 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einer guten Nachfrage in Asien, aber auch in Nordamerika.
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