Müller will offenbar keinen operativen Einfluss bei Douglas
am 27.04.2012 – 59 mal gelesen.
HAGEN (dpa-AFX) - Der Drogerieunternehmer Erwin Müller will offenbar
weiterhin keinen direkten Einfluss auf das operative Geschäft des Handelskonzern
Douglas
Müller hält weiterhin 10,8 Prozent der Douglas-Stimmrechte. Über die Beweggründe Müllers wird seit seinem Einstieg bei Douglas im Jahr 2009 gerätselt. Durch weitere Zukäufe erhöhte sich der Anteil dann im Januar 2011 auf mehr als zehn Prozent. Damals hatte Müller bereits mitgeteilt, keinen direkten Einfluss nehmen zu wollen. Wie im Februar dieses Jahres bekannt wurde, kann Müller zudem über Optionsgeschäfte seine Beteiligung bis auf über 25 Prozent auszubauen, womit er eine Sperrminorität hätte. Ob er davon Gebrauch machen wird, hat Müller bislang nicht mitgeteilt.
Auch Douglas selbst tappt über die Motive Müllers im Dunkeln. Er wisse nicht, welche Beweggründe Müller für diese Aktientransaktionen habe, hatte Vorstandschef Henning Kreke bei der Hauptversammlung des Unternehmens im März gesagt. Ihm bekannt sei lediglich eine frühere Absichtserklärung von Müller mit den Douglas-Parfümerien in den Bereichen Logistik und Einkauf zusammenzuarbeiten. Douglas sieht aber darin keinen Sinn. Erwin Müller war bei der Hauptversammlung vor Ort, äußerte sich jedoch nicht zu seinen Absichten.
Kreke hält zusammen mit seinem Vater 12,7 Prozent am Unternehmen. Im Januar hatten die Krekes mitgeteilt, sie prüften, den Konzern von der Börse zu nehmen. Seitdem wird am Markt über ein mögliches Übernahmeangebot spekuliert. Größter Douglas-Aktionär ist die Oetker-Gruppe mit 25,8 Prozent.
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