Europas größter Kupferproduzent Aurubis (ISIN DE0006766504) reihte sich in die Schlange der Quartalsberichterstattungen ein und konnte mit einem guten Ergebnis überzeugen. Und dies, obwohl die Kupferproduktmärkte weiterhin unter dem Einfluss der Schuldenkrise in Europa zu leiden haben.
Folge ist weiterhin eine spürbare Unsicherheit über die künftige Entwicklung in den Hauptabsatzmärkten. Den Kupferpreis sieht Aurubis jedoch auch zukünftig auf hohem Niveau, Schwankungen einbegriffen. Im Bereich der Schmelzlöhne kam es zu einem Rückgang. Diese werden für die Verarbeitung der gelieferten Konzentrate von den Minen zu reinem Kupfer gezahlt.
Aurubis befand sich jedoch in der glücklichen Lage, durch die Bindung an langfristige Verträge hiervon nicht betroffen zu sein. Ebenfalls gut lief das Geschäft mit Schwefelsäure. Diese entsteht als Nebenprodukt bei der Kupfererzeugung. Hier hat sich die Nachfrage erholt und die Preise sind stabil. Damit trug auch dieser Geschäftszweig zu einem guten 1. Halbjahresergebnis bei.
Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 um 5% auf fast 6,8 Mrd. Euro. Beim EBIT ging es um 42% auf 193 Mio. Euro nach oben. Der Gewinn sank indes um 4% auf 247 Mio. Euro. Dies wirkte sich auch auf die Prognose aus.
Ging die Konzernleitung bisher nur von einem zufrieden stellenden Ergebnis aus, sieht man das gesamte Geschäftsjahr nun auf dem Niveau des Vorjahres. Die für das Unternehmen entscheidenden Märkte entwickeln sich weitgehend stabil.
Die Aktie gab trotz der guten Zahlen nach. Sollte der Widerstand bei 39,00 Euro durchbrochen werden, könnte es weiter abwärts gehen. Diese Entwicklung warten wir vorerst ab. Den gesetzten Stopp-Buy bei 46,30 Euro ziehen wir dagegen auf 42,50 Euro für einen Einstieg nach unten.
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