ROUNDUP 2: HeidelbergCement bleibt trotz Quartalsverlust zuversichtlich für 2012
am 03.05.2012 – 62 mal gelesen.
(Neu: Aussagen aus der Hauptversammlung)
HEIDELBERGCEMENT
Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das im Dax
HeidelbergCement habe sich in einem schwierigen Umfeld besser geschlagen
habe als die Wettbewerber wie etwa Lafarge
SCHWELLENLÄNDER BOOMEN
Von einem anhaltend starken Wachstum geht HeidelbergCement vor allem in Indonesien und Indien, aber auch in Osteuropa, insbesondere in Russland und der Ukraine, aus. Auch in Afrika rechnet der Konzern mit weiteren deutlichen Zuwächsen. Der Baustoffkonzern betreibt unter anderem in Tansania, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo Produktionsanlagen.
In Nordamerika rechnen die Heidelberger mit einer steigenden Nachfrage aus dem Wirtschaftsbau, aber auch mit einer Erholung im privaten Wohnungsbau. Zudem will HeidelbergCement von dem Baustoffbedarf der Rohstoffindustrie in Kanada und den USA profitierten. Zwar geht das Unternehmen in West- und Nordeuropa von einem weiteren Wirtschaftswachstum aus, erwartet aber aufgrund des milden Winters im Vorjahr einen leichten Nachfragerückgang.
SPARKURS BLEIBT
Trotz aller Zuversicht will Scheifele den Sparkurs beibehalten, um höhere Energie- und Rohstoffpreise auszugleichen. Deshalb erhöhte HeidelbergCement erst jüngst das Einsparziel für den Zeitraum 2011 bis 2013 von 600 Millionen auf 850 Millionen Euro erhöhen. Zudem plant HeidelbergCement, weitere 150 Millionen Euro in der Logistik bis 2014 einzusparen. Zudem will der Konzern die höheren Kosten über Preiserhöhungen weitergeben.
Auch die Nettoverschuldung soll weiter sinken, um vor allem eine bessere Bewertung bei den Ratingagenturen zu erhalten. Unter anderem soll der Verkauf von Randgeschäften noch stärker vorangetrieben werden. Ende März betrug die Nettoverschuldung 8,4 Milliarden Euro. Trotz der Sparbemühungen will HeidelbergCement die Kapazitäten in den Schwellenländern weiter ausbauen.
ENERGIEKOSTEN BELASTEN
HeidelbergCement ist im ersten Quartal aufgrund kräftig gestiegener Energiekosten tiefer in die Verlustzone gerutscht als noch im Vorjahr. Zudem belasteten ein kalter Jahresstart in Europa, höhere Frachtkosten sowie Reparaturen an Öfen das Ergebnis. Der Verlust nach Minderheiten betrug 204 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus 161 Millionen Euro betragen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 16 Prozent auf 214 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einer guten Nachfrage in Asien, aber auch in Nordamerika.
Anlegervertreter kritisierten die große Spanne zwischen Umsatz und operativem Ergebnis. Siegfried Pfündel von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mahnte, bald wieder zur Rentabilität der Vorkrisenzeit zurückzukehren. Außerdem kritisierten die Anleger die geringe Dividendenausschüttung von 19 Prozent. Mir ist klar, dass die Dividende immer noch schwäbisch ist, der Trend geht aber eindeutig in Richtung einer Dividendenausschüttung von 30 bis 35 Prozent des Gewinns, versprach Scheifele.
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