ROUNDUP: Argentinischer Kongress stimmt Enteignung von Repsol-Tochter zu
am 04.05.2012 – 45 mal gelesen.
BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Das argentinische Parlament hat der
Teilverstaatlichung der Repsol-Tochter
Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner begründete die Enteignung der bisher von der spanischen Repsol kontrollierten größten Erdölfirma Argentiniens mit fehlenden Investitionen. Das Gesetz sieht die Enteignung von 51 Prozent der Aktien von YPF vor. Repsol behält 7 Prozent der Aktien. Weitere 26 Prozent befinden sich in Händen der argentinischen Unternehmerfamilie Eskenazi, während der Rest an den Börsen in Buenos Aires und New York gehandelt wird.
Die Präsidentin werde noch am Freitag das Gesetz unterzeichnen, teilte
Innenminister Florencio Randazzo mit. Es wird erwartet, dass sie dabei auch den
neuen YPF-Geschäftsführer ernennt. Medienberichte nannten als Kandidaten den
Chef für Produktionsmanagement des Erdölriesen Schlumberger
Die argentinische Regierung sucht laut der Zeitung "La Nación" neue Öl- und
Erdgasreserven mittels Gemeinschaftsunternehmen von YPF und privaten Firmen zu
erschließen. Planungsminister Julio De Vido habe bereits mit Vertretern der
US-Unternehmen Exxon
Die spanische Regierung hat als Gegenmaßnahme zur Enteignung der Repsol-Tochter die Einfuhr von Biodiesel aus dem lateinamerikanischen Land eingeschränkt.
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