ROUNDUP 2: Henkel mit Rekordjahr für Übernahmen gerüstet
am 08.03.2012 – 105 mal gelesen.
(Neu: Aussagen aus der Pk und Aktienreaktion)
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Mit einem Rekordjahr im Rücken wächst beim Klebstoff-
und Waschmittelkonzern Henkel
Konzernchef Kasper Rorsted, dessen Vertrag vor kurzem um fünf weitere Jahre verlängert wurde, hielt sich bei der Frage nach Übernahmezielen noch bedeckt. Zunächst soll die Profitabilität wie geplant weiter gesteigert werden. Henkel bleibe bei seiner strikten Kostendisziplin und feile weiter an seinen Strukturen. Die Rohstoffe dürften sich im laufenden Jahr zudem weniger stark verteuern als 2011. "Ich bin zuversichtlich, dass 2012 ein neues Rekordjahr für Henkel wird", unterstrich Rorsted. Derzeit arbeitet der Vorstand an der Strategie und den Finanzzielen für die kommenden Jahre. Veröffentlicht werden sie laut Rorsted im November.
REKORDERGEBNISSE IN 2011
2011 hatte Henkel trotz gestiegener Rohstoffkosten und der
Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA soviel verdient und umgesetzt wie nie
zuvor. Der operative Gewinn (EBIT) kletterte um fast 8 Prozent auf Rekordhöhe
von 1,86 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte legte er auf über zwei
Milliarden Euro zu. Der Überschuss nach Anteilen Dritter stieg 2011 um 12,1
Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Auch der Umsatz erreichte mit 15,6 Milliarden
Euro einen neuen Bestwert und verbesserte sich zum Vorjahr um 3,4 Prozent.
Analysten hatten zum Teil dennoch mit noch besseren Ergebnisse gerechnet. Die im
Dax
Die Aktionäre können sich nun auf eine Rekorddividende freuen: Je Vorzugsaktie soll die Dividende um 8 auf 80 Cent und je Stammaktie um 8 auf 78 Cent steigen. Von der höheren Gewinnausschüttung profitiert insbesondere die Gründerfamilie Henkel, die die Mehrheit der Stammaktien hält.
WACHSTUMSTREIBER KLEBSTOFFE
Henkel ist vor allem für Marken wie Persil oder Schwarzkopf bekannt. Den größten Anteil am Geschäft haben jedoch Klebstoffe, wodurch Henkel aber auch von der Entwicklung in der Bau-, Elektro- oder Autoindustrie abhängig ist. 2011 erlöste Henkel mit Klebern 7,7 Milliarden Euro und damit mehr jemals zuvor. Auch im laufenden Jahr soll die Sparte weiter wachsen.
In den Verbrauchernahen Sparten Kosmetik und Waschmittel muss sich Henkel
gegen starke Konkurrenz wie Unilever
Trotz Abkühlung der Weltwirtschaft bestätigte der Konzern seine Ziele für 2012. Demnach soll das Ergebnis je Vorzugsaktie bereinigt um Sondereffekte um mindestens 10 Prozent steigen und der Umsatz organisch um drei bis fünf Prozent zulegen. Große Erwartungen hat Henkel an die Schwellenländern. Zudem konzentriert der Konzern sein Werbebudget auf umsatzstarke Marken. Viele kleine Marken werden verkauft, eingestellt oder unter Top-Marken zusammengefasst. Die Zahl der Marken ist bereits von rund 1.000 weltweit auf 400 gesunken. Ziel sind etwa 300 Marken.
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