ROUNDUP/First Solar: Politik bemüht sich um Lösung für Beschäftigte
am 20.04.2012 – 34 mal gelesen.
FRANKFURT (ODER)
Der US-Konzern First Solar will seine beiden Produktionsstätten in Frankfurt (Oder) schließen. Ende Oktober soll dort das letzte Dünnschicht-Modul vom Band laufen. In der Oderstadt fallen damit 1200 Arbeitsplätze weg; der Agentur für Arbeit zufolge sind es inklusive Zuliefererbetrieben und anderen Dienstleistungen bis zu 2000. Laut Streu gibt es verschiedene Ideen dazu, wie es weitergehen könnte. So sei zu überlegen, wies sich womöglich der Logistikstandort Ostbrandenburg weiter ausbauen lasse.
Zudem werde geprüft, ob es möglich sei, mit deutsch-polnischen Förderprogrammen den Standort Frankfurt (Oder) weiterzuentwickeln. "Die Gespräche finden auf sehr vielen verschiedenen Ebenen statt", sagte Streu. An der neuen Arbeitsgruppe der Regierung sind den Angaben zufolge die Ministerien für Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Wissenschaft beteiligt.
Bei seiner Visite sprach Baaske mit Vertretern des Betriebsrats und der IG Metall. Am Rande traf der SPD-Politiker auch den Geschäftsführer. Jetzt gehe es um konstruktive Mitarbeit am schnellstmöglichen Aufbau einer Transfergesellschaft, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Mitarbeiter, die ein neues Arbeitsplatzangebot annehmen können und wollen, sollten sofort freigestellt werden. Außerdem forderte Baaske von First Solar, Verantwortung für die 30 Auszubildenden auch über den vorgesehenen Schließungszeitpunkt zum 1. Oktober 2012 hinaus zu übernehmen. "Der Konzern kann sich nicht einfach vom Acker machen."
Nach dpa-Informationen kommt an diesem Samstag Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) nach Frankfurt (Oder), um mit Arbeitnehmervertretern zu beraten. Weitere Gespräche mit unterschiedlicher Beteiligung sind in der nächsten Woche geplant. Die Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes sei "wegen schwerwiegenden Eingriffs in den Produktionsablauf und Störung der Betriebsabläufe erfolgt", teilte das Unternehmen mit. Er selber habe keine offizielle Begründung gehört, sagte der betroffene Mitarbeiter der Nachrichtenagentur dpa. Er wolle sich nun über die IG Metall rechtlichen Beistand holen.
Nicht weit entfernt von den beiden First-Solar-Werken in Frankfurt steht die Produktionsstätte von Odersun. Für die Firma ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der Vorstand von Odersun beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg den Antrag auf Eigenverwaltung zurückgezogen hatte. Derzeit wird nach dpa-Informationen an den Standorten in Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde (Oder-Spree) nicht gearbeitet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 260 Mitarbeiter, es gibt einen dritten Standort in Berlin. Nach Angaben der Agentur für Arbeit in Frankfurt (Oder) sind die Beschäftigten bis Ende Mai mit dem Insolvenzgeld abgesichert, das über die Agentur ausgezahlt wird.
- ZeitAktuelle Nachrichten
- 10:37
Böses Spiel bei Wohnbau Schwarzwald!
- 06:04
Christoph von Bergen, CEO Sputnik Engineering AG (SolarMax)
- 00:05
DSL-Drosselung bei der Telekom?
- 22.05.
Smart Investor Weekly SIW 20/2013: Gold, Silber und Blut
- 11:17
Spezialversicherer Darag übernimmt Hanseatica
- 11:41
Videoausblick: EURUSD + Dax 23.05.2013
- 15:33
Commerzbank, Infineon, Deutsche Bank – Party vorbei
- 10:44
Schwierige Zeiten Down Under – Australischer Investitionsboom ...
- 22.05.
Fisker fields $20 million offer from Bob Lutz, Wanxiang: sources
- 10:53
Scope: Schiffsfonds: Mehr verloren als eingesetzt
- 11:01
Schwierige Zeiten Down Under: Australischer Investitionsboom i...
- 10:04
Wann können wir wieder bessere Zeiten für Gold erwarten?
- 08:05
Chinas ComputerrieseLenovo kommt HP immer näher
- 00:29
Johnny Walker, du hast mich nie enttäuscht… Diageo Aktie in Eu...
- 09:49
Niederlage vor Gericht: Newcrest Mining – Explorationslizenz m...

