Dax ruht sich aus


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von Fabian Biastoch

Eintrag vom: 01.12.2011

Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen vier Handelstage hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag eine Atempause eingelegt. Der Dax gab am Nachmittag um 0,65 Prozent auf 6049 Punkte nach.

Zuvor bewegte er sich in einem vergleichsweise engen Rahmen zwischen Gewinnen und Verlusten, nachdem die konzertierte Aktion der weltweit führenden Notenbanken den deutschen Leitindex am Vortag um knapp 5 Prozent nach oben getrieben hatte. Seit seinem Tief am Freitag hatte er in der Spitze mehr als 14 Prozent zugelegt. Der MDax fiel am Donnerstag um 0,56 Prozent auf 8966 Punkte, und der TecDax sank um 0,73 Prozent auf 700 Punkte.

"Der Markt kommt erst einmal zur Ruhe", sagte Analyst Christoph Schmidt vom Asset Manager N.M.F. AG. Erfolgreiche Anleihe-Auktionen in Frankreich und Spanien hatten am Donnerstag zwar für Erleichterung an den europäischen Rentenmärkten gesorgt. Leicht belastend wirkten sich dagegen aber einige Wirtschaftsdaten aus. In China war die Stimmung unter den Einkaufsmanagern im November erstmals seit Anfang 2009 gesunken, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stärker als erwartet gestiegen waren.

Die Spitze im Dax gehörte den Aktien von Beiersdorf, die 1,79 Prozent auf 43,285 Euro zulegten. Begründet wurde dies mit positiven Analystenstimmen nach den am Vortag angekündigten Restrukturierungsplänen. Bankenwerte zeigten sich derweil unentschlossen. Nach freundlichem Start kamen sie zeitweise unter Druck, erholten sich dann aber wieder von ihren Tiefs. Die Anteile der Deutschen Bank lagen zuletzt mit 0,40 Prozent im Plus bei 28,73 Euro. Die Commerzbank-Aktien dagegen lagen nach zuletzt sechs Gewinntagen mit 1,80 Prozent im Minus und gehörten so zu den schwächsten Dax-Werten.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,87 (Mittwoch: 1,92) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 129,21 Punkte. Der Bund Future gewann 0,34 Prozent auf 134,28 Punkte. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3492 (1,3418) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7412 (0,7453) Euro.

 

(dpa)

 

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