ROUNDUP 2: Apple fängt sich Klage wegen Preisabsprachen bei E-Books ein
am 11.04.2012 – 58 mal gelesen.
(Klage von Bundesstaaten)
WASHINGTON/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Apple
In einer ähnlichen Untersuchung in Europa streben Apple und die Verlage nach Angaben der EU-Kommission eine Einigung an. In den USA sind drei der Verlage unter dem Druck bereits einen Vergleich eingegangen und haben sich verpflichtet, die Preise freizugeben. Apple und zwei weitere große Verlagshäuser lassen es dagegen offenbar auf einen Prozess ankommen. Apple selbst äußerte sich nicht.
ES GEHT UM VIEL GELD
Es geht um viel Geld: Apple bekommt 30 Prozent vom Verkaufspreis eines E-Books. Je höher der Buchpreis also ist, desto mehr Geld fließt in die Kasse von Apple. Nach den Verträgen, die die Kartellwächter monieren, bestimmen die Verlage und nicht die Händler den Preis der E-Books. Nach Apple weiteten sie die Deals auf andere Anbieter aus. Im deutschen Buchmarkt gilt grundsätzlich ein ähnliches Modell mit der Buchpreisbindung.
Eine Klage in den USA hatte sich bereits angedeutet. Das Justizministerium
durchleuchtet seit Monaten den Markt. Anders als in Deutschland gibt es in den
USA eben keine Buchpreisbindung. Das hatte insbesondere der Onlinehändler Amazon
HOLTZBRINCK-VERLAGSHAUS MACMILLIAN STIMMT VERGLEICH NICHT ZU
E-Books hatten sich in den Vereinigten Staaten deutlich schneller als hierzulande durchgesetzt. Sogar eine große Buchhandelskette ging angesichts der Entwicklung pleite: Borders.
Die Verlage, die nun dem US-Vergleich zugestimmt haben, sind Hachette Livre
(gehört zu Lagardère), Harper Collins (News Corp
Parallel haben die Generalstaatsanwälte von 16 US-Bundesstaaten eine eigene Klage in Texas eingereicht. "Wir wollen sicherstellen, dass der Buchmarkt wieder offen ist", sagte George Jepsen aus Connecticut. Die Generalstaatsanwälte wollen erreichen, dass die Kunden entschädigt werden. Sie bezifferten den Schaden durch die Preisabsprachen auf mehr als 100 Millionen Dollar (76 Mio Euro).
AUCH EU-KOMMISSION ERMITTELT
Auch die EU-Kommission ermittelt seit Dezember offiziell gegen die Verlage und Apple. Hier lautet der Verdacht ebenfalls auf Kartellbildung. Nach den Worten von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia haben allerdings Simon & Schuster, Harper Collins, Hachette Livre, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck sowie Apple Vorschläge für eine Einigung gemacht. "Wir befinden uns momentan in fruchtbaren Diskussionen mit ihnen", erklärte Almunia.
Absprachen zum Schaden von Verbrauchern sind in der EU ebenso wie in den USA streng verboten. Die Behörden in beiden Ländern arbeiten in dem Fall zusammen. In den Vereinigten Staaten haben Kunden zudem eine der gefürchteten Sammelklagen eingereicht.
- ZeitAktuelle Nachrichten
- 18.05.
Unternehmen sitzen auf 3‘500 Mrd. USD Cash-Positionen
- 18.05.
Multinationale Konzerne und Arbeitsstandards
- 18.05.
Warren Buffett und 16 ... (Tim Schaefer)
- 18.05.
Transocean: Icahn-Gruppe erlangt VR-Sitz – 2,24 USD Dividende
- 18.05.
Günther und Daniel über Strabag und die komplette Neueinschätz...
- 18.05.
Erste-Analysten mit Senf zu RHI, Strabag, OMV, Post, Flughafen...
- 18.05.
Old-fashioned Austerity
- 18.05.
Fitch senkt Bonitätsnote von Slowenien um eine Stufe auf “BBB+”
- 18.05.
US-Schluss: Erneut Rekordmarken bei Dow und S&P 500
- 18.05.
Dollar Bull Run
- 18.05.
Bernanke upbeat on innovation outlook in commencement address
- 18.05.
Statistiken zum Sex-Leben der Österreicher. Querbezüge zum Akt...
- 18.05.
Are We Close To Selling The USD?
- 18.05.
EMFIS.COM - Es lebe die deutsch-russische Wirtschaft (und Freu...
- 18.05.
Yahoo könnte Tumblr für 1,1 Milliarden $ kaufen

