Wie erhalten Existenzgründer Darlehen?
Eintrag vom: 07.09.2011
Geschäftsvorhaben
Existenzgründer mit einer Unternehmensidee brauchen ein Startkapital. Ist dieses aus privaten Mitteln nicht vorhanden, wird in der Regel die eigene Hausbank um Hilfe gebeten. Bei Kunden dieser Art lassen sich Hausbanken zunächst vom Erfolg des Gründungsvorhabens überzeugen. Neben dem Konzept spielt auch der Kapitalbedarf des Existenzgründers eine wichtige Rolle. Auf der Grundlage dieser Informationen entscheiden Hausbanken schließlich, ob eine Kredit gewährt werden soll. Gute Chancen haben vor allem Existenzgründer mit niedrigem Kapitalbedarf und einem kleinen Gründungsvorhaben. Geht das mit befriedigender Bonität und genügend Sicherheiten wie Immobilien oder Fahrzeugen einher, ist dem Existenzgründer der Kredit sicher. Forderung der Hausbanken ist in solchen Fällen jedoch die Eröffnung eines Firmenkontos im eigenen Haus.
Tatsächlicher Ablauf
Nicht immer ist der Besuch bei den Hausbanken so erfolgreich. Oftmals kommt es zu Hindernissen, die verschiedener Natur sind. Mittlerweile haben Banken für solche Fälle eigene Abteilungen, die sie mit Fachleuten besetzen. Anfragen neuer Kunden werden von ihnen intensiv und ausgiebig auf verschiedene Details geprüft. Im Vordergrund steht die Bewertung der Tätigkeiten eines vorgestellten Konzepts. Anhand dieser Bewertung wird schließlich über die Kreditvergabe entschieden. Problematisch ist das, wenn zum Beispiel externe Fachleute eine andere Bewertung abgeben. Nichtsdestotrotz gilt die Entscheidung der jeweiligen Bank. Der Existenzgründer muss sich somit an eine andere Bank wenden und die gleiche Prozedur aufs Neue durchlaufen.
Förderdarlehen
Eine Absage der eigenen Hausbank ist immer bedauerlich. Zwar können externe Banken um Kredite gebeten werden, doch stellt die Hausbank noch immer die beste Variante dar. Kann diese vom Erfolg des Geschäftsvorhabens überzeugt werden, ist damit eine Grundlage für die Aufnahme von externen Förderdarlehen geschaffen. Bekannt für Förderdarlehen ist in Deutschland die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW genannt. Sie unterstützt alle Neuunternehmer mit guten Ideen und versucht dadurch die deutsche Wirtschaft zu stärken. Eine derartige Stütze durch ein Förderdarlehen bedeutet, dass der Kredit der Hausbank keinen großen Risiken unterliegt. Kommt es tatsächlich zum Ausfall der Rückzahlung, übernimmt die Förderbank rund 80 % des Schadens. Voraussetzung für eine solche Kreditförderung ist jedoch der Antrag der Hausbank. Geschehen muss das noch vor Gründung des Unternehmens.
Alternativen
Die Bemühungen um Förderdarlehen der KfW lohnen sich, weil die Konditionen überdurchschnittlich lukrativ sind. Im Gegensatz zu Krediten anderer Bankinstitute sind KfW-Darlehen in der Anfangszeit nicht an einen Zins gebunden. Dies Zinsen selbst sind in der Regel niedriger als die durchschnittlichen Marktzinsen. Bei Misserfolg kann auf Alternativen zurückgegriffen werden. Zu diesen gehören Kommunen, die ebenfalls diverse Wirtschaftssegmente durch Förderdarlehen unterstützen. Auch regionale Wirtschaftsgesellschaften kommen aufgrund lukrativer Zinsangebote in Frage. Zu Förderern können aber auch private Investoren werden, deren Förderangebote manchmal ebenfalls reizvoll sind.



