Aktien Wien Schluss: Deutliche Verluste - Griechenland belastet


am 10.02.2012 – 80 mal gelesen.

WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener Börse hat am Freitag wegen der Sorgen über die Lage in Griechenland deutlich an Boden verloren. Der ATX büßte 3,14 Prozent auf 2.175,10 Einheiten ein. Auch zum Wochenausklang standen die griechischen Schuldenprobleme im Blickpunkt des Anlegerinteresses. Die Euro-Finanzminister hatten Griechenland weiter unter Druck gesetzt und ihren Beschluss für das neue Hilfsprogramm am späten Donnerstagabend auf kommenden Mittwoch vertagt. Nur wenn Athen innerhalb einer Woche weitere Bedingungen erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigten zweiten Rettungspaket rechnen, war bekannt geworden.

Die kleine rechtsgerichtete Regierungspartei Laos hat am Freitag angekündigt, gegen das vereinbarte Sparpaket stimmen zu wollen und damit am Nachmittag für verstärkten Abgabedruck an den Finanzmärkten gesorgt. Inmitten der Rettungsbemühungen ist in Griechenland auch die stellvertretende Außenministerin von der sozialistischen Partei PASOK aus Protest gegen die Sparvorgaben zurückgetreten. Händler begründeten die Kursverluste aber auch mit Gewinnmitnahmen. Kaum nennenswerte Impulse kamen hingegen von den veröffentlichten US-Konjunkturdaten.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Finanzwerte und Aktien aus dem Rohstoff-Sektor unter den größten Verlierern. Diesem Trend konnten sich die heimischen Branchenvertreter nicht entziehen. So rutschten unter den Bank-Aktien die Titel von Raiffeisen 3,85 Prozent auf 27,19 Euro ab und Erste Group sackten 6,99 Prozent auf 18,38 Euro ab. Die Analysten der RCB haben ihre Einstufung für die Erste-Papiere von "buy" auf "hold" reduziert, das Kursziel jedoch von 16 auf 22 Euro angehoben.

Voestalpine mussten ein Minus von 6,38 Prozent auf 25,59 Euro hinnehmen. Nomura hat den europäischen Stahl-Sektor abgestuft. RHI sanken um 2,92 Prozent auf 17,96 Euro. Zu den größten Verlierern zählten auch Zumtobel , die um 5,62 Prozent auf 13,76 Euro sanken.

Wienerberger verloren 4,49 Prozent auf 8,95 Euro. Die RCB hat das Anlagevotum von "buy" auf "hold" gesenkt, das Kursziel von 9,5 Euro wurde hingegen bestätigt. Unter den wenigen Gewinnern fanden sich Rosenbauer mit plus 1,79 Prozent auf 39,70 Euro.

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